30 Dezember 2010

Zurück nach Berlin

Von Winter 2011
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen unterhalb von -10° C verlassen wir Olbernhau. Im Erzgebirge liegt in diesem Jahr so viel Schnee, dass dieser Weihnachtsbaum in Seiffen komplett von einer Seite eingescheit ist. Gestern sind wir in diesem Ort kaum mehr aus einem Restaurant heraus gekommen, weil Kinder den aufgeschütteten Schneeberg vor dem Haus beim Herunterrutschen zum Einsturz gebracht hatten und die Schneemassen die Tür blockierten. Unsere Wirtin bekommt seit Tagen ihr Auto nicht mehr aus der Garage, weil die Schneemassen auf dem Dach die Konstruktion so verformt haben, dass das Tor nicht mehr aufgeht...

Selbst Emilia, die junge Dalmatiner-Hündin unserer Wirtin darf bei den derzeitigen Temperaturen nur im wärmenden Mantel aus dem Haus und tollt zum Abschied draußen etwas mit mir herum.
Die Bundesstraße 101 zwischen Pockau und Siebenlehn ist teilweise spiegelglatt, so dass die Kolonne teilweise nur 40 km/h fährt. In Richtung Berlin verschlechtert sich das Wetter. Brandenburg liegt unter Hochnebel.

29 Dezember 2010

Ortsloipe von Seiffen



Am letzten Tag im Erzgebirge haben wir wunderbaren Sonnenschein und bei klirrender Kälte nahezu Windstille.
Der Renault ist jeden Tag angesprungen und hat zur Belohnung deshalb heute billiges Benzin aus Tschechien bekommen. Morgen fährt er uns wieder heim nach Berlin.

28 Dezember 2010

Osterzgebirgsloipe


Ausgangspunkt unserer heutigen Tour ist wiederum Sayda. Bereits vorgestern waren wir von diesem hübschen Ort aus in Richtung Neuhausen gestartet, das südlich liegt. Heute laufen wir entlang der Osterzgebirgsloipe in nordöstlicher Richtung.
Bevor es losgeht, muß jedoch der Hof vom Schnee geräumt werden. Es hatte über Nacht wiederum geschneit und ohne Schneeketten kommen Hecktriebler heute kaum die Grundstücksauffahrt hinauf. Für den Renault wäre dies zwar kein Problem. Doch da das Schneeräumen jedes Mal ein Happening ist (und Birgit außerdem noch an einem Text zu arbeiten hat), bleiben wir, bis der Schneepflug kommt. Alle Mieter der beiden Wohnhäuser sind aufgeregt, denn heute soll wieder der alte Schneepflug-Fahrer kommen. Die Aushilfe, die den Job in der vergangenen Tagen gemacht hat, konnte die Anwohnerinnen und Anwohner nicht begeistern: „Därr is zworr schnell – oberr den Schnee räumda ne rischtsch bis on den Rond von den Hof“, meckerte unsere Wirtin.
Der alte Fahrer soll die Scharte nun auswetzen. Und tatsächlich geht er voll auf in seinem Element. Er schiebt die Schneehaufen alle noch einen Meter weiter nach hinten, so daß deutlich mehr Bewegungsfläche entsteht. Ich stelle extra den Renault für ihn um, so daß er zusätzlich einen scharfen Bogen um die Hoflinde herum frei fräsen kann. Dann entdeckt er am hintersten Ende des Grundstücks noch einen hoffnungslos eingeschneiten Golf und beginnt, um die Stallungen herum eine Zufahrtsschneise zu bahnen. Die ältere Mieterin aus dem Erdgeschoß winkt unentwegt ab: „Den Golf brooch eh gehnorr mehr…“. Doch wer so ein echter Winterdienstler ist, der hat schließlich auch seine Ehre. Außerdem hört der Mann vermutlich die lamentierende Frau in seinem dröhnenden Gefährt nicht. Das Dröhnen hat bald ein Ende. Denn genau dort, wo unter dem Schnee der Plattenweg endet, versinkt der Traktor selbst im Schnee. Die Räder drehen durch und es gibt kein Vor und kein Zurück. Es hilft nur Schaufeln!
Mittlerweile ist sogar Publikum auf dem Hof eingetroffen: Ein Opa mit seinen zwei Enkeln will den Kleinen das Spektakel nicht vorenthalten und ist extra vom Nachbargrundstück aus herüber gekommen. Ich hatte hingegen angefangen, übungsweise einmal die neuen Schneeketten auf den Renault aufzuziehen, springe dem in Bedrängnis geratenen Traktoristen nun aber bei und helfe, sein Gefährt frei zu schaufeln. Nach zwei Anläufen kommt die Maschine frei. Der Mann hat mich mittlerweile wohl als neuen Anwohner akzeptiert und fragt, was er noch freilegen soll .Ich blicke kurz in die Runde: Die beiden Kinder würden wohl gern dem Traktor weiter zusehen, doch der älteren Mieterin sind der Lärm und die Aufregung mittlerweile ganz offensichtlich genug – und so verabschieden wir den Mann dankbar.
Als Birgit und ich wenig später nach Sayda aufbrechen, können wir so das beruhigende Gefühl haben, heute bereits etwas Sinnvolles getan zu haben. Die Bundesstraße ist leidlich geräumt, aber nicht schneefrei. In Sayda ist der Parkplatz am Skistadion allerdings wiederum hinreichend planiert worden – auch wenn ich mich nach dem erfolgreichen Schneeketten-Test von vorhin jetzt waghalsigere Manöver im Tiefschnee wage (ehrlich gesagt, ist es mit dem Auto wie beim Skifahren: Tiefschnee ist Königsdisziplin, weit besser als normale Piste und sogar besser noch als Buckelpiste).
Die Osterzgebirgsloipe führt entlang des Waldrandes. Der Blick geht über freie Felder und Täler, die von Alleen und Stromleitungen durchzogen werden. Nach zweieinhalb Kilometer erreichen wir das Gasthaus Kreuztanne, das bei Lichte besehen ein recht großes Hotel ist. Wir laufen noch etwas weiter in Richtung Clausnitz, kehren dann angesichts der anbrechenden Dämmerung auf gleichem Wege zurück.
Nervig sind heute die zahlreichen Schneemobile, die mit ihren Zweitaktmotoren unnötige Schadstoffe und Lärm produzieren. Außerdem fahren sie streckenweise auf der Loipe und zerstören diese. Unterwegs begegnen uns zwei solcher Gruppen aus acht und sieben Fahrzeugen. Auf dem Rückweg sehen wir ein liegen gebliebenes Gefährt auf dem Feld, das offenbar aufgegeben worden war. Nur zu gerne würde ich es einfach umkippen, doch am Ende läuft dann noch Gemisch aus, und damit wäre auch niemandem gedient…

