Nebenbei erfuhren wir Neuigkeiten von unserem Wirt: Er hat über den Sommer eine neue Veranda an die Baude angebaut, in der es jetzt mittags ein "Winterbuffet" gibt. Geschlossen hat dagegen die erst vor zwei Jahren eröffnete Nova Klonovka-Baude. "Renovierung" wurde uns als Grund genannt. Dabei war das Gebäude doch erst frisch und sehr aufwendig renoviert worden... Schade.
Webcams in Zielorten des Uni-Schneesport Berlin e.V.
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14 Januar 2013
Langlaufwochenende auf der Bouda Na Pláni
Vor Beginn der TU-Sportreisen ins Riesengebirge fand ein Qualitätszirkel mit den Übungsleitern/innen auf der Bouda Na Pláni statt. Wir waren zu neunt und besprachen Lehrwege, Unterrichtsmethoden und Übungsreihen. Die Zeit reichte ausserdem für eine kleine Tour. Ziele waren die weitere Verbesserung unseres Unterrichts und die Gewinnung junger Übungsleiter/innen für Langlauf und Skating.
Nebenbei erfuhren wir Neuigkeiten von unserem Wirt: Er hat über den Sommer eine neue Veranda an die Baude angebaut, in der es jetzt mittags ein "Winterbuffet" gibt. Geschlossen hat dagegen die erst vor zwei Jahren eröffnete Nova Klonovka-Baude. "Renovierung" wurde uns als Grund genannt. Dabei war das Gebäude doch erst frisch und sehr aufwendig renoviert worden... Schade.
Nebenbei erfuhren wir Neuigkeiten von unserem Wirt: Er hat über den Sommer eine neue Veranda an die Baude angebaut, in der es jetzt mittags ein "Winterbuffet" gibt. Geschlossen hat dagegen die erst vor zwei Jahren eröffnete Nova Klonovka-Baude. "Renovierung" wurde uns als Grund genannt. Dabei war das Gebäude doch erst frisch und sehr aufwendig renoviert worden... Schade.
23 Februar 2012
Wärmeeinbruch

Über Nacht ist es warm geworden im Riesengebirge. Auf den noch kalten Boden fällt Regen und überzieht alles mit einer Eisschicht. Nur auf den Nadelbäumen sieht das schön aus. Ansonsten geht eigentlich nur Skating, denn der für die klassische Technik nötige Abdruck ist ohne die Verwendung von Klister heute nicht möglich.
Wir beginnen den Tag mit dem beliebten Biathlon ums Haus herum. Doch schon nach einer halben Stunde sind wir nass.
Zunächst versuchen wir, in höhere Lagen zu gehen. Vielleicht fällt dort der Regen als Schnee nieder. Dann treffe ich auf dem Weg zur Chalupa Na Roczesti einen Tschechen, der gerade von Spindleruv Mlyn heraufgekommen ist. Er berichtet, dass es einige Kilometer weiter unten besser ist. Dort ist der Schnee zwar weicher, aber nicht so vereist. Erst überlegen wir, umzukehren und es in tieferen Gefilden zu versuchen. Aber dann sind die Meisten doch so nass, dass sie in der Baude, an der sie ohnehin vorbei müssen, zu bleiben.
Morgen soll es keine Änderung geben. Eventuell wird es sogar noch wärmer. Für Sonnabend sind wieder tiefere Temperaturen und eine
geringere Niederschlagswahrscheinlichkeit vorausgesagt, so dass sich die Bedingungen in der nächsten Woche eventuell wieder verbessern.
Aktuelle Wetterlage in Spindleruv Mlyn
22 Februar 2012
Gleitmittel kaufen in Spindleruv Mlyn
Nach drei Skitagen sind die Vorräte unseres Wachskoffers merklich geschrumpft. Der lockere Neuschnee neigt dazu, sich in die Schuppen der Langlaufski zu setzen und zu stollen. Da in unserer 43-köpfigen Gruppe doch einige Leute mit solchen Skiern dabei sind, wurde der Flüssigwachs nun knapp.Also bin ich heute, am skikursfreien Tag, hinunter in den pulsierenden Ort Spindleruv Mlyn gefahren und habe mir den ganzen Wahnsinn dort angesehen.
