31 Dezember 2009

Im Land der Cherokee - Three Forks


Der Schneefall von gestern hat sich über Nacht in Regen verwandelt. Nebel liegt über den dicht bewaldeten Bergen. Als der Regen im Lauf des Vormittags aufhört, beschließen wir, zu den Three Forks hinabzusteigen, dem Punkt, wo sich die drei Flüsse Big Creek, Overflow Creek und Holcomb River zum Chattooga River vereinigen.
Letzterer erinnert mit seinem indianischen Namen an die Ureinwohner dieses Gebiets, die einst die Wälder durchstreiften und für die dieser Ort der Vereinigung dreier Flüsse vermutlich eine besondere Bedeutung hatte.
Der Pfad hinunter ist im oberen Teil, wo abseits noch einige Häuser im Wald stehen, für Autos befahrbar. Weiter unten wird er jedoch schmal und steil; Baumstämme versperren immer wieder den Weg.
Three Forks ist ein schöner Ort, im tiefen Tal gelegen und umgeben von Rhododendronbüschen. Niemand würde sich wundern, wenn hier plötzlich ein Indianer hinter den Büschen hervor treten würde. Nebel liegt über dem feuchten Wald. Gestern sind wir weiter oben noch im Schnee den Hang hinunter gerutscht, heute laufen wir nur im Fleecepulli. Die Luft ist mild, nur einige Schneereste verderben den Eindruck von Regenwald

30 Dezember 2009

Bei Stefanie und Matt


Nach einer Woche bei Birgits Schwester in Michigan wollen wir nun Stefanie und Matt besuchen, die eine Hütte in den Smoky Mountains haben. Stefanie ist eine ehemalige Kollegin von Birgit und bewährte Begleiterin auf manchen Touren. Sie hat Matt in diesem Jahr geheiratet und ist zu ihm in die USA gezogen.
Obgleich Stefanie uns eher milde Temperaturen und beispielsweise die Möglicheit zum Bouldern versprochen hat, geht der Regen von Atlanta auf der Fahrt in die Berge bald in Schnee über. Über kurvenreiche und enge Bergstraßen erreichen wir mit unserem fast brandneuen Mietwagen (weniger als 1000 Meilen auf dem Tacho) dennoch sicher die "Cabin".

Flug nach Atlanta

Am Metropolitan Airport in Detroit herrscht trotz der anhaltenden Zeitungsberichte ueber lange Wartezeiten nach dem versuchten Terroranschlag am Weihnachtstag ruhiger Normalbetrieb.
Unser Delta Air Lines Flug DL 105 ist jedoch ueberbucht, sagt der Computer beim Check-In. Macht nix, denken wir, denn er druckt uns trotzdem brav unsere Bordkarten aus.
Beim Einsteigen ins Flugzeug bekommen wir allerdings neue - getrennte - Sitzplaetze zugewiesen. Dann dauert es ungewoehnlich lange, bis alle Passagiere ihre Sitzplaetze im Flieger finden. Einige Plaetze wurden offenbar doppelt vergeben. Andere Sitze im Heck sind dafuer noch leer. Die Stewardessen tun ihr Bestes, verlieren aber dennoch bald den Ueberblick. "Free Seating", heisst es ploetzlich. Die Chancen, doch noch zwei nebeneinander liegende Plaetze zu bekommen, nutzen wir sofort.
Insgesamt geht das Spiel jedoch nicht auf: Am Ende werden Freiwillige gesucht, die wieder aussteigen und auf den naechsten Flug warten...
Ursache des "Fiaskos" wie die Purserin es ausdrueckt, ist ein Computerfehler: Die Bordkarten wurden angeblich fuer einen anderen Flugzeugtyp mit anderer Sitzkonfiguration ausgedruckt. Warum Plaetze doppelt vergeben wurden, bleibt dennoch unklar. In einer weiteren Durchsage wird das mit greifbarer Verzweiflung in der Stimme auch eingeraeumt: "I cannot explain it. It is just a disaster!" Eine solche Offenheit und drastische Wortwahl von Besatzungsmitgliedern habe ich an Bord von Verkehrsflugzeugen in Europa noch nicht erlebt. Chaotisch, aber sympathisch!
Nachdem einige Passagiere wieder ausgestiegen sond, starten wir mit 25 Minuten Verspaetung. Der Flug verlaeuft unspektakulaer. Das Land liegt unter einer dichten Wolkendecke, die nach Sueden hin immer hoeher hinauf reicht. Nach gut anderhalb Stunden und etwa 1000 zurueck gelegten Kilometern landen wir bei Regen in Atlanta

29 Dezember 2009

Sand Lakes

Von Lake Michigan

Es schneit heute immer noch, als wir unsere Bed & Breakfast-Unterkunft verlassen. Den kleinen Elch, der unsere Zahnbuersten die letzten beiden Tage im Badezimmer wacker gehalten hat, stoert das nicht.
Wir verlassen Traverse City auf der Route 72 in Richtung Osten. Einige Meilen hinter Williamsburg liegen landeinwaerts einige kleine Seen - Sand Lakes. Dort starten wir unsere letzte Tour. Es gibt einen kleinen Parkplatz und gut ausgeschilderte und markierte Trails. Heute treffen wir sogar einmal einige Menschen.
Fuer ihre zehn Jahre schlaegt sich Osa wacker auf den Langlauf-Skiern. Besonders begeistert ist sie, wenn es einmal bergab geht. Nach einer schoenen Tour durch den Mischwald und an Seen entlang, verlassen wir die Gegend um Lake Michigan endgueltig und fahren nach Ann Arbor zurueck, was etwa fuenf Stunden dauert.
Morgen geht unser Flieger nach Atlanta. In der New York Times ist nach dem versuchten Terroranschlag auf ein Flugzeug, das hier in Detroit landen wollte, von chaotischen Verhaeltnissen an den Flughaefen die Rede. Wir sind verunsichert: Drei Stunden vor Abflug solle man bei Inlandsfluegen einchecken. Vereinzelt habe es sogar Wartezeiten von ueber sieben Stunden gegeben. Ein Anruf bei Delta Airlines gibt jedoch Entwarnung: Wenn wir etwa eine Stunde vor Abflug erscheinen, sollte es keine Probleme geben. Offiziell ist die Empfehlung, 45 Minuten vorher da zu sein, nicht aufgehoben.
Wir werden es sehen!

28 Dezember 2009

Langlauf am Lake Michigan

Von Lake Michigan
Als wir heute morgen in unserer gemuetlichen Blockhuette aufwachen, schneit es und der Sturm pfeift ums Haus. Wir fahren ueber Strassen, die eher Schneepisten sind, westwaerts bis nach Empire, einem kleinen Staedtchen am Lake Michigan mit pitoresken Haeuschen. Und dort stehen wir unverhofft vor einem tosenden Meer. Hohe Wellen schlagen an den Strand, der Wind weht uns fast weg: Der Lake Michigan ist heute wild!
Im Hinterland ist es geschuetzter und wir machen zwei schoene Touren, teilweise mit Blick auf den See.

Hartwick Pines State Park


Auf dem Weg nach Traverse City haben wir gestern Station im Hartwick Pines State Park gemacht, einem angelegten Loipengarten mit kleinem Museum und sanitaeren Anlagen. Dort fanden wir wunderschoene Loipen. Kaum ein Mensch war unterwegs.
Dann ging es weiter ueber endlos lange geradlinige Strassen, vorbei an kleinen, schachbrettartig angelegten Staedtchen wie Grayling (mit grossem Luftwaffen-Airfield) und Kalkaska. Grosser Spass der einheimischen Bevoelkerung scheint das Fahren mit Schneescootern zu sein.
Dann kam erstmals der Michigan-See in Sicht. Kurz vor Traverse City verlaeuft die Strasse an seinem Ufer entlang.
Hier wohnen wir nun in einem sehr gemuetlichen Blockhaus, dem Wind in the Pines Bed and Breakfast. Ueber Nacht hat Schneefall eingesetzt.