27 Dezember 2010

Winterwald


Unsere heutige Tour führt uns von Seiffen aus auf einer großen 20 Kilometer-Runde bis nach Böhmen in das Loipengebiet von Kliny, an Mnisek und Deutscheinsiedel vorbei zurück nach Seiffen.
Der Schnee der vergangenen Tage hat den Wald in eine Märchenlandschaft verwandelt. Allerdings ist eine erhebliche Zahl von Bäumen unter den Schneelasten zusammengebrochen. Sie liegen auch quer über den Wegen, so daß Loipenmaschinen kein Durchkommen mehr haben und auch wir die Stämme teils mühsam umgehen müssen.
Unterwegs treffen wir eine Berliner Familie mit zwei Kindern. Die Kleinen sind ob des ständigen Umkletterns der niedergestürzten Bäume genervt. Muttern versucht, den Jungen, der es sich während unseres Gesprächs auf einen Baumstumpf gemütlich gemacht hatte, zu motivieren. Als dies nicht gelingt, meint der Vater: „Du mußt denen die Tour doch nich schönreden. Wenn se hier sitzen blei´m wolln, solln´ se doch“.
Der Wald in diesem Teil des Erzgebirges scheint insgesamt aber intakt. Anders als etwa im Riesengebirge klaffen hier, abgesehen von natürlichen Lichtungen um Hochmoorgebiete, keine großen Lücken. Auch gibt es Mischwald statt Fichten-Monokulturen, so daß die Tour landschaftlich sehr abwechslungsreich ist.







26 Dezember 2010

Weglos von Sayda nach Neuhausen



Gestern abend habe ich die 200 Seiten Jenny Treibel von Fontane ausgelesen, eine vorzügliche Lektüre – nur fürchte ich, daß die verquaste, altertümliche, ja, auf den modernen Rezipienten in Teilen umständlich wirkende Sprache des Autors eine Wirkung hinterlassen hat, die mancher vielleicht befremdlich finden möge…

Heute hatten wir uns mit unserem Freund Pedro, der Weihnachten bei seinen Eltern in Freiberg verbringt, zu einer Skitour verabredet. Zwar lag noch bis gestern abend eine leichte Unsicherheit über dem Vorhaben, denn seit seiner Anreise aus Berlin klapperte und quietschte Pedros Auto an der linken Vorderachse ganz bedenklich – wohl infolge eines unglücklich getroffenen Schlaglochs auf der Autobahn. Ein befreundeter Mechaniker gab gestern am späten Abend jedoch Entwarnung (obschon er sich den Schaden gar nicht genau besehen konnte, weil die Hebebühne aufgrund des zugeschneiten Garagentors nicht benutzbar war), so daß die Tour heute mit leichter Verspätung starten konnte.
Wir trafen uns gegen halb zwölf in Sayda. Ein Traktorist war gerade noch damit beschäftigt, den Parkplatz am Skistadion des kleinen Ortes vom Schnee zu räumen. Zwei Euro sollte das Abstellen eines PKW hier kosten, so verkündete es jedenfalls ein Schild. Doch obwohl hier jemand wirklich längere Zeit mit schwerem Gerät arbeiten mußte, um den Platz benutzbar zu machen, verlangte der Mann kein Entgelt – anders als in Seiffen, wo ein bärtiger Wärter vorvorgestern noch 3,50 Euro selbst für das Kurzzeitparken verlangte.
Bald waren wir auf den gut präparierten Loipen in südöstlicher Richtung unterwegs. Zunächst ging es durch den schönen Loipengarten von Sayda. Abwechslungsreiche Wege führten durch herrlichen Mischwald, mal ging es leicht bergan, dann wieder abwärts; Lichtungen wechselten sich ab mit dichtem Wald; mehrfach überquerten wir kleine Flußläufe. Wir hatten kein genaues Ziel, allenfalls die vage Vorstellung, in Richtung Seiffen laufen zu wollen. Da die gespurten Wege alle in unterschiedlich großen Schleifen nach Sayda zurück führten, verließen wir diese an einem kleinen Teich, der als Flächendenkmal ausgezeichnet war. Für einige Minuten standen wir dort, studierten die Karte und beratschlagten uns, als aus der Ferne Glockengeläut zu hören war, das sich offenbar näherte. Kurze Zeit später brachen plötzlich zwei Pferdeschlitten aus dem Wald, voll besetzt mit einer illustren Gesellschaft, dick eingemummelt in grobe Wolldecken. Die Pferde hatten, so schien es, ihre liebe Mühe, die Schlitten durch den tiefen Schnee zu ziehen. An einem Anstieg fielen sie gar ins Galopp, was freilich für uns Nebenstehende ein beindruckendes Schauspiel bot, zumal der Schnee wild umherstieb.





