30 Dezember 2008

Tour nach Jeleni

Von Erzgebirge Skitour

Nachdem wir gestern auf der Magistrale in Richtung Boží Dar gelaufen sind, zieht es uns heute in die andere Richtung. Über eine wunderschöne Höhenloipe geht es durch den Wald nach Jeleni. Anders als im Riesengebirge gibt es hier im Erzgebirge nur wenige bewirtschaftete Bauden, in denen die Skiwanderer sich verpflegen oder aufwärmen können. Gestern haben wir das schmerzlich zu spüren bekommen, als wir unsere Pause frierend in einer dem Wind ausgesetzten Schutzhütte verbringen mussten und nichts dabei hatten außer etwas Tee und wenigen Stücken Schokolade.
In Jeleni soll es dagegen eine Baude geben. Doch als wir ankommen, ist diese hoffnungslos überfüllt. So üben wir an einem idealen Hang zunächst Telemark-Schwünge und packen dass unsere vorsorglich geschmierten Brote aus. Heute ist es nahezu windstill und wieder wunderbar sonnig.
Schade, dass unsere Wirtsleute heute bereits andere Gäste erwarten und wir das Zimmer am Morgen räumen mussten. Ursprünglich wollten wir bis Sylvester bleiben, waren jedoch froh, dass wir wenigstens für zwei Nächte eine Unterkunft in Pernink fanden. Doch plötzlich wendet sich das Blatt. Als wir nach dem Skifahren in das gemütliche "Café Antik" einkehren, bietet uns die Wirtin zwei Zimmer für eine weitere Nacht an. Andreas, Katrin und Pedro nehmen das Angebot an. Winni, Wilfried und ich entschließen uns aber nicht noch einmal um und fahren nach drei wunderbaren Skitagen schließlich nach Berlin zurück.

29 Dezember 2008

Pernink

Wer bei Oberwiesenthal über die tschechische Grenze fährt, kommt sobald in das Örtchen Boží Dar. Von dort aus führt eine Straße hinunter nach Jáchimov. In einer scharfen Linkskurve zweigt rechts eine kleine Straße ab, die zunächst nach Abertamy und dann nach Pernink führt. Im "Ski-Atlas der Tschechischen Republik" (Verlag Debora Praha) steht über Pernink: "Die hochgelegene Grenzstadt ist mit ihrer Silber- und Kobaltförderung seit dem 16. Jahrhundert und der Textil- und holverarbeitenden Industrie seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Zahlreiche Überreste der Fördertätigkeit blieben in der breiten Umgebung bis heute erhalten. Mit der Nachkriegsaussiedlung der Deutschen verlor die Stadt die Mehrzahl ihrer Einwohner und die 700 ständig hier wohnenden Personen sind zum Großteil von der Entwicklung des Fremdenverkehrs abhängig."
Wir finden diese Beschreibung bestätigt - und müssen feststellen, dass der Exodus anhält: Pedro hat von einem Freund die Telefon-Nummer einer Familie aus Pernink, die im Winter einige Zimmer ihres Hauses vermietet. Das Ganze ist eigentlich keine richtige Pension; wir finden das Haus nur aufgrund einer Beschreibung ("Straße am Bach, Haus mit Weihnachtsbeleuchtung im Fenster"). Die Zimmer haben jeweils vier oder mehr Betten und die Gäste nutzen Bad, Küche und Wohnzimmer der Familie mit. Alles ist sehr gemütlich, sauber und preiswert. Abends stellt uns unser Wirt stolz seinen Sohn vor. Lukas ist 26 Jahre alt und lebt heute in New York. Illegal, wie wir bald im Gespräch herausfinden. Vor sechs Jahren ist er in die USA geflogen, um Eishockey-Profi zu werden. Er spielte zunächst in einer Junior-Liga. Durch eine Verletzung musste er den Sport dann aber aufgeben. Mittlerweile arbeitet er auf dem Bau; er baut Holzhäuser, wie er sagt. Zu Weihnachten ist er zum zweiten Mal in sechs Jahren wieder in der Heimat. Er weiß nicht, ob er wieder in die USA einreisen darf, denn er hat sein Touristenvisum um Jahre überzogen; vielleicht laufen die Geschäfte mit Holzhäusern auch nicht mehr so gut - schließlich gibt es das Wort "Immobilienkrise" -, obwohl Lukas das abstreitet. Vielleicht zieht es auch wieder nach Europa, wenn er davon redet, eventuell nach London zu gehen. Fakt ist aber offenbar, dass die Jungen weiterhin die Dörfer im Erzgebirge verlassen.
Pernink hat für uns dennoch den großen Vorteil, dass es direkt an der Langlauf-Magistrale Nové Hamry - Horní Blatná - Boží Dar liegt. Wir steigen morgens direkt am Ortsrand auf die Ski und sind mitten in einem herrlichen Loipengebiet.