Es gibt mindestens drei Skiläden. Nicht alle taugen etwas. Als erstes fragte ich im „Rossignol Nove Test Centrum“ nach. Die für ein Sportgeschäft nach Berliner Maßstäben außergewöhnlich aufgebrezelte junge Verkäuferin verstand erst „Bag“ als ich nach „Wax“ fragte und machte mich mit einem riesigen Snowboardsack bekannt. Als ich erklärte, dass ich ein Mittel suche, das die Gleitfähigkeit – von Langlaufski – erhöht schaute sie mich an, als ob ich nach einer unanständigen Sexualpraktik gefragt hätte.
Diese Art von Blick habe ich bisher vor allem in osteuropäischen Ländern erlebt. Aus ihm spricht eine Mischung aus Mißbilligung, Empörung und Verächtlichkeit. Meist steckt jedoch eine bodenlose Dummheit oder aber Unsicherheit dahinter.
Im zweiten Laden waren zwei ebenfalls stark geschminkte junge Damen nicht viel ahnungsvoller, bemühten sich jedoch redlich darum, mir ihre Produktpalette zu präsentieren. Diese bestand zum großen Teil aus kleinen Döschen hochgezüchteter High-Tec- und Nano-Mittelchen, sündhaft teuer und nur in homöopathischen Packungsgrößen erhältlich.
Erst beim Sport-Rossi wurde ich endlich fündig. Hier gab es vernünftiges Zeug zu vernünftigen Preisen.
Was sich sonst noch geändert hat in Spindl? Ich hätte mich mit einem verkleideten Rübezahl auf der weißen Brücke fotografieren lassen können – gegen Entgelt, versteht sich. Die Touristeninformation ist in einen kleineren Laden umgezogen. Die Schlangen an den Liften sind immer noch unzumutbar lang. Naja, letzteres ist streng genommen keine Veränderung, sondern war schon immer so...
Wärmeeinbruch
21 Februar 2012
Die Touren des Tages

Meine Tour des Tages:
Aufbruch 10:10 Uhr nach Erwärmung; eigentlich möchte ich mit der Gruppe, bestehend aus acht Leuten, durchlaufen bis zur Vyrovka. Doch wir vertrödeln uns und erreichen die Chalupa Na Roczesti erst gegen 11:00 Uhr. Wie geplant laufen wir an der Hütte vorbei. Im Vorraum der Vyrovka ziehen wir uns um für die Überquerung des Wiesenberges, an dem ein eisiger Westwind pfeift: Dicke Handschuhe (Schlaufen Umstellen an den Stöcken nicht vergessen!), Skibrille, winddichte Jacke.
Die Wiesenbaude erreichen wir gegen 12:15 Uhr. Einige wollen nicht weiter, denn trotz günstiger Wettervorhersage pfeift der Wind auf der Hochebene. Die Schneekoppe liegt allerdings frei da – kein Wölkchen verhüllt den Gipfel. Um 12:30 Uhr breche ich mit vier Leuten aus der Gruppe auf in Richtung Schlesische Baude. Der Schnee oben auf der Ebene ist eisig hart und windverblasen. Die Sicht ist schlecht; kein schönes Fahren. An der Schlesischen Baude, die am Fuße der Gipfelpyramide liegt, ist der Wind noch einmal stärker und bläst uns fast um. Beim Ausziehen müssen wir die Ski festhalten, damit sie uns nicht wegwehen.
