23 September 2014

Neues Anmeldeverfahren für die Meransen-Fahrt

Die Anmeldung für die TU-Skifahrten ist ab dem 1. Oktober möglich. Schon jetzt fragen viele Interessenten/innen nach einem Passwort für die Buchung. In den letzten Jahren wurde es für die Anmeldung benötigt. Über die Anzahl der vergebenen Passwörter konnte ich kontrollieren, dass das Hotel nicht überbucht wurde. Als wir im TU-Sport dieses Verfahren vor einigen Jahren einführten, waren die Passwortanfragen noch gut zu steuern. Im letzten Jahr hingegen fragten die ersten jungen Menschen schon mitten im Sommer an, und je näher der Anmeldetermin rückte, um so mehr wurde ich bestürmt. Die Doppelzimmer waren 2013 schon am ersten offiziellen Anmeldetag ausgebucht..
Weil es wegen der großen Nachfrage schwierig für mich war, die genaue Reihenfolge von Mails und Telefonanrufen zu dokumentieren, vergeben wir dieses Jahr keine Passwörter. Wir denken, dass es gerechter und transparenter ist, wenn sich die Leute selbst frei anmelden können. Dabei reicht es zunächst, die gewünschte Zimmerkategorie zu buchen - ohne gleich alle Personen aus dem Zimmer anzumelden.
Die weiteren Zimmergenossen/innen können später in einem zweiten Schritt angemeldet werden. Die großen Zimmer sind erfahrungsgemäß nicht so schnell weg. Bei den DZ könnte es hingegen Engpässe geben.

05 September 2014

Winterplanung 2015

Die neue Ski- und Snowboardsaison steht vor der Tür. Ich plane derzeit die Reisen für den TU-Sport. Leider werden wir die Preise überall etwas erhöhen müssen, damit sich die Fahrten tragen. Die Kalkulationen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Da ich trotzdem schon häufig gefragt werde, folgt hier der derzeitige Stand (Termine und ungefähre Kosten):

Termine 2015

Kurs 1   31.01.-07.02.2015            Familienkurs, Südtirol (Meransen)
Kurs 2   14.02.-21.02.2015            Langlauf/ Skating (Riesengebirge)                 
Kurs 3   21.02.-28.03.2015            Langlauf/ Skating (Riesengebirge)
Kurs 4   21.02.-28.02.2015            Ski- und Snowboard, Ahrntal    
Kurs 5   28.02.-07.03.2015            Ski- und Snowboard, Pitztal  1
Kurs 6   06.03.-14.03.2015            Ski- und Snowboard, Pitztal  2
Kurs 7   14.03.-21.03.2015            Ski- und Snowboard, Maria Alm


Es kann sein, dass die Abfahrt bei Reisen, die sonnabends beginnen, schon am späten Freitagabend ist.

Die Saison startet mit der Familienfahrt, einem Angebot für Eltern mit Kindern von vier bis 18 Jahren.
Die Langlauf- und Skatingkurse finden wie gewohnt im schneesicheren Riesengebirge statt, wo wir in einer gemütlichen Berghütte direkt im Skigebiet wohnen.
Ebenfalls ein Klassiker und nahezu ein "Muss" für alle jüngeren TU-Studierenden sind die Fahrten nach Jerzens, Pitztal. Die Kosten bleiben durch die im Preis enthaltenen Lunchpakete und die Selbstversorgungsmöglichkeit mit Getränken niedrig.
Im Südtiroler Ahrntal haben wir dieses Jahr wieder ein neues Haus, das auch optimal für Studierende geeignet ist. Der Skipass ist hier inklusive.
Zum Saisonabschluss geht es nach Maria Alm ins schneesichere Skigebiet Amadé zu unserer bewährten Frau Blattl.

Voraussichtliche Kosten der Fahrten


  • Kurs 1: Je nach Zimmerkategorie, Hochschulstatus und Alter der Kinder: Kinder ab ca. 400 €; Erw. ca. 700-800 €; Skipass inklusiv.
  • Kurse 2 und 3: Je nach Hochschulstatus: 320-380 €
  • Kurs 4: Je nach Hochschulstatus: 500-590 €; Skipass inklusiv.
  • Kurse 5 und 6: Je nach Hochschulstatus: 390-430 €
  • Kurs 7: Je nach Hochschulstatus: 490-550 €

Skipasskosten für die Fahrten 5-7:
  • Kurs 5 (Hauptsaison) ca.: 187,- (7 Tage) – 200,- (8 Tage) 
  • Kurs 6 (Hauptsaison) ca.: 163,- (7 Tage) – 175,- (8 Tage)
  • Kurs 7: ca. 200-230€

Termine und Konzept verändern sich in der kommenden Saison ansonsten nicht: Anfänger/innen bekommen sehr intensiven Unterricht, Cracks können sich den nötigen Feinschliff in fakultativ angebotenen Einzelstunden holen (S-Variante). Die Preise für die S-Variante liegen ca. 40-65 Euro unter den oben angegebenen Preisen.