27 Dezember 2009

Ann Arbor

Der Regen von gestern hat sich ueber Nacht in Schnee verwandelt, so dass die Chancen auf ein Skivergnuegen morgen in Treverse City steigen. Heute waren wir in Ann Arbor in der Kletterhalle Planet Rock und haben anschliessend einen Spaziergang ueber den Campus der Universitaet gemacht.

25 Dezember 2009

Deutsche Industriekletterer in den USA

Gestern hatten wir eine sehr schoene Bescherung mit reich geschmuecktem Weihnachtsbaum, Kerzenschein, Liedern und Geschenken - eigentlich ganz wie in Deutschland. Heute morgen entdeckten wir, dass auch Santa Claus ueber Nacht noch da gewesen war und Geschenke in aufgehaengten Stiefeln hinterlassen hatte - eigentlich ganz wie in den USA ueblich. Aus beiden Kulturen also das Beste...
Weihnachten regnet es hier in Ann Arbor. Schlecht fuer den Schnee, aber dafuer gibt es Zeit, in die Zeitung zu schauen. Im Wirtschaftsteil der "New York Times" finde ich einen Artikel ueber Industriekletterer.
Reparaturen an Rotoren sind hierzulande ein boomendes Geschaeftsfeld. In dem Artikel werden zwei Kletterer vorgestellt, die fuer die Firma Rope Partner aus Kalifornien arbeiten. Deren Chef Chris Bley, so heisst es, gruendete die Firma, nachdem er in den neunziger Jahren zwei Deutsche kennengelernt hatte, die einst den Berliner Reichstag verhuellt hatten. Sie brachten somit die Idee des Seilunterstuetzten Arbeitens in die USA.
Die Namen der beiden Deutschen werden nicht genannt, aber es kann sich eigentlich nur um Robert Jatkowski und Frank Seltenheim handeln - oder Robbi und Selle, wie sie in Berliner Kletterer-Kreisen heissen. Es sind die Gruender der Firma Seilpartner, die auch in Europa an Windkraftanlagen arbeitet.
Der Artikel ist ein interessaanter Zufall, denn ich selbst habe Frank Seltenheim Ende der neunziger kennen gelernt und an einem Seilpartner-Projekt, dem Bau des Stadiondachs im Hamburger Volkspark als Kletterer mit gearbeitet.
In Deutschland herrscht mitunter der Eindruck vor, dass viele Ideen aus den USA auf einer Art Einbahnstrasse zu uns kommen. Lustig, dass ich hier waehrend meines Aufenthalts gleich am ersten Tag ein Beispiel vorgefuehrt bekomme, in dem es anders herum gelaufen ist.

24 Dezember 2009

Also Michigan

In einem Reiseführer habe ich folgende Sätze gelesen: "Cross-country-skiing enthusiasts in northern Michigan have a terrific array of options. Blessed with plentiful snow, gorgeous woodlands and miles of quiet trails, the Lower Peninsula´s northern reaches are a true winter wonderland for skiers..."

Da wir Verwandte in Ann Arbor haben, die uns seit Jahren von der bezaubernden Landschaft vorschwärmen, haben wir uns jetzt eine Verbindung herausgesucht, die es uns erlaubt, heute noch rechtzeitig zur Bescherung in Detroit zu sein:
Flug AF 1435 Berlin-Paris ab 9:55 Uhr, an 11:40 Uhr
Flug AF 378 Paris-Detroit ab 13:50 Uhr, an 16:45 Uhr

Merry Christmas, everybody!

21 Dezember 2009

Telefonat mit Petr

Petr, der Wirt von der Bouda Na Plani rief mich heute an. Die gegenwärtige Kälte- und Niederschlagswelle hat auch Spindleruv Mlyn erreicht. 10 Zentimeter Neuschnee und gute Bedingungen im alpinen Skigebiet werden gemeldet.
Petr hatte für uns jedoch auch schlechte Nachrichten: Die Zahl der Plätze in der ersten Woche ist auf 30 beschränkt, weil noch eine andere tschechische Gruppe auf der Baude sein wird. In der zweiten Woche haben wir 40 Plätze.

20 Dezember 2009

Kältewelle

Bei der gegenwärtigen Kälte muss ich zwar ständig die Batterie vom Renault abklemmen, weil die Kiste sonst nicht anspringt. Aber ansonsten sind die Temperaturen unter Minus 10 Grad sehr Klasse. Auch für die Planung unserer Skireisen wirkt sie sich gut aus: Die Leute melden sich ziemlich analog zum Wetter an; ist es kalt, haben plötzlich alle Lust auf Skifahren oder Snowboarden.

Die Langlauffahrten und die Reise nach Jerzens sind nahezu ausgebucht. Das ist super, denn dann kann ich beruhigt selber erstmal in den Urlaub fahren. Und der geht natürlich auch in den Schnee: Heiligabend starten wir nach Ann Arbor und dann geht es etwas in Richtung Norden - zum Cross Country-Abenteuer. Bin gespannt!

Größere Kartenansicht
Cool: Mit dem blauen Hyundai geht´s bald weiter nach Traverse City am Lake Superior.

18 Dezember 2009

Buchungsstand TU-Skireisen

Hier der aktuelle Stand der Anmeldungen für die Skireisen der TU Berlin:
Kurs 1 Meransen (29.01.-06.02.2010): 60 Teilnehmer/innen - ausgebucht
Kurs 2 Spindl. Mlyn (13.-20.02.2010): 19 Teilnehmer/innen
Kurs 3 Spindl. Mlyn (20.-27.02.2010): 24 Teilnehmer/innen
Kurs 4 Jerzens (05.-13.03.10): 32 Teilnehmer/innen
Kurs 5 Ahrntal (12.-20.03.10): 11 Teilnehmer/innen
Kurs 6 Maria Alm (19.-27.03.10): 17 Teilnehmer/innen

14 Dezember 2009

Es lebe der Individualismus!

Aus Anlass des Klimagipfels und aus Solidarität mit den bedrohten Treibhausgasen sind wir heute wieder einmal geflogen.
Mit an Bord war ein Vertreter jener Generation, um die es bei der Klimadebatte unter anderem angeblich geht (Was - um es voraus zu schicken - die Sache nicht einfacher macht): Ein etwa anderthalbjähriger Dreikäsehoch, der seiner antiautoritär gestimmten Mama mal so richtig zeigte, wie ein zünftiges Abenteuer aussieht. Schon im Flughafengebäude war er uns aufgefallen, als er sich lustvoll auf dem Boden wälzte, weil er eine alarmgesicherte Tür partout nicht aufmachen durfte. Anschnallen? Nein, beim Starten und landen ist es doch viel spannender, wenn man auf dem Sitz herumklettert. Wahrscheinlich wurde ihm nicht freundlich genug zugeredet, endlich den Gurt zu schließen.
Nicht an Bord war hingegen Frau Weinmann. Sie hatte sich zwar auf den Flug mit Germanwings von Stuttgart nach Hamburg eingecheckt, war dann aber nicht am Gate erschienen. Deshalb musste ihr bereits verladenes Gepäck wieder aus dem Flieger geholt werden. Genau genommen mussten zwei Passagiere, die auf diesen Flug gebucht und bereits eingecheckt waren, ausgerufen werden. Neben Frau Petra Weinmann fehlte auch Frau Hagemannn beim letzten Aufruf. Nach zweimaliger namentlicher Aufforderung erschien letztere dann jedoch. Der große Bus für das gemeine Volk war da schon abgefahren. So holte sie also ein schicker neuer VW-Bus exclusiv am Gate ab und brachte sie zur Maschine. Extrawurst trotz Billig-Ticket. Es lebe der Individualismus!