Getrübt wurde das Vergnügen jedoch durch eine eingehende Textnachricht von Birgits Neffen, die dieser über sein Mobiltelefon vermittelte: Die Großmutter sei vom Stuhle gestürzt und hätte sich Arm und Kopf aufgeschlagen, Ersterer sei gebrochen.
Die Information war fragmentarisch und wir konnten nichts tun. Unser Weg führte ab dieser Stelle Richtung Süden, ins Ungespurte. Mehrfach mußten wir Bäume umgehen, die ganz frisch in Folge der Schneelast über den Weg gestürzt waren. Dieser führte bergan, entlang der alten Salzstraße von Magdeburg nach Prag. Oben auf dem Berg öffnete sich der Wald zu einer großen Lichtung, woraufhin wir unten im Tale den Ort Neuhausen schon liegen sehen konnten.
Die Silhouette des Dorfes wird bestimmt von den Türmen des Schlosses Purschenstein, dessen Ursprünge sich bis in die Zeit um 1200 zurück verfolgen lassen. In herrlicher Abfahrt über sanft abfallende Wiesen näherten wir uns dem Ort. Bald hinter dem Ortseingange fanden wir linker Hand den Gasthof „Grünes Gericht“, wo wir ein vorzügliches Essen zu uns nahmen (Birgit und ich Hähnchenbrustfilet, womit man fast nie etwas falsch machen kann und Pedro Zanderfilet, ein hochwertiger Fisch, wie wir mutmaßten, darüber hinaus aus dem Süßwasser und in Zucht gehalten, weshalb gegen den Verzehr desselbigen auch mit Blick auf die bedauernswerte Überfischung der Meere des Planeten wenig einzuwenden ist).
Da darüber die Helligkeit des Tages langsam zu Schwinden begonnen hatte, machten wir uns nach dem Mahl, das wir mit einem Espresso abschlossen, auf direktem Wege zurück zum Stadion Sayda, wo wir uns vom Freunde und seinem klapprigen Gefährt verabschiedeten und auf immer noch schneeglatten Straßen zurück nach Olbernhau fuhren.
Dort ließ sich nun endlich telefonischer Kontakt mit dem Großvater in Schwaben herstellen, der den Hergang des Unfalls und die Befindlichkeit der Großmutter schildern konnte: Sie sei beim Kochen gewesen, während er sich in weihnachtlicher Stimmung in den Salon zurückgezogen hätte. Plötzlich hätte es einen sehr lauten Schlag in der Küche gegeben. Doch da die Großmutter in ähnlichen Fällen, wenn sie irgend etwas zerschlagen hatte oder ihr sonstwie ein Mißgeschick widerfahren war, äußerst unwirsch auf besorgtes Nachschauen reagiert hatte, eilte er nicht gleich in die Küche, um nach dem rechten zu sehen. Erst als einige Zeit später ein schwaches „Fritz, komscht amol“ zu hören war, getraute er sich, näher zu treten. Ihm bot sich ein Anblick, der keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Situation aufkommen ließ: Das Ehegespons blutete aus einer Platzwunde am Kopfe und hatte sich das Handgelenk weh getan. Beim Versuch, etwas aus einem der oberen Hängeschränke zu holen, war sie vom Stuhle gestürzt. Mittlerweile sei die Hand operiert und in zwei Tagen könne sie wieder aus dem Krankenhaus. Auch er müsse nicht hungern: Das Essen sei zum Zeitpunkt des Unfalls fast fertig gewesen. „Weischt ja, wie viel se immer kocht“, sagte der Großvater. Das reiche für ihn allein locker zwei Tage…
Morgen beginne ich eine andere Lektüre. Statt Fontane vielleicht Sven Regeners „Der kleine Bruder“. Liest sich irgendwie leichter.

25 Dezember 2010

Eingeschneit



Das gestrige Weihnachtsessen war stimmungsvoll. Die insgesamt sechs Gäste und zwei Gasthunde der Pension hatten sich im festlichen „Bilderzimmer“ versammelt. Unsere Wirtin verwöhnte uns mit erzgebirgischen Spezialitäten, wobei sie ironisch anmerkte, daß hierzulande jedes Dorf, ja nahezu jede Familie, über eigene Traditionen und Rezepte verfüge, so daß ein Anspruch auf Allgemeingültigkeit nicht abgeleitet werden könne.
Zur Vorspeise gab es eine süße Holundersuppe, die mit Sahne und Bröseln gereicht wurde.
Daran schloß sich der zweite Gang mit Bratkartoffeln, süßen Linsen, Sauerkraut und Bratwurst an. Dazu wurde ein Rotwein serviert.
Den Abschluß bildete das Dessert: Ein Erzgebirgischer Stollen (mit wenig Rosinen, dafür aber mehr Mandeln), zu dem Kaffee und Likör gereicht wurde. Die allgemein festliche Stimmung wurde gelegentlich aufgelockert durch den jungen Hund der Wirtin, der sich immer wieder ins Zimmer stahl und die beiden – an sich ruhigen – Gasthunde durch vorwitziges Tun zu lautem Gebell und Getolle provozierte.

Unterdessen sind wir nahezu eingeschneit. Der Schneefall, der gestern nachmittag eingesetzt hatte, hörte erst heute abend auf. Bereits heute morgen lag der Hof unter einer etwa 15 Zentimeter dicken Neuschneedecke, die sich im Laufe des Tages wohl noch um das gleiche erhöhte - sehr zum Verdruß der Nachbarin, die früh zur Arbeit mußte. Ohne Schneeketten hatte sie mit ihrem neuen Auto keine Chance, die Auffahrt zur Straße hinauf zu kommen und mußte also auf den Schneepflug warten.
Da ist ein altes Auto mit Schneeketten natürlich besser. Doch auch wir verzichteten darauf, nach Seiffen zum Langlauf zu fahren. Erstens war wegen der allgemeinen Verkehrslage die Aufforderung ergangen, unnötige Fahrten zu vermeiden. Zweitens wären wir oben im Gebirge wohl auch im Schnee versunken und hätten jedenfalls keine gespurten Loipen vorgefunden.
Also begnügten wir uns heute mit Schneeschippen und einem kleinen Spaziergang entlang der Kleinneuschönberger Straße, unter deren frischer Schneeauflage an vielen Stellen blankes Eis hervorblitzte.

24 Dezember 2010

Eisregen



Der Tag beginnt grau. Ein leichter Nieselregen geht nieder. Die Straßen sind spiegelglatt, doch in die Versuchung, heute das Auto zu benutzen kommen wir erst gar nicht. Der Renault ist von oben bis unten mit einer feinen Eisschicht überzogen, die erst mühsam entfernt werden müßte. Also gönnen wir uns einen ruhigen Tag. Birgit macht Yoga, ich einen Spaziergang durchs Städtchen. Heute abend hat uns die Wirtin zu einem echt Erzgebirgischen Weihnachtsessen eingeladen. Wir freuen uns darauf.