Wir erreichen die Baude um 13:00 Uhr. Drinnen ist es ziemlich kalt. Wasser tropft an mehreren Stellen durch die Deckenvertäfelung. An einer Stelle hat man einen Eimer darunter gestellt. An anderen entstehen Lachen auf dem Dielenboden. Nur wenige Menschen sind auf dem Weg zum Gipfel unterwegs. Auch wir beschließen umzukehren. Es ist relativ spät für den Gipfel und der Wind ist zu stark. Der Reiz der Schneekoppe besteht darin, dass sie oft so unerreichbar ist...Der Rückweg zur Wiesenbaude dauert trotz kräftigen Gegenwinds kaum länger als der Hinweg. Wir essen etwas in der Wiesenbaude und erreichen die Bouda Na Plani dann wieder um 16:45 Uhr.
Weitere Touren:
Ursel und Horst laufen mit etwa acht Leuten die „Große Runde“: 8 Km Abfahrt von der Bouda Na Plani herunter nach Spindleruv Mlyn, durchqueren den Ort in Richtung Medvedin-Lift. Die 45-minütige Wartezeit wird ihnen etwas verkürzt durch eine Schlägerei, die andere Wartende anzetteln. Oben angekommen, laufen sie über die Vrbatova, Elbquelle, Martinova, Ruine der Petrova, Spindlerova, Wiesenbaude, Chalupa Na Roczesti zurück zur Bouda Na Plani. Insgesamt 40 Kilometer.
Toto geht mit 2-6 Leuten (die Zusammensetzung schwankt im Laufe der Tour) über die Wiesenbaude in Richtung Spindlerova. Allerdings fahren sie nicht zu dieser Baude hinab, sondern laufen oben auf der anderen Seite des Kammes zurück zur Wiesenbaude.
Ludwigs Ziel lautet ebenfalls Wiesenbaude. Auch er startet mit sechs Leuten. Vier bleiben jedoch in der Cahlupa Na Roczesti. Mit den anderen beiden erreicht er die Wiesenbaude zur Mittagszeit.
20 Februar 2012
Die Touren des Tages

1. Rosenmontagsumzug mit Ursel und Horst
Alle treten an in Verkleidung und starten um 10:00 Uhr mit einer lustigen Völkerball-Runde – so lange, bis der Ball den Hang herunter kullert und immer schneller werdend im Wald verschwindet. Anschließend: Abfahrt in Richtung Strazne, dann auf westlichem Weg zurück Richtung Spindleruv Mlyn. Vor dem Mittagessen im Berghotel Hromovka ist ein nicht gespurter Berghang zu erklimmen. Danach wieder Aufstieg zur Bouda Na Plani. Ca. 18 Km, 25 Teilnehmer/innen.
2. Rosenmontagsumzug in der Variante Ludwig
Anfang wie oben – nur dass die Gruppe dann eine kürzere und weniger anstrengende Variante zur Hromovka wählt. Dort gibt es Essen. Wer möchte, fährt mit dem Lift wieder hinauf. Die anderen laufen den etwa sieben Kilometer langen Anstieg mit Skiern wieder hinauf.
3. Leichte Übungen mit Toto
Diejenigen, die nach dem gestrigen Tag Schwierigkeiten mit dem Material oder der Kondition hatten, konnten heute auf der Hausloipe gemütlich mit Toto üben. Kilometer: 5-7; Teilnehmer: 2.
4. Panoramatour mit Martin


Bei traumhaften Bedingungen, stabil bei etwa -4 bis -7 Grad durch frischen Pulverschnee und geringem Wind, leichter Bewölkung, die im Laufe des Vormittages Sonnenschein wich, laufen wir zur Chalupa Na Roczesti, Teepause, dann weiter auf den Fuchsberg mit Blick zur Schneekoppe. Steubende Abfahrt zur Lesni-Baude hinunter. Dort Mittagessen im gemütlichen und original restaurierten Speisesaal. Zurück über die „Panoramaloipe“ genannte Lyzarska Magistrala mit Blick auf den Cerny Hora, Vrchlaby und tief ins Land hinein – sogar der Jested bei Liberec ist zu sehen.