23 August 2014

Rückflug

Auf dem Flughafen in Vancouver treffen wir noch einmal einen Bären. Schön. Das Einchecken bei unserer deutschen Premium-Fluggesellschaft Lufthansa ist jedoch chaotisch. Über das Internet funktioniert es nicht, da man seine Identität nicht beweisen kann. Auf dem Flughafen gibt es nur einige wenige umständlich zu bedienende Terminals - von denen ein Teil auch noch defekt ist. Die Airline spart am Personal. Am Schalter sitzt eine extrem unfreundliche Angestellte, die gar nichts kann. Wir bekommen wieder einmal schlechte Sitzplätze (wie fast immer auf dieser Reise mit der Star Alliance) und ich kann den Flug überhaupt nicht genießen.

21 August 2014

Inside-Passage südwärts


Nach zwei Tagen in Prince Rupert fahren wir heute wieder zurück in Richtung Süden. Schon um 5:30 Uhr sollen wir am Hafen sein. Die „Northern Expedition“ setzt sich fahrplanmäßig um 7:31 Uhr in Bewegung. Ganze zwei Stunden vorher müssen die Passagiere am Pier stehen – wollen sie nicht riskieren, dass ihre Reservierung entfällt. Dennoch ist die Stimmung gut am Hafen. Der Mann im Abfertigungshäuschen sieht sich unsere Papiere an und ruft aus: „Oh, a doctor! A doctor in what?“ Er hat bereits die Erfahrung gemacht, dass die Leute aus Deutschland in allen möglichen Fächern ihren Doktor machen und will es von Birgit nun genau wissen.
Anschließend verrät er uns, dass sein Sohn auch ein Doktor ist – in Jura. Dennoch würde er ihn nie mit Titel anreden. Ich stelle klar, dass ich das bei Birgit im Normalfall auch nicht tue. Wir lachen und er gibt uns unsere Bordkarten.
Als die Fähre ablegt, liegt noch dichter Nebel über dem Meer. Der Kapitän lässt alle zwei Minuten das Schiffshorn betätigen. Die Berge werfen ein Echo zurück. Dennoch bemerkt der Steuermann eines kleinen Kutters die große Fähre erst, nachdem diese exclusiv für ihn fünfmal hintereinander lange hupt. Der Kapitän verlangsamt sogar sicherheitshalber die Geschwindigkeit. Sehr spät endlich zieht der Steuermann des Kutters energisch das Ruder herum und fährt eine 180-Grad-Wende.
Kaum sind wir im Grenville Channel, lichtet sich der Nebel langsam. Nur um die Inseln herum halten sich die Schwaden länger. Ein sonniger Tag beginnt. Wir haben für die Rückfahrt Sitze in der Aurora-Lounge reserviert. An der Rezeption bekommen wir dann Platzkarten für die zweite Reihe. Die Sicht von dort ist gut, die Sitze sind sehr bequem und wir können unsere Sachen dort noch unbekümmerter herum liegen lassen als auf der Hinfahrt. Die Lounge hat eine Zugangssicherung mittels Magnetkarte. Allerdings reisen hier auch nur Touristen. Die Einheimischen sparen sich die 35 Dollar und legen sich lieber mit bunten Decken in den Foyers auf den Boden auf eine Bank.
Ich bin die meiste Zeit an Deck. Denn trotz der guten Panoramasicht in der Lounge ist die Luft dort viel schlechter als draußen. Dennoch kann ich die Lounge allen empfehlen, die die Fahrt vollkommen streßfrei genießen wollen: Kein anderer Raum an Bord (außer die Kabinen der Offiziere) bietet einen ungehinderten Blick nach vorne. Es werden Wasser und einfache Snacks gereicht und die Stühle haben bequeme Fußstützen und die Lehnen lassen sich weit nach hinten stellen.
Die Fähre ist leerer als auf der Hinfahrt. Viele Plätze im Autodeck bleiben zunächst leer. Als der Kapitän nach etwa zwei Stunden Fahrt das Autodeck öffnen lässt, damit die Leute eventuell benötigte Sachen aus den Fahrzeugen holen können, nutzen Hundebesitzer die freie Fläche, um mit ihren Lieblingen „Gassi“ zu gehen. Allerdings steigen in Bella Bella diesmal viele einheimische Passagiere zu und es warten auch jede Menge Autos am Hafen. Eine Reservierung ist bei der Inside-Passage also in jedem Fall angesagt.