28 Dezember 2008

Langlauf in Oberwiesenthal


Anreise nach Oberwiesenthal: Unser Taxi braucht von Berlin-Südkreuz bis Oberwiesenthal mit zwei Pausen etwa viereinhalb Stunden. Das Tachometer ist ausgeschaltet, denn Wilfried ist selbständiger Taxiunternehmer und wir teilen uns zu dritt die Kosten dieser Fahrt. Auf der verlausten Autobahnraststätte Auerswalder Blick erstehen wir von einem extrem unfreundlichen Verkäufer noch eine Kompass-Wanderkarte: Er ranzt uns an, als wir die Karte aus dem Ständer nehmen und aufblättern: "Die Karte ist zum Kaufen da, nicht zum Angucken"; Als wir ihm das gute Stück dann mit der Bemerkung auf den Tresen knallen: "Wir kaufen diese Karte jetzt, obwohl sie nicht zum Angucken ist und obwohl sie auch von anderen Leuten offenbar schon einmal angeschaut worden ist", antwortet er nur verstockt: "Zu diesen Leuten gehören Sie ja auch".
Eigentlich hätte man dem Typen nichts abkaufen sollen - aber wir brauchten eine gute Karte, denn das Erzgebirge ist uns bisher noch unbekannt.
Wir erreichen Oberwiesenthal bei strahlendem Winterwetter auf der B95. Im Ort staut sich der Verkehr weiräumig vor den Parkplätzen des alpinen Skigebiets. Doch unser Ziel ist das Langlaufareal: Auch hier ein riesiger Parkplatz; chaotisch, eiseglatt, unbewirtschaftet; man hilft sich gegenseitig dabei, die Autos auf dem rutschigen Untergrund aus den Kuhlen zu schieben.
Doch sobald wir das Auto abgestellt haben, holen wir die Ski vom Dach und ziehen uns in der Eiseskälte um. Dann sind wir in der Loipe. Durch verschneite Wälder gleiten wir unter der niedrig stehenden Dezembersonne nach Tellerhäuser. Der in den vergangenen Tagen gefallene Schnee knirscht unter den Skiern. Hier oben haben die wärmeren Temperaturen der vergangenen beiden Wochen dem Schnee nicht viel anhaben können. Es sind heute zwar recht viele Leute unterwegs. Dennoch ist es ein wunderschöner Skitag, den wir im Gasthof "Neues Haus" direkt an der tschechischen Grenze mit einem guten Essen beschließen. Dann fahren wir hinüber nach Tschechien zu unserer Unterkunft, einer kleinen Pension im Örtchen Pernink.

27 Dezember 2008

Ab´n Schnee

Nach dem Wärmeeinbruch der letzten beiden Wochen und reichlich Tauwetter bis in die Mittelgebirge hoch ist es jetzt wieder kalt und es hat sogar geschneit.
Aus Spindleruv Mlyn meldet die Webcam seit zwei Tagen 20-25 cm Schnee außerhalb der Loipen, davon 5 cm Neuschnee - insgesamt jedoch "gefrorenen Schnee". Deshalb fahren wir morgen ins Erzgebirge, in den tschechischen Teil. Dort sah die Lage eigentlich ganz gut aus - jedenfalls laut Internet.
Gut, dass ich von zahlreichen TU-Langlauf-Fahrten Wilfried kenne, der eine Taxe hat. So fahr´n wir mit der Taxe ab´n Schnee!