Unterhalb der Kuprovka Bouda weichen wir von der Magistrale nördlich ab und schlagen uns hangaufwärts wild durchs Gelände, bis wir – vorbei an einigen Bauden – die Magistrale nach Strazne erreichen; queren diese in Richtung Friesovy Bouda (wo unterhalb in diesem Jahr ein großer Kran steht) und laufen durch toten Wald zur Nova Klinovka. Dort Kaffeepause und anschließend zurück. Ca. 20 KM, vier Teilnehmer/innen.
19 Februar 2012
Die Touren des Tages

1. Zielgruppe: Anfänger/innen – mit Ludwig
Üben auf der Hausloipe an der Bouda Na Planí. Dann kleine Tour (4 km) zur Nova Klinovka Baude. Mittagessen und zurück; 6 Teilnehmer/innen.
2. Kleine Tour zum Eingewöhnen – mit Martin
Übungen zur Optimierung des Diagonalschritts: Gleichgewicht, Gleitphase, Abdruck – auf der Hausloipe; Mittagessen auf der Nova Klinovka, weiter zur Virovka über die Chalupa Na Roczestzi. Kaffeepause und zurück (insgesamt ca. 15 Km); 11 Teilnehmer/innen.
3. Tour zur Wiesenbaude – mit Toto
Mittlere Tour über die Virovka und den Wiesenberg zur Wiesenbaude. Technische Schwierigkeit: Überquerung des windausgesetzten Wiesenbergs und anschließende Abfahrt; ca. 18 Km, 6 Teilnehmer/innen
4. ausgedehnte Tiefschneetour zur Kolinska – mit Ursel und Horst
Über Chalupa Na Rozcesti und den tief verschneiten Fuchsberg läuft die Gruppe in Richtung Cerna Hora; Lange Abfahrt vom Fuchsberg durch tiefen Schnee; Mittagessen in der Kolinska Baude. Zurück über Panoramaloipe und Magistrale zur Bouda Na Plani (14 Teilnehmer/innen).
Wetterbedingungen: Schneefall; Temperaturen leicht unter Null Grad; mittlerer Wind – an ausgesetzten Stellen unangenehm; nachmittags klart es auf und wird bei zunehmendem Wind etwas kälter.
27 September 2011
Petrova Bouda abgebrannt
Gestern schickte mir Gregor einen Link zu einem Artikel, der überschrieben war mit: "Brand der Peterbaude"
Die Petrova Bouda im Riesengebirge ist in der Nacht zum 1. August 2011 bis auf die Grundmauern abgebrannt. Ursache war vermutlich Brandstiftung. Schon in den letzten Jahren bot sie ein trauriges Bild. Sie war geschlossen, stand zum Teil offen zugänglich, das Innere war bereits stark heruntergekommen. Nun ist sie also endgültig Vergangenheit. Das Bild stammt aus glücklicheren Tagen. Im Jahr 2005 waren wir das letzte Mal dort zu Gast. Dabei ist die Aufnahme entstanden.
Wer sich ein allerletztes Mal in der Petrova umsehen will, kann dies noch im Internet tun:
http://www.spindleruv-mlyn.com/de/petrova-bouda-spindleruv-mlyn-124.html?p=de/restaurant/
http://www.petrovabouda.cz/
25 Februar 2011
Von der Spindlerova über die Wiesenbaude zur Bouda Na Plani - oder: Stößel im Hintern

Letzter Tag, letzte Tour: Sie führt uns in das Herz des Riesengebirgs-Nationalparks: Mit dem stündlich verkehrenden Bus fahren wir um 10:30 Uhr zur Spindlerova hinauf und beginnen dort den weiteren Aufstieg mit Skiern. Auf der polnischen Seite wandern wir in Richtung Wiesenbaude, die wir kurz nach 13:00 Uhr erreichen.