23 Dezember 2010

Langlauf in Seiffen



Der gestrige Nieselregen und die wärmeren Temperaturen haben den Schnee im 500 Meter hoch gelegenen Olbernhau nicht gut getan. Wir fahren mit dem Renault nach Seiffen. Der Ort liegt zwölf Kilometer entfernt und etwa 200 Meter höher. Unterwegs finden wir eine Heizungs-Einstellung, bei der das Auto doch noch warm wird. Schön. Seiffen zieht sich endlos an der Straße hin. Knapp zwei Kilometer hinter dem gefühlten Ortsende befindet sich das Heimatmuseum. Direkt gegenüber gibt es ein Wintersport-Zentrum mit Skiverleih, Eisbahn, Lift und Parkplatz. Knapp oberhalb des Hauses ist der Einstieg der Loipe. Birgit leiht sich ein Paar Nordic Cruiser von Salomon, mit denen sie schon letztes Jahr in Michigan sehr zufrieden war. Trotz des gestrigen Tauwetters ist der Schnee im Loipenzentrum in gutem Zustand. Die Pisten sind frisch präpariert und im Wald ist es zwar leicht neblig, dafür aber ziemlich windstill.
Zum Abschluß des sportlichen Treibens, das heute nur knapp zwei Stunden dauert, kehren wir im Gasthof Poststube ein, wo wir die auf der Tour verbrauchten Kalorien mittels eines üppigen Wildgulaschs mehr als wieder auffüllen.

22 Dezember 2010

Kalte Butze


Unsere Ferienwohnung in Olbernhau ist schön. Doch leider hat die Vermieterin erst wenige Stunden vor unserer Ankunft die Heizung angestellt…
Nach der gestrigen Fahrt im kalten Renault friert Birgit schon den ganzen Morgen. Auch draußen ist es nicht besser: Der Erkundungsspaziergang durch das nette kleine Städtchen findet im Nieselregen statt. Große Schneehaufen bedecken die Gehwege, die nur noch schmale Stiege sind.. Von den Dächern rumpeln dann und wann Lawinen oder brechen gigantische Eiszapfen ab.
Doch anders als der Berliner oder Brandenburger ist der Sachse scheinbar ein fleißiger Zeitgenosse. Jede freie Minute steht er an der Straße und schippt den Schnee vor seinem Haus weg. Nur wissen die Leute schlicht nicht mehr, wohin mit dem Zeug. Wir sehen sogar Lastwagen, die ganze Ladungen aus der Stadt hinaus fahren.
Wieder zuhause im kalten Heim, macht Birgit es sich – dick eingemümmelt in die Bettdecke - vor dem Fernseher gemütlich. Ich verkrieche mich ins Bett mit Frau Jenny Treibel. Das ist, wohlgemerkt, eine alte Schachtel aus einer Erzählung von Theodor Fontane. Ich fand das Buch hier in der Bibliothek und es überzeugte mich gleich – erstens wegen seiner überschaubaren Länge von nur zweihundert Seiten und zweitens wegen seines ersten Satzes („An einem der letzten Maitage, das Wetter war schon sommerlich, bog ein zurückgeschlagener Landauer vom Spittelmarkt her in die Kur- und dann in die Adlerstraße ein und hielt gleich danach vor einem, trotz seiner Front von nur fünf Fenstern, ziemlich ansehnlichen, im übrigen aber altmodischen Hause, dem ein neuer, gelbbrauner Ölfarbenanstrich wohl etwas mehr Sauberkeit, aber keine Spur von gesteigerter Schönheit gegeben hatte, beinahe das Gegenteil“): Ein Autor, der sich einen derart drögen Einstieg leisten kann, muß im Rest des Buches einfach gut sein – sonst hätte er wohl nie einen Verleger gefunden.

21 Dezember 2010

Das Abenteuer Weihnachtsurlaub beginnt

Wenn den Nachrichten-Agenturen heute Glauben geschenkt werden kann, sollte man das Reisen derzeit unterlassen: Die Berliner Flughäfen sind dicht. Die Bahn rät davon ab, mit ihr zu fahren (gestern habe ich auf dem Berliner Hauptbahnhof mit eigenen Augen gesehen, wie mit Hilfe der Polizei versucht wurde, das Chaos um einen hoffnungslos überfüllten ICE nach Düsseldorf in den Griff zu bekommen…), für den Nachmittag sind neue Schneefälle im Süden Brandenburgs und Verkehrsbehinderungen auf den Straßen und Autobahnen angekündigt. Unwillkürlich muß ich an Kaiser Wilhelm denken, der bekanntlich die Motorisierung nur als vorübergehende Modeerscheinung sah, während die Zukunft des Transportwesens im Pferde läge…
Auch halte ich Knecht Ruprecht mit seinem Schlitten plötzlich nicht mehr für einen gar so albernen Kauz. Doch seit dieser sein Gewerbe nahezu weltumspannend und als Monopolist betreibt, sind Rentiere zur Weihnachtszeit für den privaten Gebrauch kaum irgendwo aufzutreiben.
Also steht der moderne Mensch vor einer schwierigen Entscheidung: Eine Unterkunft im Erzgebirge ist per Internet gebucht (das funktioniert überraschenderweise trotz der Schneefälle); die Koffer sind gepackt. Nur: wie hinkommen ans Urlaubsziel?
Da mein 1979er Käfer derzeit überholt wird, entscheiden wir uns für Birgits 1990er Renault 19. Ich hatte dem Fahrzeug schon vor zwei Wochen (auch da war es bereits bitterkalt in der Garage) neue Bremsschläuche, einen neuen Bremssattel und eine Auffrischung der Hohlraumkonservierung verpaßt. Jetzt war es noch einmal wegen eines Zahnriemen- und Kühlwasserwechsels in der Werkstatt (Frostschutz bis -30 C erneuert). Abschließend bekam es von mir eine neue Batterie, Wischwasser-Frostschutz und frische Wischerblätter verpaßt, so daß der Wagen vor der Abreise eigentlich nur noch vom Schnee befreit werden mußte…
Wegen der vielen Wartungsarbeiten ist das Auto zuletzt wenig gefahren. Deshalb überraschen mich die in der Zwischenzeit heftig gestiegenen Benzinpreise wieder einmal. Kaum auf der Autobahn, friert Birgit: Irgendwie wird die Kiste innen nicht richtig warm, obwohl die Heizung doch bisher immer gut funktioniert hat. Auch die Düsen der Wischwaschanlage brauchen ewig, bis sie auftauen; In der Lausitz setzt Schneefall ein; Ein Jeepfahrer fährt mit 30 km/h neben einem Schneepflug her…
Hinter Dresden wird es besser. Die Temperatur liegt über dem Gefrierpunkt und die Heizung kommt langsam. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir über schmale Gebirgsstraßen Olbernhau in Sachsen.