12 Dezember 2009

Buchungsstand TU-Skireisen

Hier der aktuelle Stand der Anmeldungen für die Skireisen der TU Berlin:
Kurs 1 Meransen (29.01.-06.02.2010): 60 Teilnehmer/innen, 6 Teamer/innen - ausgebucht
Kurs 2 Spindl. Mlyn (13.-20.02.2010): 16 Teilnehmer/innen
Kurs 3 Spindl. Mlyn (20.-27.02.2010): 18 Teilnehmer/innen
Kurs 4 Jerzens (05.-13.03.10): 27 Teilnehmer/innen (S-Variante ausgebucht)
Kurs 5 Ahrntal (12.-20.03.10): 11 Teilnehmer/innen
Kurs 6 Maria Alm (19.-27.03.10): 17 Teilnehmer/innen

06 Dezember 2009

Buchungsstand TU-Skireisen

Hier der aktuelle Stand der Anmeldungen für die Skireisen der TU Berlin:
Kurs 1 Meransen (29.01.-06.02.2010): 60 Teilnehmer/innen, 6 Teamer/innen - ausgebucht
Kurs 2 Spindl. Mlyn (13.-20.02.2010): 14 Teilnehmer/innen
Kurs 3 Spindl. Mlyn (20.-27.02.2010): 15 Teilnehmer/innen
Kurs 4 Jerzens (05.-13.03.10): 15 Teilnehmer/innen
Kurs 5 Ahrntal (12.-20.03.10): 11 Teilnehmer/innen
Kurs 6 Maria Alm (19.-27.03.10): 17 Teilnehmer/innen

Damit sind die Kurse im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser gebucht. Es ist damit zu rechnen, dass die Alpin- und Snowboardkurse wieder alle ausgebucht sein werden. Insbesondere der neue Kurs (Maria Alm) wird sehr gut angenommen.
Erfreulich ist auch, dass die Langlauf- und Skatingkurse im Riesengebirge nach mehreren Jahren der Stagnation wieder besser nachgefragt sind.
Die Mindest-Teilnehmer/innenzahl kann nach jetzigem Stand bei allen Kursen als gesichert angenommen werden.

24 Oktober 2009

Kalymnos

Von Schneesport & Reisen
Vor ein paar Tagen erhielt ich Besuch von Pedro, der frisch von der Insel Kalymmnos zurückgekehrt ist, wo er mit einigen Freunden Klettern war. Er berichtete:

Schön war's auf der griechischen Schwammtaucherinsel Kalymnos. Und entspannt. Kaum Tourismus außer ein paar Kletterern, die zwar das Bild dort prägen - aber noch im erträglichen Rahmen.

Schöne Höhlen, eindrucksvolle, farbige Felswände und vielgesichtige gutgesicherte Kletterwege - von der überhängenden zapfigen Stalaktitenwand bis zur Route durch grauen warmen feinziselierten Fels, bei der ich mich bei jedem Tritt und Griff wundere, wie so etwas so gut halten kann.

Und im Rücken das Rauschen des Meeeres. Aber das kommt nach dem Klettern.

Ansonsten ist die Insel, zumindest zu dieser Jahreszeit eher karg und trocken und die kletternden Ziegen müssen sich ganz schön anstrengen, etwas zu finden.

Kletterlinks Kalymnos

www.climbers-nest.com/
www.stadler-markus.de
www.kleimbing.de
www.planetmountain.com
Fährverbindungen: www.greece-ferries.com
Literatur: www.bergsteigen.at/
Festival: http://news.climbing.de/international-kalymnos-climbing-festival-2009/

12 Oktober 2009

Skilehrer und Künstler ;-)

Mein Freund Holger - Urgestein des Kinderski- und Snowboardkurses - war mit seinem Innerfields-Projekt am Freitag in einem Beitrag des RBB-Fernsehens zu sehen:
http://www.rbb-online.de/zibb/archiv/zibb_vom_09_10_2009/wandmalerei_erinnert.html (Der Link ist nur noch bis zum Ende der Woche aktiv).
Es ging um eine Wandmalerei auf dem St. Matthäus-Friedhof in Schöneberg.
Weitere innerfields-Projekte gibt es hier: www.innerfields.de

30 September 2009

Die perfekte Welle - oder: Leichtmatrose ahoi!

Politik sollte in einem Reiseblog natürlich keine tragende Rolle spielen. Da aber ein neuer Außenminister zumindest mittelbar mit dem Reisethema zu tun haben wird und der Bewerber um dieses Amt gewillt zu sein scheint, diesem Politikfeld eine überraschend lustige Note zu geben, soll er hier Gelegenheit haben, sich in zwei kurzen Botschaften zu präsentieren:



19 September 2009

Spätsommersonne

Es ist einer der letzten warmen Sommertage an der Nordsee. Selbst am Snobstrand zwischen Rantum und Hörnum wagen Einige den Sprung ins doch schon deutlich kühlere Meer. Wer es sich leisten kann und noch gut genug aussieht, räkelt sich allerdings lieber am Strand - wie dieser Buddha.


Wir machen dagegen noch eine schöne Radtour ans Südkap der Insel.

27 August 2009

Piratennest

Heute ist eine Radtour angesagt: Ab zum Verleih, zwei Touren- und ein Kinderrad geholt und dann ab nach Norden. Von Westerland bewegen wir uns in Begleitung zahlreicher Mitradler auf dem wirklich schönen Weg, der allerdings auch Fußweg ist, in Richtung List. Hinter Wenningstedt fängt bald die typische Dünenlandschaft an. Der Weg ist nicht mehr durchgehend geteert. Anna hält die knapp 20 Kilometer auf dem Leihrad wacker durch - besser als andere Kinder, die unterwegs teilweise quengeln.
In List gibt es zur Belohnung Hühnerschnitzel und zum Nachtisch eine große Schale Rote Grütze. Standesgemäß kehren wir natürlich im "Piratennest" am Hafen ein.

24 August 2009

Mit Gret Palucca auf Piratenfahrt

In List auf Sylt gibt es ein Schiff, das macht regelmäßig für Kinder eine Piratenfahrt: Die Gret Palucca.
Die Kinder werden von einem echten Piraten eingekleidet und bewaffnet. Dann legt das Schiff ab, die Piratenflagge wird gehißt - und schon geht es los.
Um eines vorweg zu nehmen: die meisten Scherze an Bord gehen zu Lasten der mitfahrenden Erwachsenen. Trotzdem schön.

23 August 2009

Also Sylt


Eine Freundin mit familiären Wurzeln auf der Insel Sylt hat eine kleine Ferienwohnung dort. Da sie die nur gelegentlich selbst nutzt und eigentlich auch nur an Bekannte vermietet, steht die Wohnung meist leer. Gern nahmen wir daher ihr Angebot an, dort mit meiner kleinen Nichte eine Woche zu verbringen. Die Kleine kommt demnächst in die Schule. Also gibt es vorher noch einmal Ferien am Meer!

20 Juli 2009

Ski- und Snowboardreisen 2009/10

Im kommenden Wintersemester bietet der TU-Sport voraussichtlich folgende Reisen an:

Familienkurs in den Winterferien (Ski, Snowboard; Angebot für Kids und Erwachsene):
29.01.-06.02.2010 Südtirol, Meransen - Hotel (DZ mit Dusche WC; Sauna, Halbpension)

Langlaufreisen
13.02.-20.02.2010 Tschechien, Spindleruv Mlyn, Bouda na Plani
20.02.-27.02.2010 Tschechien, Spindleruv Mlyn, Bouda na Plani

Ski- und Snowboardreisen
05.03.-13.03.2010 Pitztal, Jerzens - Jugendherberge, Pension - Mehrbettzimmer/DZ, Sparangebot ohne Kurs buchbar
12.03.-20.03.2010 Südtirol, Ahrntal - Hotel (DZ mit Dusche WC; Sauna, Halbpension)
19.03.-27.03.2010 Maria Alm, Skigebiet Amadé - Hotel (DZ mit Dusche WC; Sauna, Halbpension), voraussichtlich Sparangebot ohne Kurs buchbar