20 August 2014

Prince Rupert














































Bedrohtes Paradies

Rechts neben dem Totempfahl sind draußen Schornstein und Deckshaus der "Amakusa Island" zu sehen
Auf der Fahrt nach Prince Rupert sahen wir Wale, springende Hechte, Robben, Greifvögel. Wir fuhren durch nahezu unberührte Natur. Nur wenige Siedlungen und einige Leuchttürme lagen auf dem Weg - kurz: Ein Naturparadies!
Prince Rupert selbst ist ein kleines Städtchen, in dem es beschaulich zugeht. Das einzige, was an die ferne weite Welt erinnert, sind die vielen Sattelschlepper, die mit Containern beladen durch die Stadt rauschen. Ansonsten sind auf den Straßen auch viele Indianer zu sehen. An die Geschichte ihrer Kultur erinnert das "Museum of Northern British Columbia". Es ist in einem Nachbau eines traditionellen Langhauses untergebracht und beherbergt zahlreiche Kunst- und Gebrauchsgegenstände, bis hin zu Werkzeugen, Kanus und Totempfählen. Wer beim Gang durch die beeindruckende Sammlung einmal den Kopf hebt und quer durch den Raum schaut, sieht hinter den großen Scheiben an der Rückseite des Hauses ein riesiges Schiff direkt vor dem Museum liegen.
Es ist die 224m lange "Amakusa Island", ein Havarist mit deutlicher Schlagseite, dessen Name am Bug gerade noch zu lesen ist, weil das Schiff bis dahin abgesunken ist. Der Koloss wirkt wie ein Menetekel vor den Exponaten der indianischen Kultur.
Mit Schlagseite und bis zum Namenzug am Bug eingesunken: die "Amakusa Island"
Die "Amakusa Island", ein japanischer Kohlefrachter, war am 14. Juli auf dem Weg zu einem Ankerplatz im äußeren Hafen von Prince Rupert auf Grund gelaufen. Die Außenhülle wurde dabei beschädigt. Zwei Balasttanks liefen voll Wasser. Durch die einsetzende Flut konnte das Schiff vier Stunden später wieder flott gemacht werden. Den jetzigen Liegeplatz erreichte sie aus eigener Kraft. Glücklicherweise wurde bei diesem Unglück die Umwelt nicht beeinträchtigt.
Allerdings macht der Unfall deutlich, welche Gefahren von einem der weltgrößten Tiefwasserhäfen für das empfindliche Ökosystem im Norden Kanadas ausgehen. Dass das große Schiff nun schon seit Wochen hier zwischen kleinen Fischerbooten liegt, ohne dass eine Reparatur erfolgt, lässt zudem den Eindruck einer gewissen Hilflosigkeit im Umgang mit der Situation erkennen.
Das riesige Schiff liegt zwischen Fischerbooten und wartet auf eine Reparatur
Die konservative Regierung hat vor einiger Zeit beschlossen, den Hafen um ein Ölterminal zu erweitern. Eine Pipeline soll gebaut werden und Supertanker werden die empfindlichen Gewässer anlaufen. Schon jetzt gibt es im Schnitt drei Havarien pro Jahr, wie der Transportation Safety Board berichtet. Und das ist nicht einmal ein schlechter Schnitt. Gegenüber der "Vancouver Sun" rechnet Brian Falconer von der Raincoast Conservation Society vor: "Bei einer angeblichen 99,6-prozentigen Zuverlässigkeit bleiben bei einigen Tausend Schiffsbewegungen pro Jahr drei bis vier Unfälle unvermeidlich. Auch die "Amakusa Island" war mit einem Lotsen unterwegs.
Sollte einem großen Öltanker ein ähnlicher Unfall passieren und sollten dabei nicht nur die Ballasttanks aufgerissen werden - dann wäre die unvergleichlich schöne Natur in dieser Küstenregion in sehr ernster Gefahr.