19 Dezember 2010

Langlauf in Berlin


Seit dem 17.12.2010 gibt es auf dem Tempelhofer Feld eine gespurte Loipe. In einer Mitteilung der GrünBerlin GmbH, die auch den Britzer Garten betreibt, heißt es:
17.12.2010 Ski-Langlauf im Tempelhofer Park
Die 303 ha große Fläche des Tempelhofer Parks ist auch im Winter ein beeindruckendes Erlebnis. Nach den ersten ergiebigen Schneefällen in diesem Jahr laden wir Sie gerne ein, die außergewöhnliche Weite der Schneelandschaft inmitten Berlins auch auf Langlaufskiern zu entdecken.

Am Samstag, den 18. Dezember, wird im Laufe des Vormittags erstmalig eine Langlauf-Loipe im Tempelhofer Park gespurt. Wir hoffen, dass der Schnee nicht mehr zu pulverig ist, so dass sich eine stabile Loipe herstellen lässt. Ab mittags können Sie selbst das Ergebnis beurteilen. Sie erreichen die Loipe von den Haupteingängen Columbiadamm und Tempelhofer Damm. An der Oderstraße benutzen Sie bitte den südlichen Nebeneingang in Höhe der Leinestraße.

Falls die Loipe schneller verwehen sollte als sie gezogen werden kann, trösten Sie sich bitte mit den arktisch anmutenden Ausblicken der Schneelandschaft im Tempelhofer Park, in dem zur Not auch ohne Loipe Wintersport herrlich sein kann!

Ob die 6-KM Loipe im Britzer Garten wieder gespurt ist, wird leider nicht mitgeteilt.

Bei einem Besuch heute waren übrigens nicht nur Langläufer/innen zu sehen sondern sogar ein Snowkiter.

Weitere Posts zu Langlauf in Berlin:
Langlauf in Berlin... (u.a. Skiverleih)
Um den Caputher See
Langlauf in Berlin in der taz

12 Dezember 2010

Skifahren auf Wellen?

Skifahren geht. Snowboarden geht. Wasserskifahren geht auch, genau wie Wellenreiten. Aber geht Skifahren auf Wellen?
Vor kurzem habe ich dieses Video gesehen und - um es vorweg zu nehmen - eigentlich geht Skifahren auf Wellen nicht:


More Ski Videos

Nach meinem Geschmack hängen die Jungs in den kleinen Wellen viel zu weit hinten in der Bindung drin. In der großen Welle schrotten sie sogar den Jetski...
Wellen-Skifahren sieht nach meinem Geschmack im Vergleich zum Surfen eher uncool aus. Bei den Sprüngen werden die Jungs außerdem albern weit aus dem Wasser katapultiert, was natürlich nur mit einem Sturz enden kann.
Ganz zu schweigen vom Material: Wenn ich mir vorstelle, mit meinen Alpin Ski-Schuhen in die Brandung von Hawaii zu müssen, läuft mir das Wasser jetzt schon aus Mund und Nase. Und ich frage mich, wie lange die Bindungen es im Salzwasser machen?
Aber das ist wohl das kleinste Problem, denn die ersten Snowboards waren auch sehr primitiv - und wurden erst in den späten 80er-Jahren merklich optimiert.

Zugriffe-Temperatur-Zusammenhang II

Jede Theorie bedarf der ständigen Überprüfung!
Hier also aktualisierte der Zahlen zu meiner These, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Temperatur in Berlin und den Zugriffen auf den Blog

Rosa: Temperaturen. Blau: Zugriffe. X-Achse: "Vor 1, 2, 3,... 20... Tagen". Sehen die Kurven nicht irgendwie ähnlich aus? Also ich erkenne da ganz klar einen Zusammenhang ;-).

An 17 von 28 Tagen haben beide Kurven die gleiche Tendenz.

Grundlage waren die Tages-Temperaturwerte des Deutschen Wetterdienstes für Berlin Tempelhof:
http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&_windowLabel=T115202758871200642573928&_urlType=action&_pageLabel=_dwdwww_menu2_leistungen_a-z_freiemetinfos
Die Temperaturkurve wurde natürlich in der Dynamik etwas angepasst (Temperatur * -2) und verschoben (+35), damit beide Kurven besser zueinander passen - ohne dass allerdings die Chararkteristik verändert wurde.

04 Dezember 2010

Mit Bus und Bahn nach Spindleruv Mlyn



Mit Bahn und Bus über Cottbus, Liberec:
Blogposts und Erfahrungsberichte (2009 und älter)

Link zu Busverbindungen in Tschechien (Seite auch auf deutsch verfügbar - Klick unten rechts)

Kommentar eines Lesers von 2010 zur Cottbus-Liberec-Verbindung:
Die Strecke über Cottbus kostet mittlerweile 40 Euro, selbst mit Regionalbahnen. Wir planen daher nun, über Zittau zu fahren, man bekommt EuroCity Verbindungen dorthin bereits ab 29 Euro als Sparpreis im Vorverkauf. Von dort dann weiter mit Bussen. Wird
etwa 8:30 dauern, falls alles gut verläuft.

Viele Grüße, Robert.

Wöchentliche Buslinie Berlin-Spindleruv Mlyn (verkehrt am Wochenende - sonntags hin, sonnabends zurück nach Berlin):
Fahrplan: www.csadsm.cz/UserFiles/File/jrady/000218.pdf
Information, Reservierung und Kartenverkauf: INGTOURS REISEN Berlin, Tel.: 030/2384808

Zugriffe-Temperatur-Zusammenhang

Schon lange habe ich den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen Zugriffen auf den Blog und der Temperatur in Berlin gibt: Bei besonders niedrigen Temperaturen schauen die Leute vermehrt in den Schneesport-Blog. Ich meine sogar noch einen zweiten Zusammenhang entdeckt zu haben: Wenn es kalt ist und schneit, werden überdurchschnittlich viele Skireisen gebucht.
Nun gut, das bleibt vorerst unbewiesen, aber den ersten Zusammenhang habe ich nun einmal für die letzten 20 Tage untersucht:

Die rosa-Linie zeigt die Zugriffe, die blaue die Temperatur, wobei letztere mit -1 multipliziert wurde, damit die Linien übereinander passen (-10 Grad macht zum Beispiel einen Pik nach oben - nicht nach unten).
Für die letzten drei Tage passt der Zusammenhang sehr gut, auch wenn die Zugriffe insgesamt stärker schwanken als die Temperaturen.