19 Juni 2009

Plau am See

Die langen Mittsommernächte sind eigentlich im Norden am schönsten. Und so passt es ganz gut, dass wir eine Einladung zu Freunden nach Schwerin erhalten haben. Auf dem Weg dahin machen wir für eine Nacht Station in Plau am See.
Was ein lustiger Name! Der weckt ja allein schon manche Assoziationen. Schreit er nicht geradezu nach einem dieser bei Berliner Kids im Sommer so beliebten Festivals? Dahinter verbirgt sich allerdings ein eher beschaulicher Luftkurort mit nettem Kanal, der sich durch die Stadt zieht, putzigen Häuslein - und natürlich dem See. Der Plauer See ist einer der Größeren auf der Mecklenburgischen Seeenplatte - und natürlich ein Paddel- und Segelparadies.
Die Häuslein in der Stadt sind teils hübsch zurechtgeputzt. Teilweise möchten wir die Bewohner jedoch auch herausklingeln und zur Rede stellen, was sie sich eigentlich dabei gedacht haben, die schönen Häuser mit billigen Baumarkttüren, Plastefenstern, Klinkerimitat und Hochglanz-Dachziegeln zu verschandeln. Die Leute haben echt noch nicht begriffen, worin der ästhetische Frevel der Ostzeit bestand - und machen die gleichen Fehler immerfort - jetzt halt mit West-Baumarktprodukten!

08 Juni 2009

Wochenendtrip an die Ostsee


Eine Freundin von Birgit macht gerade mit ihren Kindern Urlaub an der Ostsee. Sie lud uns zum Kindergeburtstag ein - und so besuchten wir gemeinsam das Kinderfest in Ahrenshoop. Für die Kleinen wurde viel Spiel und Sport geboten. Und zwar fast alles umsonst und sehr liebevoll.
Am Sonntag machten wir noch eine Wanderung auf dem Darß: Von Prerow aus liefen wir zum Leuchtturm und durch die Dünenlandschaft zurück. Zum Baden war es zu kalt - aber immerhin wurden wir nicht noch von oben nass.

29 Mai 2009

Erinnerung an Tom-Tom

Vor einem Jahr starb Tom-Tom. Seine Mutter schrieb mir kürzlich eine SMS:
Hallo Tom-Toms Freunde,

am 31. Mai jährt sich Tom-Toms Todestag das erste Mal. Wir werden an seinem Grab sein, an ihn denken, über ihn sprechen. Wenn ihr möchtet, kommt doch zwischen 14 und 16 Uhr dazu. Bringt gerne mit, wer noch dabei sein möchte.

Tom-Tom liegt auf dem Friedrichwerderschen Friedhof in der Bergmannstraße in Kreuzberg.

22 April 2009

Nachtreffen am Freitag


Am Freitag findet ab 19:00 Uhr das Nachtreffen für den Ahrntal- und Jerzens-Kurs statt.
Wer schon mal mit dem Wieder-Erlernen der Namen beginnen möchte, kann dies anhand des Gruppenfotos tun!

18 April 2009

Radtour durchs Energieland Lausitz


Ob Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg: Fast jedes Bundesland hat mittlerweile sein "Energieland" - und sei es nur als hippes Internetangebot oder Schlagwort im Regierungsprogramm (meist von der CDU). Google verzeichnet fast 40.000 Ergebnisse für diesen Begriff. Ab heute ist es Treffer mehr, denn es gilt Bericht abzustatten über eine Radtour durch das "Energieland Lausitz".
Die Zeit nach den Skireisen des TU-Sports ist die Zeit der Nachtreffen. Und da auf einer der Langlauffahrten eine veritable Landesvorsitzende eines bedeutenden Fahrradclubs dabei war, lag nichts näher, als ein "Nachtreffen" in Form einer Fahrradtour zu organisieren. Ziel war die Lausitz mit ihren aufgelassenen Tagebauen, die in einem langwierigen Prozess derzeit geflutet werden und einmal eine riesige zusammenhängende Seenplatte werden sollen.
Von Berlin aus bringt uns der Zug in 2:15´ Stunden bis Senftenberg, wo wir unsere gut 50 Kilometer lange Tour auf perfekt asphaltierten - und autofreien - Wirtschaftswegen rund um das Naturschutzprojekt Lausitzer Seenland beginnen.

Wir fahren zunächst am Senftenberger See entlang bis Kleinkoschen. Dort nehmen wir Kurs auf den "Rostigen Nagel", eine Landmarke in Form eines knapp 30 Meter hohen Turms aus rostenden Blechen; 2008 errichtet nach einem Entwurf der Münchener Architekten/innen Stefan Giers und Susanne Gabriel. Weiter geht es um den Partwitzer See, dessen Flutung bis 2010 abgeschlossen sein soll. Wir machen Picknick bei Lieske, was allein schon deshalb praktisch ist, weil jemand bereits Pappteller für uns dort zurück gelassen hat. Sie liegen verstreut über den ansonsten netten Picknickplatz, der einen schönen Blick über den entstehenden Sedlitzer See bietet (Flutung geplant bis 2015).
Weiter geht es bis Sedlitz. Das schmucke Örtchen wirkt aufgeräumt - so als wäre es froh, nicht das Schicksal von Sorno und Rosendorf teilen zu müssen. Ein Gedenkstein erinnert an diese Dörfer, die von 1370 bis 1970 existierten und dann abgebaggert wurden - weil ihr Untergrund für gut zehn Jahre Kohle lieferte.
An einem Haus in Sedlitz sehe ich das sauber polierte Schild einer Unternehmensberatung. Also scheint es in der Region sogar Unternehmen zu geben, mit deren Beratung Geld verdient werden kann.
Am Ortsausgang steht ein weiterer Gedenkstein, der an eine abgebaggerte Siedlung erinnert. Die Flutung des Ilse-Sees, der hier zu sehen ist, ist noch nicht weit fortgeschritten. Sie soll bis 2018 andauern. Bis dahin bietet die Landschaft einen Anblick, der mich an den Vulkan Kilauea erinnert. Regelmäßige Leser/innen dieses Blogs erinnern sich sicherlich an den Eintrag vom 30. Oktober 2006, in dem ich meine damaligen Eindrücke zusammenfasste:
"...im Grunde sieht die Gegend aus wie bei uns der Braunkohletagebau in der Lausitz - kombiniert mit dem früheren Geruch in Bitterfeld. Nur die großen Bagger fehlen..."
Als wir nun da stehen und Toto auch noch ein Furz Bitterfeldschen Ausmaßes entfährt, fühle ich mich ganz lebhaft an den Kilauea erinnert.
Wir schließen unsere Tour ab an den IBA-Terassen in Grossräschen. Das wirklich schöne Besucherzentrum bietet eine Ausstellung über die Projekte der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land.
Im Café gibt es überdimensionierte Tortenstücke zu Preisen um die zwei Euro und guten Kaffee für deutlich darunter.
So treten wir von Grossräschen also zufrieden die Rückfahrt an und sind am frühen Abend wieder in Berlin.

17 April 2009

LockeToursBerlin 2008/09


Der LockeTours-Katalog 2008/09 ist da!
Vor ein paar Tagen flatterte er ins Haus. Und das Besondere ist, dass mein Freund Gerd Locke diesmal ein Foto von mir auf den Titel genommen hat, das 2006 in Korsika auf dem Monte Incudine entstanden ist. Ich habe damals für Gerd eine Gruppe auf dem GR 20 geführt und bin auf dem Foto mit zwei Kunden zu sehen.

14 April 2009

Freeski Links

Freeski, Ski-Tricks - aber wie?
Hier ein paar Links:


Video (deutsch), in dem ein paar Grundlagen des Springens (demonstriert auf einer kleinen Schanze) erklärt werden.