07 Dezember 2008

Altersstruktur Familienfahrt

Der TU-Familienskikurs in den Berliner Winterferien ist nun ausgebucht.
Da ich immer wieder gefragt werde, wie die Altersstruktur der Kinder und Jugendlichen ist, hier ein Überblick:

4 Jahre: 1 Mädchen
6 Jahre: 2 Mädchen, 2 Jungs
9 Jahre: 2 Mädchen, 1 Junge
10 Jahre: 1 Mädchen, 3 Jungs
11 Jahre: 2 Jungs
12 Jahre: 2 Jungs
13 Jahre: 2 Mädchen, 3 Jungs
14 Jahre: 4 Mädchen, 1 Junge
15 Jahre: 1 Junge
17 Jahre: 1 Mädchen, 1 Junge

27 November 2008

Hochzeiger öffnet morgen mit Boney M.

Heute erreicht mich eine E-Mail der Hochzeiger Bergbahnen, die morgen den Betrieb aufnehmen:

Hochzeiger Bergbahnen Pitztal
9 Bergbahnen, 45 km Pisten, 1.000 m Höhenunterschied:
Traumhafte Pistenbedingungen zum Saisonsstart im Hochzeiger Skigebiet!
Herrlicher Pulverschnee erwartet Sie zwischen 1.450 und 2.450 m Seehöhe. Ab Morgen können Sie Ihre ersten Schwünge auf 30 bestens präparierten Pistenkilometern ziehen.

Außerdem wird mit einer großen Eröffnungsshow geworben: Boney M. featuring irgendwer treten auf. Hauptsache, der schöne Schnee schmilzt nicht gleich wieder...

23 November 2008

Bei Youtube entdeckt: Elvis

Eben finde ich bei Youtube Videos unseres Elvis de Puerto de la Cruz:


20 cm Neuschnee

Selbst in Berlin liegt heute Schnee. In Spindlermühle erfreuen bis zu 20 cm Neuschnee das Herz, so dass insgesamt jetzt 15-35 cm gemeldet werden.
Webcam siehe Link am Kopfende des Blogs.

20 November 2008

5 bis 10 cm Schnee in Spindl


Der Winter ist im Plan: Normalerweise sind ab Anfang Dezember die Pisten im Riesengebirge offen. Seit heute liegt der erste natürliche Schnee in Spindleruv Mlyn.

18 November 2008

Erster Schnee in Spindl


Heute ist es so weit: Beide Webcams in Spindleruv Mlyn zeigen Schnee - wenn auch wahrscheinlich Kunstschnee. Aber die Temperaturen sind erstmals ganztägig unter der Nullgrad-Gernze geblieben.
Das Bild ist ein Screenshot. Einen Link zur Live-Kamera gibt es in den oberen Zeilen auf dieser Seite!

15 November 2008

Wetter in Spindleruv Mlyn am 15.11.08


Raider heißt jetzt Twix - sonst ändert sich nix: Auch die Wetterangaben der Webcams in Spindleruv Mlyn haben eine bemerkenswerte Konstanz: Die Kamera 1 zeigt heute wie vor 2 Tagen etwa 6 Grad plus. Die etwa zwei Kilometer entfernte, auf nahezu gleicher Höhe installierte Kamera 2 verharrt beständig bei Null Grad.
Da bringe ich doch lieber ein Standbild von Kamera 2 - und hoffe, dass sie demnächst auch Schnee zeigt (Link zu den Kameras ganz oben auf dieser Seite).

13 November 2008

Wetter in Spindleruv Mlyn am 13.11.08


Es liegt noch kein Schnee in Spindl, aber die Temperaturen nähern sich dem Gefrierpunkt. Hier ein Ausschnitt mit Webcam-Bild (nicht live).

10 November 2008

Ab jetzt wieder Winter


Teneriffa mit Teide (links); im Hintergrund ist die typische Silhouette von La Palma mit den beiden Höckern zu sehen

Schluß mit Lustig, vorbei, aus. Nie wieder warme Duschen: Ab jetzt kehrt der Winter in diesem Blog ein. Wir verlassen die warmen Gefilde.