Wissenschaftliche Sensation
Eine wissenschaftliche Sensation zeichnet sich für die Tage davor ab: Die rosa-Linie eilt der blauen oft um etwa ein bis zwei Tage voraus. Das bedeutet, dass entweder das Wetter den Zugriffen auf den Schneesport-Blog folgt (was ich zugegebenermaßen trotz der ansonsten unbestrittenen weltbewegenden Bedeutung dieses Blogs nicht ernsthaft glaube). Oder aber, dass die Menschen das Wetter voraus ahnen beziehungsweise der Wetterbericht unbewusst die Surfgewohnheiten der Menschen bestimmt, nach dem Motto: "Hey, der Wettertyp hat Frost angesagt, ich schau mal in den Schneesport-Blog".
Eine interessante These, die näher untersucht gehört ;-).

15 November 2010

Bisherige Anmeldungen für die Langlauf-Fahrten

Die Langlauf-Fahrten auf die Bouda na Plani im Februar 2011 sind bereits jetzt gut gebucht:
In der 1. Woche (Kurs 2) gibt es 5 Anmeldungen.
In der 2. Woche (Kurs 3) gibt es 29 Anmeldungen.

04 November 2010

Andy Irons tot

Der hawaiianische Surfer Andy Irons ist tot. Er starb am 2. November in einem Hotelzimmer in Dallas, wo er offenbar auf dem Weg nach Hawaii einen krankheitsbedingten Zwischenstopp machen musste.
Die genauen Umstände seines Todes erscheinen rätselhaft. Warum er trotz einer angeblichen schweren Dengue-Fierber Erkrankung nicht in einem Krankenhaus sondern im Hotel untergebracht wurde ebenfalls. Angehörige erhoben Vorwürfe gegen die Fluggsesellschaft, mit der Irons unterwegs war.
Der 32-Jährige wurde zwischen 2002 und 2004 dreimal Weltmeister. 2009 pausierte er, nachdem er sich "ausgebrannt" fühlt, wie er mehrfach zitiert wird. 2010 war er wieder mit neuer Stärke bei den Wettkämpfen dabei.
Andy Irons ist der ältere Bruder von Bruce Irons, der ebenfalls erfolgreich surfte.

31 Oktober 2010

Erstsemesteraktion auch für Ski- und Snowboardreisen

Der TU-Sport hat eine Erstsemesteraktion gestartet: TU-Erstsemester bekommen bei einer Anmeldung bis zum 17.12.2010 einen Rabatt von 10 Euro. Das gilt auch für die Ski- und Snowboardreisen.

29 Oktober 2010

Bisherige Anmeldungen für den TU-Familienkurs

Bisher sind 50 feste und drei optionale Anmeldungen eingegangen. Damit ist der Kurs nahezu voll. "w" steht für Mädchen, "m" für Junge, dahinter das Alter, sofern bekannt:

1 Erw + w14
1 Erw + m
1 Erw + m
1 Erw + w7
1 Erw + w7
1 Erw + w15
1 Erw + m15
1 Erw + w8
1 Erw + m
1 Erw + w9
2 Erw + w
2 Erw + m13
2 Erw + w8
1 oder 2 Erw + m8
2 Erw + 1 oder 2 m14
2 Erw + w7 + w13
2 Erw + m9 + w15
1 Erw + m6 + 2 Erw (18, 19 J.)
1 oder 2 Erw + w11
1 m18

24 Oktober 2010

Durch Sibirien

Selbst reisen ist schön. Aber gerade in der trüben Jahreszeit ist es auch interessant, die großen Reisen berühmter Entdecker bequem vom Sofa aus zu verfolgen: Die Expeditionen von Vespucci, Magellan, Cook - oder Putin beispielsweise.
Der russische Ministerpräsident hat sich jüngst auf den Weg ins ferne Sibirien gemacht. Er testet eine neue Autobahn und einen quietschgelben Kleinwagen aus russischer Produktion, für den er kräftig Werbung macht. Doch anders als die tägliche Hofberichterstattung im russischen Staatsfernsehen glauben machen will, ist er nicht allein unterwegs. Russische Blogger, die den Ministerpräsidenten am Wegesrand erwarteten, staunten nicht schlecht angesichts einer riesigen Kolonne; Und konnten sich vor Lachen kaum halten, als sie im Pulk nicht nur ein zweites baugleiches gelbes Auto, sondern auch noch einen Abschleppwagen mit einem dritten Ersatzfahrzeug entdeckten...
Eigentlich sagt das schon viel aus über das Vertrauen des Präsidenten in die russische Autoindustrie. Das sehen wohl die Offiziellen auch so - und deshalb wurde die "Einbetten"-Funktion des entsprechenden Youtube-Videos gesperrt. Aber folgendes Video fasst es eigentlich auch ganz schön zusammen - und rettet gleichzeitig die verlorenen geglaubte Gattung des "Ostbblock"-Witzes originell in das Youtube-Zeitalter:

22 Oktober 2010

Wo kann man in Berlin Ski und Snowboards ausleihen?

Mir fallen dazu folgende Läden ein:
"Der Berg ruft", Schlesische Str. 26, Kreuzberg

"Ski Sport Stadl", Lützowstr. 102, Schöneberg

"Ski Shop Charlottenburg", von dem ich noch die (alte?) Adresse habe: Otto-Suhr-Allee 115

Dann gibt es noch den Skikeller der HU, der aber offiziell nur für Teilnehmer/innen von HU-Reisen verleiht. Die Leihgebühren sind unschlagbar günstig, aber das Material dann eben auch entsprechend weniger aktuell.

Weiß jemand weitere Läden oder hat Kommentare zu obigen?