Unterwegs machen wir Rast an einem der imposanten Felsen, die an den nördlichen Hängen des Riesengebirges zu finden sind. Der weite Blick geht hinunter in die Ebene. Karpacz, Jelenia Góra und viele der hübschen kleinen polnischen Ortschaften im Riesengebirgs-Vorland sind im Dunst zu sehen.
Spaß im Massagesessel...Dann geht es über die Ebene und bald kommt die Baude in Sicht. Nach dem Essen nutzen Felix und Martin die Vorzüge der auf der Wiesenbaude aufgestellten Massagesessel: Für 20 Kronen kann man sich dort 10 Minuten mechanisch massieren lassen. Als etwas befremdlich empfanden die beiden jedoch den "Stößel", der im Laufe der Massage aus der Sitzfläche rhythmisch nach oben drängte, und zwar ziemlich straight in Richtung Poritze...
Nach diesem Erlebnis gab es wieder richtigen Sport - nämlich einen Spurt hinauf auf den Wiesenberg. Die anschhließende rasante Abfahrt zur Vyrowka ließ alle überflüssigen Gedanken schnell vergessen und spätestens beim Schnaps in der zum wiederholten Male heimgesuchten Nova Klinovka (der Wirt erkannte uns mittlerweile von Weitem und dirigierte uns erfreut in Richtung seiner Hütte) war die Welt wieder, wie sie sein sollte.
Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichten wir schließlich wieder die Bouda Na Plani, Ausgangspunkt unserer Tour.
23 Februar 2011
Tour zur Schneekoppe

Gestern habe ich nach dem Biathlon noch mit Thomas und Gundula eine Tour zur Schneekoppe gemacht.
Wir kamen erst gegen 11:30 Uhr los. Doch dafür liefen wir fast ohne Pause durch zur Wiesenbaude. Es ist immer wieder ein großer Eindruck, wenn nach dem anstrengenden Anstieg auf den Wiesenberg die kleine Kapelle erreicht ist und sich der Blick auf die riesige Hochebene öffnet: Eine einzige weiße, frostige Wildnis mit diesem riesigen Bau der Wiesenbaude in der Mitte.
Wir sausten dann den Hang hinunter zur Baude. Dort sahen wir in der Ferne, dass, der jeweils zur vollen Stunde verkehrende klapprige Lift von Pec auf die Schneekoppe gerade lief. Dieser ist eine Konstruktion von 1949, und damit der älteste Sessellift, den ich kenne. Da er noch fuhr, wird es nicht später als zwanzig nach eins gewesen sein, als wir die Wiesenbaude erreichten. Aus der Ferne war natürlich nicht zu sehen, wer in den Doppelsesseln saß. Aber Totos Gruppe, insgesamt vier Leute, mussten unter den gewiss nicht zahlreichen Passagieren gewesen sein. Sie waren früh morgens nach Pec aufgebrochen, um von dort mit dem Lift auf den Gipfel zu fahren und anschließend über die Wiesenbaude zurück zu laufen.
In der Wiesenbaude aßen wir in dem großen altmodischen Speisesaal zu Mittag, der früher wegen der Tanzfeste berühmt war, die dort stattfanden. Obwohl das Haus so abgelegen ist, herrscht dort bei gutem Wetter eigentlich immer Betrieb. Neben Langläufern sehe ich dort immer wieder auch Leute mit alpinen Skiern oder Snowboards. Anfangs fragte ich mich, was sie dort wollen - wo es doch weit und breit keine Pisten gibt. Die Lösung des Rätsels: Es sind Snowkiter, die mit ihren bunten Drachen über die karge Ebene fegen. Auch heute waren sie wieder da
Das Essen fiel so reichhaltig aus, dass wir erst gegen 14:30 Uhr wieder aufbruchfertig waren. Kurz zuvor waren auch Totos Leute in der Wiesenbaude angekommen und berichteten, dass der Abstieg gar nicht so anstrengend gewesen sei, wie befürchtet. Normalerweise verwandelt sich der sturmumtoste Weg bei wenig Schnee zu einer gefährlichen Eisbahn. Für den Gipfel der Schneekoppe war es nun aber zu spät. Doch für einen Besuch der Polnischen Baude am Fuße der Gipfelpyramde reichte es.