Freeskiers.net
- Nettes Portal mit Magazin und Community

Freeski.net - Freeski-Forum

www.funsporting.de - Funsport-Portal mit Freeski-Videos

31 März 2009

Shane McConkey 1969-2009


In den letzten Tagen gab es sehr viele Zugriffe auf diesen Blog, nachdem einen Tag nach Shane McConkeys schrecklichem Unfall hier ein Post über seinen Tod veröffentlicht wurde.
Shane McConkey war nicht nur einer der besten Freerider und Erfinder des Ski-Base. Er machte zahlreiche Filme und wirkte bei der Entwicklung neuer Freeride-Ski mit.
Nach vielen Würdigungen aus dem englischen Sprachraum erschien heute auch auf planetsnow.de ein Nachruf.
Hier ein paar Links zu Filmen mit Shane McConkey:
Claim (2008)
Seven Sunny Days (James Bond-Zitat, 2007)
Steep (2007)
There's Something About McConkey (2000)

27 März 2009

Extremskifahrer und Ski-Base-Jumper Shane McConkey tot



Shane McConkey, einer der Pioniere des Ski-Base ist gestern bei einem Sprung am 2400 m hohen Grande Cengia (Pordoi, Dolomiten) tödlich verunglückt. Als Ski-Base wird - in Anlehnung an das Base-Jumping - das Fahren extremer Linien bezeichnet, die mit einem Fallschirmsprung beendet werden.
Der Internetdienst "Südtirol-Online" berichtet, dass der in Kalifornien lebende Kanadier bei Filmarbeiten ums Leben kam. Zusammen mit seinem Partner JT Holmes war er von der 600 m hohen Fedele-Wand gesprungen. Holmes setzte problemlos auf. Nach Berichten in verschiedenen Blogs löste sich einer der beiden Ski von McConkey nicht. Er geriet in ein unkontrolliertes Trudeln und konnte den Schirm nicht mehr öffnen.

Links:
Wikipedia: Shane McConkey (engl.)
Skiingthebackcountry.com
Letzter Blogeintrag von Shane McConkey
Bericht Südtirol-Online

20 März 2009

Erster am Lift

Heute bin ich erster am Lift. Das sichert mir den ganzen Tag über ein freundliches Lächeln und ein Hallo des Liftmanns - und ich kann diese schöne Spur in den frischen Hang legen!

18 März 2009

Speikboden


Für die letzten drei Tage der Saison haben wir uns einen Skipass am Speikboden gekauft. Wie auf dem Bild zu sehen ist, gibt es dort so viel Schnee, dass es dem überlaufenden Fass schon fast die Krone aufsetzt, wie man hier so sagt...

17 März 2009

Tonis neuer Skianzug


Toni hat heute sein Versprechen wahr gemacht, "etwas mehr Farbe in den den Skikurs zu bringen.
Bereits in den vergangenen Jahren gehörten seine extravaganten Skianzüge zu den modischen Höhepunkten der der Fahrten. Dieses Jahr nun trumpft er mit einem roten Overall des Austria Power Teams auf - Respekt!

14 März 2009

Sonniger Abschied in Jerzens


Nach einer Woche mit super Schnee - aber wenig Sonne - verabschieden wir uns heute von Jerzens. Und da endlich die Sonne scheint, geben sich auch die Jungs freizügig.

13 März 2009

Gruppenbild mit Schneeball


Heute ist Zeit für ein Gruppenbild. Die Situation entgleitet, als ein kleiner Junge an uns vorbei kommt und wohl denkt: "Klasse, so viele Leute so eng zusammen. Da trifft auch ein schlecht gezielter Schneeball garantiert irgend jemanden."
Kehrseite der Medaille: Auf nur einen Wurf reagieren gleichzeitig über 40 Leute. Die treffen zwar auch nicht alle, aber der Kleine war dennoch überwältigt von dem Echo!

11 März 2009

Pulverschnee

Skilehrerfreier Tag in Jerzens: Heute haben wir frei. Nach landläufiger Meinung ist das Wetter "schlecht". Es schneit - und die Sicht ist deshalb nicht sehr gut. Aber immer wieder kommt die Sonne heraus und oben am Hochzeiger soll es 40 Zentimeter Neuschnee geben.
Der Busfahrer ist trotzdem nicht gut drauf. Normalerweise holt er uns jeden Tag am Haus ab. Heute fährt er achtlos vorbei, obwohl die ganze Gruppe an der Straße wartet und winkt. Die Busse haben heute Schneeketten. Das habe ich hier in dieser Jahreszeit noch nie erlebt. Vielleicht hat das Anlegen den Fahrer verdrießlich gestimmt? Selbst den Alten aus dem Nachbarweiler, der normalerweise jeden Tag morgens mit unserem Bus hinauf in die Wirtschaft in Jerzens fährt, wird stehen gelassen.
Mit einer halben Stunde Verspätung treffen wir am Hochzeiger ein: Es gibt wunderbaren Pulverschnee und wir haben einen prima Skitag.

10 März 2009

Platzhirsche in Jerzens

Heute ist Show on Snow in Jerzens: Kurz vor der Meisterschaft der Tiroler Skischulen im Formationsfahren, bei der die Pitztaler am Sonnabend wieder ihren Meistertitel verteidigen wollen, zeigt die Skischule, was ihr Demo-Team so drauf hat. Die Touris werden aus dem halben Tal zur abendlichen Show an den Hochzeiger gekarrt.
Die Formationen sind wirklich stark, auch wenn die Showteile dazwischen ihre Schwächen haben: Harry Potter und James Bond wollen am Hochzeiger neu erfunden worden sein und selbst die Gletscherleiche aus dem Ötztal wird kurzerhand für das Pitztal als Werbefigur in Anspruch genommen; Warum heißt der Gletschermann eigentlich Ötzi und nicht Pitzi?
Nach Show und abschließendem Feuerwerk landen wir in der „Egger-Alm“, einem Laden, der früher stark frequentierter Treffpunkt nach der Show war. Letztes Jahr mussten wir das Etablissement recht überstürzt verlassen, nachdem sich eine Auseinandersetzung zwischen Russen und Ösis zu einer veritablen Wirtshausschlägerei ausgewachsen hatte.
Heute ist die Egger-Alm recht leer. Wir bevölkern mit unserer Gruppe ausgiebig die Tanzfläche und gehen dann doch noch in einen anderen Schuppen: In die Illegal-Bar; höchst suspekt. Hier hängen die Pitztaler Skilehrer nach Dienstschluss herum und baggern alsbald unsere Mädels an.
Der Aufbruch ist wieder recht abrupt. Diesmal ist er jedoch dem Wetter geschuldet. Es schneit den ganzen Abend schon. Gegen halb eins fahre ich die erste Fuhre von Leuten mit dem Kleinbus nach Ritzenried zurück. Die Straße ist noch frei; einziger Schreckmoment sind ein paar Hirsche, die plötzlich aus der Dunkelheit auftauchen. Als ich eine halbe Stunde später wieder zurück komme, habe ich Mühe, den Bus den Berg hinauf zu bringen. Das an sich starke Fahrzeug rutscht immer wieder weg. Etwa fünf Zentimeter Schnee liegen jetzt auf der Straße. Ich hole die Partypeople aus der Disko. Es sind noch etwa zwanzig Leute; zu viel für den Kleinbus. Kurzerhand wird ein plötzlich auftauchendes Taxi aquiriert. Noch bevor die Leute auftauchen, die dieses eigentlich bestellt hatten, sitzen unsere Leute drin. Der Fahrer flucht und warnt mich: Die Straße sei dicht, „wie oane Rodelbahn“. Da ich kaum zehn Minuten zuvor noch hinauf gekommen war, ignoriere ich dies. Registriere allerdings, dass dieser Einheimische Anstalten macht, an seinem Allradgetriebenen Bus die Schneeketten aufzuziehen.
Auf der Heimfahrt schlittert ein alter Golf an uns vorbei; Eine frische Reifenspur im Schnee führt in einer Serpentinenkurve geradewegs in die Leitplanke; Die Hirsche stehen immer noch an der gleichen Stelle neben der Straße; Landleben.