18 Oktober 2010

Wiedersehen mit einer alten Bekannten

Beim Segeln in Kroatien hatten wir mehrfach Begegnungen mit den Fähren der Reederei Jadrolinija. Sie ist so etwas wie die Marktführerin in Kroatien.
Die wohl berühmteste - und bei Touristen beliebteste - Verbindung von Jadrolinija ist die Küstenlinie, die in der Saison zwischen Rijeka und Dubrovnik verkehrt. Sie wird von der "Marko Polo" bedient, die im Oktober 2009 ihren Bekanntheitsgrad durch einen spektakulären Unfall noch steigern konnte. Damals war sie bei bester Sicht frontal gegen eine Insel gefahren, wobei glücklicherweise weder auf der Insel (ein Haus wäre fast getroffen worden) noch an Bord jemand ernsthaft verletzt wurde.
Das betagte Schiff konnte gerettet werden und versah 2010 wieder zuverlässig seinen Dienst. Mir ist es deshalb in bester Erinnerung, weil ich als Kind Ende der Siebziger Jahre mit der damals recht neuen "Peter Wessel" mehrfach nach Norwegen gefahren bin. Ich habe sogar noch einen alten Prospekt gefunden...
Die "Peter Wessel" wurde später verkauft und landete auf Umwegen in der Adria, wo sie nun als "Marko Polo" unterwegs ist.

Links zu diesem schönen alten Fährschiff:
http://www.simplonpc.co.uk/PeterWessel-1973.html
http://www.ferry-site.dk/ferry.php?id=7230599&lang=en
http://www.flickr.com/photos/jockew/3920532584/
http://www.croatiatraveller.com/ferries/OnboardJadrolinija.html

Der Unfall 2009:
http://www.ezadar.hr/clanak/nasukani-trajekt-marko-polo#

http://gcaptain.com/maritime/blog/incident-photo-week-marco-polo?11305
http://www.cargolaw.com/2009nightmare_marco-polo.html#Nov20
http://www.jutarnji.hr/za-nasukavanje-kriva-posada---zbog-marka-pola-minirat-ce-otok/318810/

http://croatiatraveller.com/blog/the-end-of-marko-polo-not-yet/2009/11/18/


Video: http://www.find-croatia.com/blog/video-ferry-marko-polo-stranded-on-the-island/

28 September 2010

Familien-Skireise der TU in den Winterferien 2011

Voraussichtliche Entgelte für die Ski- und Snowboardreise des TU-Sports nach Meransen (Südtirol) in den Winterferien 2011:

Kinder zwischen 3 und 7 Jahren im Zimmer mit zwei Erwachsenen: € 360 (Vorjahr: 335 €)
Kinder zwischen 3 und 7 Jahren im Doppelzimmer mit nur einem Vollzahler: € 515
Kinder zwischen 8 und 15 Jahren im Zimmer mit 2 Erwachsenen: € 565 (Vorjahr: 485)
Jugendliche ab 16 Jahren und Studierende: € 670
Beschäftigte und Alumni der Technischen Universität: € 700 (Vorjahr: € 640)
Externe: € 730 (Vorjahr: € 680)

Die Preiserhöhung geht auf gestiegene Hotelkosten zurück. Kinderermäßigungen werden in voller Höhe nur gewährt, wenn zwei Erwachsene im gleichen Zimmer den vollen Preis bezahlen. Für Kinder ab acht Jahren gibt es leider keine Ermäßigung im Doppelzimmer mehr.

26 September 2010

Zürich


Gestern waren Birgit und ich zu einer Hochzeit in Zürich eingeladen. Es hat den ganzen Tag geregnet. Doch heute gab es vor der Abreise noch kurz die Möglichkeit, die Stadt anzuschauen.

17 September 2010

Schneesportkurse der TU Berlin im Wintersemester 2010/11

Skireisen, Snowboardreisen der Technischen Universität Berlin im Wintersemester:

Schneesport 1 - Familienfahrt (28.01.-05.02.2011)
Diese Fahrt in den Ferien wird speziell für Eltern mit Kindern und Jugendlichen angeboten. Das Hotel in Meransen (Südtirol) liegt in unmittelbarer Nähe zum Lift und bietet Doppel- und Mehrbettzimmer sowie Schwimmbad und Sauna.

Schneesport 2/3 - Langlauf/Skating (12.-26.02.2011)
Zurück zu den Ursprüngen des Schneesports: Das Riesengebirge ist ein erstklassiges Langlauf- und Tourengebiet. Die überwältigende Natur und die günstigen Preise begeistern selbst Wintermuffel. Die Bergbaude "Na Plani" oberhalb des Skiorts Spindleruv Mlyn ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagestouren sowohl für Einsteiger/innen wie für Fortgeschrittene.
Beide Wochen sind einzeln buchbar.

Schneesport 4 - Ski & Snowboard (04.03.-12.03.2011)

Sonnige Pisten, kaum Wartezeiten und ein optimales Gruppenhaus: vom Übungshügel bis zur Gletscherhochtour bietet das Pitztal sportlich alles - und das zum günstigen Studipreis.
Sollte es uns im Haus (Tischtennis, Kicker, Darts, Platz für Lagerfeuer vorhanden) doch einmal langweilig werden, erschließt ein kostenloser Busverkehr die Aprés-Ski-Highlights des Tales.
Für komfortverachtende Cracks gibt es die S(pezial)-Variante ab 295 Euro (Mehrbettzimmer)

Schneesport 5 - Ski & Snowboard (11.03.-19.03.2011)
Das Südtiroler Ahrntal (Skigebiete bis über 2500 m) bietet einen sehr günstigen Skipass. Dennoch sind Übungshügel, Carvingpisten, und ein Funpark vorhanden.
Das Hotel hat Doppel- oder Mehrbettzimmer mit Dusche/WC und TV. Eine kleine Sauna befindet sich im Haus. Bei ausreichend Schnee gibt es eine Abfahrtsvariante bis zum Hotel.
Es geht hier etwas ruhiger zu als in Österreich - Aprés-Ski ist aber auch möglich.

Schneesport 6 - Ski & Snowboard (18.03.-26.03.2010)
Nach der gelungenen Premiere 2010 gibt es auch 2011 wieder eine Reise nach Maria Alm: Das Hotel hat eine Sauna und liegt in Liftnähe. Das schneesichere Skigebiet Amadé bietet allen Zielgruppen etwas. Und es gibt in diesem Kurs - wie in Jerzens - die beliebte Spezialvariante für Cracks.