Eine halbe Stunde später waren wir da. Der Blick nach Polen hinunter war durch dichte Wolken im Tiefland versperrt. So kehrten wir wieder auf gleichem Weg um und erreichten die Bouda Na Plani um 17:00 Uhr.
22 Februar 2011
Telemarken
Biathlon
Heute gab es vor der Baude einen Biathlon: Es gab vier Mannschaften mit je acht Sportlern/innen. Diese hatten die Aufgabe, Runden ums Haus zu laufen und kleine bunte Plastebecher mit Mini-Wasserbomben zu treffen. Natürlich gab es auch Strafrunden und eine würdige Siegerehrung. Alles ganz wie bei den Großen...
21 Februar 2011
1366 Km mit Langlaufskiern an einem Tag

Kaltes, sonniges Wetter in Spindleruv Mlyn. Heute gab es vier Touren:
1. Kleine Tour: Felix und Martin laufen mit sieben Leuten von der Bouda Na Plani über die Nova Klinovka zur Chalupa Na Roczesti (ca 10 Km; Start 10:15 Uhr, Rückkehr 17:00 Uhr)
2. Mittlere Tour: Ich laufe mit sechs Teilnehmern/innen ebenfalls zur Chalupa, dann aber weiter über den Fuchsberg; Mittagspause gegen 12:30 Uhr in der Lysarska Baude; dann weiter hinunter bis zur Lesni Bouda und über die Magistrale (Panorama-Loipe) zurück in Richtung Strazne. Am Abzweig nach Strazne aber bergauf und über die Frisovy und die Nova Klinovka, wo wir Kaffee trinken, zurück zur Bouda Na Plani (ca. 27 Km; Start: 10:00 Uhr, Rückkehr 18:00 Uhr).
3. Mittlere Tour: Toto fährt mit neun Leuten herunter nach Spindleruv Mlyn, nimmt dort um 10:30 Uhr den Bus zur Spindlerova (Ankunft 11:00 Uhr) und läuft zur Wiesenbaude (Mittagspause); von dort weiter über den Wiesenberg, Vyrovka und Chalupa na Roczesti zurück zur Bouda na Plani (ca. 28 Km; Start 9:15 Uhr, Rückkehr 17:00 Uhr).
4. Große Tour: Urusla und Horst fahren mit 21 Leuten herunter nach Spindl, nehmen den Medvedin-Lift und laufen von der Bergstation über die Vrbatova, Müsli-Baude, Elbquelle, Elbbaude, Martinova, Petrova, Spindlerova, Wiesenbaude, Vyrovka zurück zur Baude (42 Km, Start um 9:00 Uhr, Rückkehr gegen 18:30 Uhr)
Zusammen laufen wir also an diesem Tag insgesamt 1366 Kilometer auf Langlauf-Skiern. :-)
20 Februar 2011
Temperatursturz


Heute morgen ist strahlendes Wetter; kaum Wind, Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und wolkenloser Himmel. Wir laufen von der Bouda Na Plani zunächst in Richtung Chalupa na Rozcesti. Auf halbem Weg hat in dieser Saison eine neue Baude aufgemacht: die Nova Klinovka; genau genommen gab es das Haus schon früher. Doch nun ist es frisch renoviert, liebevoll eingerichtet und bietet eine gute Küche.Doch unser eigentliches Ziel heute ist die Wechselstube unten in Spindleruv Mlyn. Gestern konnten wir wegen der späten Ankunft kein Geld mehr wechseln. Auf dem Weg nach unten wird es plötzlich immer kälter. Im Laufe dieses sonnigen Tages sinkt die Temperatur auf unter -10 Grad. Zum Glück haben wir genügend warme Sachen in unseren Rucksäcken. Aber diese ungewöhnliche Wetterentwicklung zeigt uns wieder einmal, wie unberechenbar das Riesengebirge ist.