Beim Pitzi im Schwitzkasten


Der Pitzi ist ein Geselle, der insbesondere den Kindern hier im Pitztal als "niedlich" oder "lieb", zumindest aber als harmlos vorgestellt wird. Heute wollte Simon die Probe machen und stürmte am Rande der "Show on Snow" auf den Pitzi zu. Natürlich wollte er nur ein Foto mit dem Pitzi. Der Fellmann rechnete hingegen mit einer Attacke und nahm Simon vorsorglich in den Schwitzkasten. So entstand dieses Bild.

07 März 2009

Surfmobil im Schnee


Treue Leser/innen dieses Blogs sind über die gemeinsamen Wurzeln des Surfens und Snowboardens gewöhnlich gut informiert. Einen Beweis für die enge Verwandschaft beider Sportarten liefert heute unser Snowboardlehrer Jens: Er kommt direkt aus Tarifa und lädt daher erst einmal alle seine Surfboards aus dem Wohnmobil, um dort Platz zu schaffen. Die Bretter bieten im Schnee einen skurrilen Anblick. Es muss eine Gelegenheit wie diese gewesen sein, bei der das Snowboarden erfunden wurde: Auf Hawaii oder in Kanada, in den sechziger Jahren, als gelangweilte Surfer im Winter mit ihren Brettern – noch ohne Bindung und mit abgeschraubter Finne – schneebedeckte Berge hinuntersausten.

06 März 2009

Anreise

Die Tendenz zur Individualisierung macht sich auch bei der Jerzens-Fahrt bemerkbar: Die Leute reisen auf denkbar unterschiedliche Weise an. Als erste treffen wir kurz vor Mitternach mit dem TU-Kleinbus und sechs Personen ein: Fünf aus Berlin und eine aus Frankfurt/Main. Letztere sammeln wir am Bahnhof Nürmberg-Fischbach auf, der günstig an der Autobahn A9 liegt.

Gegen 1:00 Uhr treffen dann Jens und Jörg ein. Sie kommen direkt vom Surfen aus Tarifa. Bei dem Versuch, den Arlbergtunnel über die Passstraße zu umfahren, haben sie mit ihrem Surfmobil noch ein deutsches Touri-Auto von der Straße geschossen, das unerwartet vor ihnen nach links ausgeschert war, um in eine Hoteleinfahrt einzubiegen. Der Tourist schien die Sache sportlich zu nehmen. Er war Manager eines japanischen Motorenherstellers und war in erster Linie daran interessiert, durch den Unfall nicht allzu viel Zeit zu verlieren.
Mit leichtem Blechschaden an ihrem Sprinter setzten Jens und Jörg die Fahrt fort, mussten nach einigen Kilometern aber einsehen, dass die Straße ohne Schneeketten nicht passierbar war – und fuhren doch durch den Tunnel.

Der Reisebus mit dem Haupttross war kurz nach 22:00 Uhr in Berlin gestartet. Er hielt nochmals in Osterfeld, wo eine junge Dame zustieg.

Der letzte Teilnehmer wird erst am frühen Montagmorgen mit der Bahn nachkommen – früh genug, bevor die ersten am Freitag schon wieder vorzeitig abreisen müssen.

Nachtreffen Spindl

Von Wiesenbaudentour

Sarah hat einen Vorschlag für das Nachtreffen. Aber wie üblich in der Demokratie: Es wird nicht einfach etwas bestimmt, sondern es gibt mehrere Optionen, die diskutiert werden müssen! Bitte tut dies!

Radtour am 18. April 2009

Option 1 – Tagebau in der Lausitz

Wir fahren mit dem Regionalzug und Rad in die Lausitz (Fahrkarten besorge
ich entsprechend der Anmeldungen) und gucken uns den Tagebau an, entweder
bei Jänschwalde zusammen mit den Peiter Teichen entlang des Spreeradwegs
oder um Welzow mit Senftenberger See, Tagebau und IBA-Terassen. Da es um die
Förderbrücke F60 nicht viel interessante gibt, bin ich davon abgekommen,
aber Tagebau sehen wir trotzdem. Am Ende der Tour würden wir wieder mit dem
Zug gen Berlin zurück fahren.

Option 2 – Radtour und Lagerfeuer + Übernachtung in Gallun

Toto bot an, dass wir die Radtour bei ihm in Gallun enden lassen können und
dort gemeinsam am Lagerfeuer den Tag ausklingen lassen, so dass aus dem
Tagesausflug ein entspanntes Wochenende in trauter Geselligkeit würde. Es
gäbe neun warme Übernachtungsmöglichkeiten plus Zelte, sofern sich mehr
Leute anmelden. Von Gallun aus sind es etwa 10 km bis Königswusterhausen,
quasi dem Anschluss an die Zivilisation Berlin.

Für beide Touren würde ich eine Woche vorher nähere Angaben (Treffpunkt,
Abfahrtszeit, Strecke, Länge, Sehenswerter und Rückfahrt) rumsenden, sofern
ich alle Adressen habe.

05 März 2009

Happy Birthday, Pedro!

Von Ahrntal 2007

Lieber Pedro,

herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute wünsch ich Dir!
Die Kulisse, vor der Du hier unterwegs bist, erinnert vielleicht etwas an einen Kindergeburtstag. Die Berge scheinen höher zu sein als sie sind!

Jerzens voll - Ahrntal noch Restplätze frei

Die Phase der Buchungen geht für dieses Jahr zu Ende. Die beiden letzten TU-Sport-Fahrten der Saison sind ausgebucht - oder jedenfalls nahezu voll.
Für das Ahrntal gibt es immerhin noch ein paar Restplätze!

28 Februar 2009

Zurück


Abschied von Spindlermühle: Endlich scheint einmal die Sonne. Der Sturm von gestern hat sich gelegt. Doch heute verlassen wir unsere Bergbaude.
Bäume und Liftmasten oben am Plan-Lift sind nach tagelangen Niederschlägen eingeschneit. Und selbst unten im Tal an der Straße nach Vrchlaby präsenstiert sich die junge Elbe trotz mittlerweile gestiegener Temperaturen (+2 C°) im schneeweißen Gewand.

Wir kommen auf der weiteren Fahrt an Liberec vorbei und sehen aus der Ferne sogar ein paar Athleten bei einem Wettkampf. Der Aufwand, den die kleine Stadt für die nordische Ski-WM treibt, ist gigantisch. Die Autobahn ist teilweise gesperrt: Der gesamte Durchgangsverkehr wird auf eine Richtungsfahrbahn umgeleitet; die freien Fahrbahnen sind zu Zufahrtsstraßen und Parkplätzen für den WM-Tross umfunktioniert; viele Zufahrten und Straßen sind geschlossen.
Dennoch kommen wir gut durch und erreichen Berlin gegen 17:00 Uhr.