11 September 2010

Rückflug mit dem Bärbus


Germanwings schickt uns heute ein besonderes Flugzeug, das uns nach Berlin zurückholt: den Bärbus - einen Airbus, der aussieht wie Berlins Wappentier. Eine nette Geste, die uns für die strengen Kontrollen an diesem 11. September entschädigt.
Von Schneesport & Reisen

10 September 2010

Superjacht Anna


Als wir heute in Sukosan/Zadar anlegen, liegt eine fette Megajacht im Hafen: Die "Anna", Heimathafen Georgetown. Das Schiff hat einen Helikopter an Deck und mehrere Garagen für Luxuskarossen. Es ist nicht die einzige Superjacht in Zadar. Im Stadthafen finden wir weitere, teils ebenfalls mit Hubschrauberdeck. Allerdings finden sich im Internet zwar ausführliche Schiffsbeschreibungen, aber nirgends ein Hinweis auf die Eigentümer...

Stürmische Heimfahrt

Morgens regnet es. Die Nacht war unruhig, das Wetter ist schlecht. Vor uns liegt die Rückfahrt nach Zadar, um die 30 Seemeilen. Als wir aus der geschützten Bucht heraus sind, schlagen uns Wind und Wellen genau von vorn entgegen. Wir versuchen es mit Kreuzen, doch die schmalen Inseldurchfahrten sind so kaum zu schaffen. Vor einer Engstelle segeln wir mehrere Schläge, ohne nennenswert voran zu kommen. Plötzlich nähert sich eine andere Jacht unter Motor. Die Frau am Ruder scheint uns nicht zu bemerken. Immer näher kommt sie auf uns zu. Adrian ruft hinüber und bedeutet ihr mit den Armen, dass sie ausweichen soll. Endlich sieht sie die Gefahr und weicht in letzter Sekunde aus...
Auch wir werfen jetzt den Motor an. Zwischen den beiden Inseln lässt der Seegang etwas nach, so dass mal Zeit ist, auf die Toilette zu gehen. Trotzdem wirbelt in der Kabine alles hin und her und Jede/r ist froh, als er oder sie nach dem nötigen Klogang wieder oben ist. Nach der Durchfahrt wird es noch schlimmer: Der Wind erwischt uns jetzt ungeschützt und unsere Route zwingt uns nach Süden. Die Wellen treffen uns nun genau von der Seite. Mit gerefften Segeln kämpfen wir uns voran. Wohl alle kämpfen mit der Seekrankheit. Dennochwage ich mich irgendwann nloch einmal in die Kabine, um etwas Wasser und ein paar Kekse hoch zu holen. Wir haben den ganzen Tag nichts gegessen und getrunken. Daniela braucht mittlerweile nichts mehr. Sie hat sich auf eine Koje gelegt und die Augen geschlossen - das beste Mittel gegen Seekrankheit.
Je mehr wir uns Zadar nähern, um so schmaler wird die Passage und um so kleiner werden die Wellen. Unmittelbar vor der Stadt schläft dann sogar der Wind ein, so dass wir noch einmal den Motor starten müssen. Dann kommt endlich die Marina Sukosan, unser Heimathafen, in Sicht.

09 September 2010

Delfine

Heute gab es lange Zeit so wenig Wind, dass wir den Motor anwerfen mussten, um die geplanten 22 Seemeilen bis Veli Rat zu schaffen. Also machten wir es uns auf dem Boot gemütlich, kochten Kaffee und aßen Kekse.
Ich stand gerade am Ruder, als plötzlich genau in Fahrtrichtung eine seltsame Bewegung auf dem sonst spiegelglatten Wasser zu sehen war: Delfine! Es war eine ganze Schule. Sie tollten sich und sprangen immer wieder aus dem Wasser. Von unserem Boot ließen sie sich überhaupt nicht stören. Wir drosselten den Motor und näherten uns langsam. Erst als wir in unmittelbarer Nähe waren, tauchten sie ab und schwammen weg.

Bucht von Veli Rat

Die Zufahrt nach Veli Rat, unserem heutigen Ziel an der Südspitze Dogi Otoks, ist flach. Wir manövrieren zwischen den mit Tonnen gekennzeichneten Untiefen hindurch. Die 2007 eröffnete Marina von Veli Rat lassen wir am südlichen Ufer liegen. Am Ende der Bucht finden wir schließlich nahe dem Örtchen Verunic eine freie Boje. 140 Kuna kostet die Liegegebühr. Dafür nimmt der freundliche Kassierer auch unseren Müll mit. Überhaupt sind die in diesen Gewässern üblichen Bojen eine gute Einrichtung: Man kann sich in der Regel darauf verlassen, dass sie halten - zumal wenn man das Boot am unteren Ring befestigt. Beim Ankern ist der sichere Halt nicht immer garantiert, weil die Buchten zu tief oder zu felsig für den Anker sind.
Nach einem Bad in dem hier etwas trüben Wasser (ich merke das, als mir eine Taucherflosse vom Boot fällt. Ich springe sofort hinterher, erwische sie tauchend aber nur ganz knapp; wenige Meter unter Wasser war kaum noch ein grauer Schleier von dem Teil zu erkennen) gehen wir an Land. In Verunic finden wir zwei Restaurants vor: Das "DM" und das "Verona". Wir entscheiden uns für das Letztere, eine gute Wahl. Auf dem Weg dahin sehen wir große Insekten, Kolibris ähnlich, die mit einem langen Rüssel Nektar aus Blüten saugen.
Das "Verona" wird offenbar nur von Frauen geführt. Die Karte ist schon etwas leer gegessen, aber das Essen sehr gut.

08 September 2010

Regenbogen


Am Abend erleben wir nach einem heftigen Gewitter einen wunderschönen Regenbogen und Sonnenuntergang.





Die Schrottautos von Veli Iz


Mir fallen in Veli Iz besonders die vielen schrottreifen Autos auf, die hier grundsätzlich ohne Nummernschild unterwegs sind. Die Insel ist ein Dorado für Schraddel-Freaks und der Alptraum der Tuning- und Auto-Pflegeprodukte-Industrie... Es ist eine andere Welt!