16 Februar 2011
Zur Wiesenbaude gerutscht





Hallo Martin,anbei ein paar Impressionen vom heutigen kursfreien Tag. Nach dem Mittag bin noch mal zur Wiesenbaude gerutscht und habe dabei noch ein paar Fotos für dein Blog geschossen.
In den nächsten Tage soll es wieder Neuschnee geben.
Gestern war Bergfest, sehr gelungen, von Punkt acht bis Punkt zwölf hat die Baude gewackelt, dann folgte ein sehr gesittetes Wiedereinräumen der Bestuhlung.
Peter hat grad noch gefragt ob Du bitte im Bus die Essenswünsche für Samstag abend durchzählen kannst: Es gibt Gulasch mit Knödeln oder als vegetarische Variante Gemüseomelett mit Kartoffeln.
Ansonsten alles gut hier,
solong toto
29 Dezember 2010
Ortsloipe von Seiffen
28 Dezember 2010
Osterzgebirgsloipe
Ausgangspunkt unserer heutigen Tour ist wiederum Sayda. Bereits vorgestern waren wir von diesem hübschen Ort aus in Richtung Neuhausen gestartet, das südlich liegt. Heute laufen wir entlang der Osterzgebirgsloipe in nordöstlicher Richtung.
Bevor es losgeht, muß jedoch der Hof vom Schnee geräumt werden. Es hatte über Nacht wiederum geschneit und ohne Schneeketten kommen Hecktriebler heute kaum die Grundstücksauffahrt hinauf. Für den Renault wäre dies zwar kein Problem. Doch da das Schneeräumen jedes Mal ein Happening ist (und Birgit außerdem noch an einem Text zu arbeiten hat), bleiben wir, bis der Schneepflug kommt. Alle Mieter der beiden Wohnhäuser sind aufgeregt, denn heute soll wieder der alte Schneepflug-Fahrer kommen. Die Aushilfe, die den Job in der vergangenen Tagen gemacht hat, konnte die Anwohnerinnen und Anwohner nicht begeistern: „Därr is zworr schnell – oberr den Schnee räumda ne rischtsch bis on den Rond von den Hof“, meckerte unsere Wirtin.
Der alte Fahrer soll die Scharte nun auswetzen. Und tatsächlich geht er voll auf in seinem Element. Er schiebt die Schneehaufen alle noch einen Meter weiter nach hinten, so daß deutlich mehr Bewegungsfläche entsteht. Ich stelle extra den Renault für ihn um, so daß er zusätzlich einen scharfen Bogen um die Hoflinde herum frei fräsen kann. Dann entdeckt er am hintersten Ende des Grundstücks noch einen hoffnungslos eingeschneiten Golf und beginnt, um die Stallungen herum eine Zufahrtsschneise zu bahnen. Die ältere Mieterin aus dem Erdgeschoß winkt unentwegt ab: „Den Golf brooch eh gehnorr mehr…“. Doch wer so ein echter Winterdienstler ist, der hat schließlich auch seine Ehre. Außerdem hört der Mann vermutlich die lamentierende Frau in seinem dröhnenden Gefährt nicht. Das Dröhnen hat bald ein Ende. Denn genau dort, wo unter dem Schnee der Plattenweg endet, versinkt der Traktor selbst im Schnee. Die Räder drehen durch und es gibt kein Vor und kein Zurück. Es hilft nur Schaufeln!
