16 Oktober 2006

E-Learn 2006 - Waikiki Bay

Birgits Konferenz, die E-Learn 2006, ursprünglicher Anlass unserer Reise, rappelt sich nach dem Erdbebentag wieder auf und entwickelt sich nun doch noch prächtig. In ihrer Key-Note am Eröffnungstag hatte Susan Patrick die Bildung als bedeutenden Faktor bei der sich abzeichnenden Konkurrenz zwischen den Supermächten USA und China herausgestellt. Sie vertrat dabei die These, dass der Mensch sich evolutionär dem Computer anpasst (Stichwort: Computer-Aborigines und Computer-Einwanderer). Dem E-Learning käme in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung zu.
Dann kam der Stromausfall, der die Aborigines zu Heimatvertriebenen machte, und die Erkenntnis, dass die evolutionäre Anpassung noch nicht ganz so weit fortgeschritten ist wie vermutet. Einige Sessions fanden vorgestern im Dunkeln statt. Bei anderen scharten sich 20 Leute um einen Laptop, um die Folien sehen zu können.
Ich würde es begrüßen, wenn E-Learning demnächst groß herauskommt. Dann können sich die Studis die Hochschule mit dem besten Sportangebot als Studienort heraussuchen – weil eigentlich nur dort Präsenz besonders wichtig ist – und den Rest ihrer Fächer ja per E-Learning an allen möglichen Hochschulen belegen (vielleicht darf ich in diesem Zusammenhang noch einmal auf das TU-Sportlogo in der Seitenleiste dieses Blogs hinweisen?).
Am ersten Tag der Konferenz trafen wir außerdem im Fahrstuhl des Sheraton-Hotels Frau Professor G. aus B. Sie machte ganz schwer einen auf wissenschaftlich. Später stellte sich dann heraus, dass sie mit ihrem Gatten da ist und ebenfalls anschließend noch nach Maui und auf die große Hawaii-Insel fliegt. Aber sie bleibt dort nicht so lange wie wir!
Am Erdbebentag traf Birgit erneut Frau Professor G. Sie ereiferte sich darüber, dass sie während des Feuers nicht evakuiert worden sei. Es stimmt: Wir hatten Frau G. gesehen, wie sie sich halb angezogen auf dem Bett fläzte, während die wackeren Firemen auf dem Dach ihrer Tätigkeit nachgingen und löschten. Birgit war evakuiert worden. Wir waren anschließend extra auf die gegenüberliegende Garage hoch gestiegen, um zu sehen, was auf dem Dach los war. Dabei hatten wir einen exzellenten Blick in Frau G.´s Zimmer. Verwunderlich war nur, dass sie sich vollkommen dem Nichtstun hingab. Wenigstens ihren Damenbart hätte sie sich doch während des Blackouts mal abrasieren können? Kurze Zeit vorher hatte sie noch gejammert, dass sie sich noch gar nicht auf ihren Konferenzbeitrag vorbereiten konnte. Auch dafür wäre jetzt Zeit gewesen.
Birgit vermutete, dass Frau G. sich am nächsten Tag als „No Show“ erweisen würde, als Konferenzteilnehmerin also, die ihrem eigenen angekündigten Vortrag unentschuldigt fern bleibt. Besonders gestern gab es auf der Konferenz unglaublich viele „No Shows“.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

hallo Martin, hallo Birgit,
auweia, ich glaub es ist ziemlich leicht rauszufinden, wer Frau Prof. G. ist. E-Learning ist scheinbar doch nur so ein Hype von nichtsnutzigen und vergnügungsssüchtigen FaulenzerInnen, kann man so als Eindruck gewinnen. Aber zum Glück weiß es man ja besser.
Liebe Grüße
Udo & Katja