27 Februar 2009

Sonne


Heute kommt seit Tagen das erste Mal kurz die Sonne heraus. Allerdings ist es so windig, dass Toto die lange geplante "Große Runde" - Abfahrt von der Baude nach Spindl, Aufstieg zum Medvedin, Urbatova, Martinova, Petrova, Spindlerova, Wiesenbaude, Vyrovka und zurück - vorzeitig abbrechen muss.
Auch ich gehe mit meinen leicht Fortgeschrittenen nicht zur Wiesenbaude sondern wir weichen dem Wind nach unten aus: Richtung Strazne. Kurz vor dem Ort kehren wir in der Hribeci-Baude ein, wo es ein gutes Essen gibt - auch wenn nicht alle das bekommen, was sie bestellen: "Warum fragen die vorher überhaupt?" wundert sich Perrine mit ihrem liebenswerten französischen Akzent, als eine Bestellung bei ihr zum zweiten Mal schief geht.
Die Baude, die sich Hotel nennt, ist anfangs nahezu voll besetzt; vorwiegend von Hausgästen. Als es leerer wird, bietet sich die Gelegenheit, die Inneneinrichtung näher in Augenschein zu nehmen: Auf den ersten Blick scheint der Stil rustikal zu sein: Holztische ohne Tischdecke, Holzstühle mit Kissen und geschnitzten Rückenlehnen, geweißte Wände, schmiedeeisern-hölzerne Lampen. Doch an den ansonsten kahlen Wänden hängen zwei Bilder, die verstören: Auf dem einen ist die Hälfte eines Bettes zu sehen, auf dem drei Beine liegen. Der Rest der Zimmereinrichtung ist stilisiert dargestellt; nur eine Jalousie ragt realistisch hervor: Ihr Bändsel ist ganz plastisch als dreidimensionales Objekt an dem Bild befestigt.
Das zweite Bild zeigt einen Pferdekopf mit Hut; es kann auch ein Einhorn sein. In dem Hut erkennt man bei näherem Hinsehen weitere Gegenstände, eine Landschaft; irgendwo ein Angler, ein Fisch, ein Skiläufer.
Es ist eine irgendwie typisch tschechische moderne Kunst, die sich in diese Bergeinsamkeit verirrt hat.
Im Hintergrund läuft ein Fernseher, in dem eine Direktübertragung von der nordischen Ski-WM im nahen Liberec läuft: Gerade verliert der in Führung liegende deutsche Staffelläufer auf der 4x10 KM-Distanz mit jeder Runde einige Sekundenbruchteile gegen seinen norwegischen Verfolger.
Auch uns treibt es weiter: Nach Strazne hinunter. Wir durchqueren den verschlafenen kleinen Ort mit seinen zahlreichen Mini-Liften und stapfen anschließend durch den feuchten klebrigen Ski hoch, der ständig unter den Skiern stollt.
Der deutsche Staffel-Läufer verliert in Liberec gegen die Norweger. Immerhin ist Silber ein großer Erfolg für die Mannschaft des DSV.

25 Februar 2009

Nebel


Heute früh kommt erst die Sonne raus, doch dann ist sie wieder weg und die verschneiten Tannen oberhalb der Friesovy Boudy stehen wunderbar im Nebel.

24 Februar 2009

Wiesenbaudentour II

Wiesenbaudentour
Heute ist skilehrerfreier Tag und so ziehe ich mit einigen Leuten ohne dienstliche Verpflichtungen los in Richtung Wiesenbaude. Morgens ist es neblig, aber nicht sehr windig. Wir machen Zwischenstopps in der Chalupa Na Roczesti und der Vyrovka.
Nachdem es im Sommer im Blog einen kritischen Kommentar bezüglich des Servicepersonals in der Wiesenbaude gegeben hatte, bin ich neugierig zu sehen, wie es tatsächlich mittlerweile steht um die Freundlichkeit des Personals.
Ich vertrödele mich mit Stefan wegen der vielen Pausen etwas, aber das ist eigentlich willkommen. Als wir den wuchtigen alten Kasten der Wiesenbaude aus dem Nebel auftauchen sehen, sind einige Leute, darunter Andreas schon da. Er kommt jedes Jahr immer wieder gern auf die Wiesenbaude. In erster Linie wegen der blonden Bedienung mit den hochgesteckten Haaren (dazu demnächst mehr im Secrets-Blog). Und jetzt soll der Service schlechter sein?
Eine Veränderung fällt uns gleich am Eingang auf: Statt in einen dunklen Vorraum, in dem man sich nicht wundern würde, wenn aus dem Halbdunkel der an die Nazi-Zeit erinnernden Architektur plötzlich ein paar SS-Männer treten würden, tritt man jetzt in ein gut beleuchtetes und aufgeräumtes Zimmer, in dem man gleich seine Ski abstellen kann. Das ist einerseits ein freundlicher Empfang; andererseits verliert die Baude dadurch etwas von ihrem geheimnisumwitterten Charakter.
Oben im Restaurant ist das Essen gut wie immer, die Bedienung ist freundlich und die Rechnung glänzt durch Übersichtlichkeit. Einziger Wermutstropfen: An unserem Tisch bedient nicht die Blonde mit den hochgesteckten Haaren sondern eine süße Dickliche.
Auf dem Rückweg kommt sogar die Sonne raus - und fast bekommen wir noch die Schneekoppe zu Gesicht!

23 Februar 2009

Schneesport und Reisen - Secrets

Rosenmontag: Heute ziehen einige unserer Leute in bunten Narrenkostümen über die Loipen

Mitunter habe ich echte Probleme beim Führen dieses Blogs: Da habe ich beispielsweise einen sehr schönen Post fertig und denke mir dann - bevor ich auf die "Veröffentlichen"-Taste drücke: Nee. Besser nich. Dit kannste so nich bringen. Könnte doch mal Ärger geben. Jemand könnte sich wiedererkennen oder angepisst fühlen.
Und so haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche Posts angesammelt, die den Status "Entwurf" haben.
Daraus könnte ich locker ein neues Weblog machen. Diese Idee beschäftigt mich schon einige Zeit. Nun gibt es einen Arbeitstitel: "Schneesport und Reisen - Secrets".
Demnächst - und aus aktuellem Anlass mehr dazu!

22 Februar 2009

Spindl 2009


Bin wieder in Spindl, denn die zweite Woche der Langlaufkurse hat begonnen. Mit einer Gruppe von neun - mehr oder weniger - Anfänger/innen stapfe ich durch den Schnee, der hier in Unmengen liegt. Es sind Studis, TU-Beschäftigte und einige Externe in dem Kurs dabei.
Wir machen anfangs etwas Skitechnik: Schlaufen der Stöcke richtig einstellen; in die Bindung einsteigen; dann: Vom Laufen zum Gleiten, Gleitphase, Laufen ohne Stöcke, Schneepflug. Ziel der ersten Tour: Chalupa Na Roczesti. Einige der Leute tun sich insbesondere auf den unpräparierten Abschnitten recht schwer. Beim mitunter notwendigen Ab- und Anschnallen der Ski kämpfen sie zudem mit vereisten Automatik-Bindungen (die Tourenbindungen sind einfach sicherer!). Andere schaffen die Tour in dem kraftraubenden tiefen Schnee mit ihren Schuppenskiern erstaunlich gut.

19 Februar 2009

Bettgeschichten

"Na, habt Ihr wieder Bettgeschichten zu besprechen?", alberte vorhin eine Kollegin vom TU-Sport herum, als ich sie nach unserer Buchhalterin fragte. Dabei hatte mir Daniela nur dabei geholfen, die Zimmeraufteilung für die Jerzens-Fahrt auszutüfteln.

In der Tat häufen sich allerdings in letzter Zeit bei mir pikante Anfragen: Vor einiger Zeit machte ein männlicher Stammgast seine Teilnahme davon abhängig, dass eine bestimmte weibliche Person nicht mitführe.

Vorhin rief nun besagte weibliche Person an und fragte, ob es noch ein Doppelzimmer für sie und die besagte männliche Person gäbe. Wissen die Leute, was sie tun?

Vor einigen Jahren war eine Familie häufig auf der Familienfahrt mit dabei. Die Ehe ging auseinander, nachdem der Mann ein Verhältnis mit einer ebenfalls öfter mitreisenden alleinerziehenden Mutter eingegangen war. Aus dieser Beziehung entstammte ein Kind. Einige Jahre später lernte die Frau auf einer anderen Fahrt einen ehemaligen TU-Skilehrer und stadtbekannten Hippie und Szene-Kneipenbesitzer und Prominentenbruder kennen. Die beiden verliebten sich und sie bekam wiederum ein Kind. Mittlerweile ist auch diese Beziehung Geschichte, aber die Frau kam seither nicht wieder mit auf eine Fahrt.

Anfang des Jahres nun erhielt ich eine Anfrage von der Ex-Frau des untreuen Familienvaters: Sie würde gerne mitfahren, wenn noch ein Platz frei wäre - Voraussetzung: ihre damalige Konkurrentin dürfe nicht dabei sein. Verständlich.

Leider war kein Platz frei. Ich hätte die mittlerweile zu Jugendlichen herangewachsenen Kinder gern wieder gesehen.