Mittlerweile ist sogar Publikum auf dem Hof eingetroffen: Ein Opa mit seinen zwei Enkeln will den Kleinen das Spektakel nicht vorenthalten und ist extra vom Nachbargrundstück aus herüber gekommen. Ich hatte hingegen angefangen, übungsweise einmal die neuen Schneeketten auf den Renault aufzuziehen, springe dem in Bedrängnis geratenen Traktoristen nun aber bei und helfe, sein Gefährt frei zu schaufeln. Nach zwei Anläufen kommt die Maschine frei. Der Mann hat mich mittlerweile wohl als neuen Anwohner akzeptiert und fragt, was er noch freilegen soll .Ich blicke kurz in die Runde: Die beiden Kinder würden wohl gern dem Traktor weiter zusehen, doch der älteren Mieterin sind der Lärm und die Aufregung mittlerweile ganz offensichtlich genug – und so verabschieden wir den Mann dankbar.
Als Birgit und ich wenig später nach Sayda aufbrechen, können wir so das beruhigende Gefühl haben, heute bereits etwas Sinnvolles getan zu haben. Die Bundesstraße ist leidlich geräumt, aber nicht schneefrei. In Sayda ist der Parkplatz am Skistadion allerdings wiederum hinreichend planiert worden – auch wenn ich mich nach dem erfolgreichen Schneeketten-Test von vorhin jetzt waghalsigere Manöver im Tiefschnee wage (ehrlich gesagt, ist es mit dem Auto wie beim Skifahren: Tiefschnee ist Königsdisziplin, weit besser als normale Piste und sogar besser noch als Buckelpiste).
Die Osterzgebirgsloipe führt entlang des Waldrandes. Der Blick geht über freie Felder und Täler, die von Alleen und Stromleitungen durchzogen werden. Nach zweieinhalb Kilometer erreichen wir das Gasthaus Kreuztanne, das bei Lichte besehen ein recht großes Hotel ist. Wir laufen noch etwas weiter in Richtung Clausnitz, kehren dann angesichts der anbrechenden Dämmerung auf gleichem Wege zurück.
Nervig sind heute die zahlreichen Schneemobile, die mit ihren Zweitaktmotoren unnötige Schadstoffe und Lärm produzieren. Außerdem fahren sie streckenweise auf der Loipe und zerstören diese. Unterwegs begegnen uns zwei solcher Gruppen aus acht und sieben Fahrzeugen. Auf dem Rückweg sehen wir ein liegen gebliebenes Gefährt auf dem Feld, das offenbar aufgegeben worden war. Nur zu gerne würde ich es einfach umkippen, doch am Ende läuft dann noch Gemisch aus, und damit wäre auch niemandem gedient…
27 Dezember 2010
Winterwald

Unsere heutige Tour führt uns von Seiffen aus auf einer großen 20 Kilometer-Runde bis nach Böhmen in das Loipengebiet von Kliny, an Mnisek und Deutscheinsiedel vorbei zurück nach Seiffen.
Der Schnee der vergangenen Tage hat den Wald in eine Märchenlandschaft verwandelt. Allerdings ist eine erhebliche Zahl von Bäumen unter den Schneelasten zusammengebrochen. Sie liegen auch quer über den Wegen, so daß Loipenmaschinen kein Durchkommen mehr haben und auch wir die Stämme teils mühsam umgehen müssen.
Unterwegs treffen wir eine Berliner Familie mit zwei Kindern. Die Kleinen sind ob des ständigen Umkletterns der niedergestürzten Bäume genervt. Muttern versucht, den Jungen, der es sich während unseres Gesprächs auf einen Baumstumpf gemütlich gemacht hatte, zu motivieren. Als dies nicht gelingt, meint der Vater: „Du mußt denen die Tour doch nich schönreden. Wenn se hier sitzen blei´m wolln, solln´ se doch“.
Der Wald in diesem Teil des Erzgebirges scheint insgesamt aber intakt. Anders als etwa im Riesengebirge klaffen hier, abgesehen von natürlichen Lichtungen um Hochmoorgebiete, keine großen Lücken. Auch gibt es Mischwald statt Fichten-Monokulturen, so daß die Tour landschaftlich sehr abwechslungsreich ist.







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