Stattdessen war eine andere sogenannte Patchworkfamilie beim Familienkurs dabei. Auch die Geschichte dazu ist länger: Ein langjähriger Freund von mir fuhr früher gern mit auf unsere Reisen. Und zwar mit seiner damaligen Freundin, seiner Jugendfreundin, mit der er ein Kind hatte. Die Beziehung ging iregendwann auseinander, und zwar wegen eines Seitensprungs mit einer Nachbarin. Der Mann der Nachbarin wiederum verliebte sich nach dem Scheitern seiner Beziehung neu in eine andere langjährige Mitreisende und hat mittlerweile ein gemeinsames Kind... Um ein Haar wäre es nun in diesem Jahr zu einem Widersehen aller Halbgeschwister auf der Fahrt gekommen. Die Kinder hätten die Überraschung sicherlich besser verkraftet als die Eltern...

18 Februar 2009

Langlauf in Berlin in der taz

Von Um den Caputher See

Kaum war ich aus dem Riesengebirge zurück, ruft mich gestern eine Journalistin von der taz an: "Langlauf in Berlin" ist ihr Thema. Ich erzähle etwas von unserem Ausflug um den Caputher See. Heute ist der Artikel drin. Nicht ganz hundertprozentig korrekt zitiert (Ich habe nicht davon gesprochen, dass es keine gespurten Loipen mehr gibt, sondern es gibt halt keine - gab auch nie welche). Aber sonst ein schöner Artikel!
Und zum Beweis gibts hier noch ein Bild von einer selbst gebauten Loipe unter der Hochspannungsleitung:
Von Um den Caputher See

16 Februar 2009

Mit Bus und Bahn von Spindleruv Mlyn nach Berlin

Schienenbus "Seifhennersdorf" von Liberec nach Zittau

Die - in Beziehung auf Kosten und Fahrtdauer - beste Verbindung von Berlin nach Spindlermühle oder umgekehrt verläuft meiner Erfahrung nach über Liberec. Heute habe ich es wieder einmal getestet:

Route:
Bus Spindl - Liberec
Bahn Liberec - Berlin

Fahrplan für Fernreisebusse in Tschechien mit deutschsprachiger Verbindungsanfrage:
http://jizdnirady.idnes.cz/vlakyautobusy/spojeni/

Basisdaten:
Kosten insgesamt: 27,72 Euro
Fahrtdauer: 7 Stunden, 50 Minuten

Reiseverlauf:
7:10 Uhr ab Spindl, Busbahnhof; Bus nach Prag bis Jicin. Die Fahrkarte wird im Bus gekauft und kostet 75 Kronen (2,78 Euro)
8:25 Uhr planmäßige Ankunft in Jicin (heute wegen verschneiter Straßen erst um 8:40 Uhr)
8:36 Uhr planmäßige Abfahrt des Busses nach Liberec; auch dieser Bus ist verspätet, so dass ich den Anschluss nicht verpasse; Kosten: 57 Kronen (2,11 Euro).
9:30 Uhr planmäßige Ankunft in Liberec; heute trotz eindrucksvoller Überhomanöver erst um 9:40 Uhr
10:23 Uhr: planmäßige Abfahrt des Oldtimer-Schienenbusses nach Zittau; dieses Gefährt ist als einziges Verkehrsmittel auf der gesamten Reise heute auf die Minute pünktlich und funktioniert ohne technische Probleme. In Liberec kann ich am internationalen Schalter eine Fahrkarte bis Spremberg lösen (160 Kronen, 5,93 Euro)
10:57 Uhr planmäßige Ankunft in Zittau. Der Zug nach Cottbus wartet bereits am Gleis gegenüber.
11:01 Uhr planmäßige Abfahrt nach Cottbus (Ostdeutsche Eisenbahn ODEG); der Zug ist angenehm; es werden für 90 Cent heiße Getränke am Platz serviert (2. Klasse); allerdings muss das moderne Fahrzeug wegen einer technischen Störung an diesem Wintertag in Görlitz ausgetauscht werden. Der Ersatzzug wartet bereits am Nachbargleis und holt die Verspätung auf der eingleisigen Strecke schnell wieder ein. Die Fahrkarte Spremberg-Berlin kostet bei der ODEG 16,90 Euro.
12:57 Uhr planmäßige Ankunft in Cottbus
13:16 Uhr planmäßige Weiterfahrt mit der Regionalbahn nach Rathenow. Dieser Zug soll um 14:48 Uhr planmäßig in Berlin Ostbahnhof ankommen. Wegen eines Schienenbruchs im Bereich Ostbahnhof wird er über Lichtenberg, Gesundbrunnen, Hauptbahnhof umgeleitet; ich bin dennoch gegen 15:00 Uhr zu Hause.

15 Februar 2009

Wochenendreise ins Riesengebirge

Verschneiter Wald im Riesengebirge
Ich war mir bis zuletzt nicht sicher gewesen, ob die Idee so gut war: Für einen einzigen Skitag extra ins Riesengebirge fahren - nur weil sich eine praktische Mitfahrgelegenheit bietet?
Aber nun sitze ich hier. Über Nacht hat es etwa 30 Zentimeter Neuschnee gegeben, das Thermometer zeigt morgens zehn Grad Minus. Andreas und ich beschließen, gemeinsam über die Chalupa Na Roczesti, den Lisci Hora (Fuchsberg) und die Kolinska-Bauden zum Cerna Hora zu laufen, dem 1299 Meter hohen Schwarzberg, der das Gebirge brüsk nach Süden hin begrenzt und der mit seinem markanten Turm bei normalen Sichtbedingungen von unserer Baude aus in der Ferne zu sehen ist. Etwas mehr als 20 Kilometer ist er von der Bouda Na Plani entfernt. Heute hingegen ist die Sicht durch den Schneefall begrenzt, der den ganzen Tag über anhält.
Auf dem Rückweg finden wir eine schöne Variante durch den Wald, einen Weg, der nur bei Schneebedingungen wie diesen zu gehen ist.
Ich bin am Ende des Tages kaputt, doch diese Tour war den Aufwand schon wert. Morgen klingelt der Wecker um halb sechs, dann geht es zurück nach Berlin, das ich dann hoffentlich noch zur Bürozeit erreiche.

14 Februar 2009

Feinster Pulver in Spindleruv Mlyn

Fertig machen zum Aufstieg

Hinauf zur Bouda Na Plani (Im Bild die Hromovka)

Heute früh gegen 7:00 Uhr startet unser Bus nach Spindleruv Mlyn vor dem Mathebau der TU Berlin und leitet damit die offizielle Langlaufsaison des TU-Sports ein.
Schon vor der tschechischen Grenze setzt Schneefall ein, der bis zum Erreichen unseres Ziels im Riesengebirge nicht aufhört. Und dennoch: Beim Aufstieg zur Bouda Na Plani ist trotz der Flocken sogar etwas Nachmittagssonne zu sehen.
Die Baude finden wir tief verschneit vor. Einige Zimmer sind stockdunkel, da der Schnee auf dem Dach die Fenster verdeckt. Und es schneit weiter - bis in die Nacht fällt der feine Pulverschnee.

04 Februar 2009


Heute morgen weckt uns nach drei Tagen mit Schneefall und dichten Wolken die Sonne. Meransen liegt auf einer Hochterasse über dem Pustertal und der Blick aus dem Haus ist wunderschön.

03 Februar 2009

Skikinder


Etwas wehmütig gebe ich heute meine fünf Skikinder ab. Drei Tage hatte ich die Fünf- bis Zehnjährigen im Kurs. Die meisten haben im letzten Winter zum ersten Mal auf Skiern gestanden. Mittlerweile fahren sie die steilsten Pisten in Meransen hinunter, können sich selbständig die Ski anziehen, kennen die wichtigsten Pistenregeln und fahren im flachen Gelände teilweise schon parallel. Morgen übernimmt Holger die Gruppe, denn er hat sich heute in der Mittagspause beim Springen über einen Kicker leicht verletzt und muss sich etwas schonen. Ich fahre stattdessen ab morgen mit seinen Erwachsenen.