09 November 2008

Bodysurfen in Puerto de la Cruz


Am Wochenende sieht man die "Locals" von Puerto de la Cruz am Strand mit ihren Bodyboards. Einige Surfer gibt es auch darunter, aber die Variante mit dem kurzen Board, auf dem sich liegend oder knieend auch einige stylishe Kunststueckchen vollfuehren lassen, ist eindeutig in der Mehrheit.
In den Herbst- und Wintermonaten gibt es fast immer eine gute Welle. Und obwohl das Wetter in den letzten Tagen deutlich besser und die Wellen niedriger geworden sind, sind die Surfer auch heute draussen. Aber der Strandabschnitt, an dem gesurft wird, hat auch einige Klippen. Je nach Tidenstand ergeben sich andere Verhaeltnisse, die man gut kennen sollte, bevor man sich hier ins Wasser wagt. So bleibt die einheimische Jugend ziemlich unter sich.


Heute abend geht es ein letztes Mals in die Pizzeria Compostelana - und zum Elvis!

08 November 2008

Schlafen im Hotel

So schlecht sind die Betten im Marquesa nicht. Da gaebe es andere Dinge, ueber die ich meckern koennte; Ueber den unfreundlichen Chef zum Beispiel.
Aber die Matratzen leisten auch fuer andere Zwecke als zum Schlafen treue Dienste. Die Bauarbeiter vom Nachbargrundstueck haben zum Beispiel diese schicke Materialrutsche teilweise aus einer Matratze gebaut. Die Konstruktion schuetzt Rutschgut und daempft den Laerm - und traegt somit dazu bei, dass Hotelgaeste ruhiger schlafen. Vorbildlich!

07 November 2008

Aufstieg zum Teide

Teide
Heute waren wir auf dem Teide. Wir sind in der Fruehe um fuenf Uhr - noch im Dunkeln - aufgebrochen. Der Sternenhimmel ueber der Caldera war gigantisch. Logisch, dass hier ganz in der Naehe ein Observatorium steht.
Gegen 6:30 Uhr sind wir an den Montanas Blancas (Km 40 auf der TF-21) in etwa 2500 m gestartet. Auf der Refugio de Altavista in 3260 m Hoehe dann: Natuerlich Baulaerm!
Ansonsten war es ein besonderes Erlebnis - die Sicht auf die Nachbarinseln, der Hoehenunterschied zum Meer, wo wir gestartet waren; die duenne Luft, die Touris in Espadrilles, die mit der Seilbahn hochgefahren sind. Viereinhalb Stunden dauerte der Aufstieg bis zur Seilbahn inklusive Pausen. Runter sind wir dann mit der Bahn gefahren, um die Knie zu schonen. 12,50 Euro kostete die Einzelfahrt.

06 November 2008

Lärm


"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" - Denn deren späterer Abriss ist mit Lärm verbunden!
Der Urlaub ist nach landläufiger Meinung dazu da, einmal richtig auszuspannen. Gestern wunderte sich ein Freund, warum wir in den Ferien unsere Mailboxen abrufen.
Ach, wenn er wüßte! Der Gang ins freundliche Internetcafé ist eigentlich nüscht gegen die anderen Zivilisationskrankheiten, die hier grassieren. Unser Hotel ist im – autofreien – Zentrum eines ehemaligen Fischerdörfchens gelegen. Gut, das Dörfchen ist jetzt eine Stadt; Aber das verwundert nicht, schließlich ist die Fischerei keine romantische Angelegeneheit mehr, sondern eine Industrie; Und seit das Meer so leergefischt ist, dass die modernen Fischer eine halbe Tonne Treibstoff verfahren müssen, um eine Tonne Fisch zu fangen, gibt es eben keine „kleinen Fischerdörfchen“ mehr.
Aber daran liegt es nicht, dass die Idylle getrübt ist. Es ist der Lärm, der allenthalben an den Nerven zehrt. Bereits am ersten Abend im Hotel erregte ein regelmässiges tiefes Stöhnen unsere Aufmerksamkeit. Bei näherer Betrachtung erwies sich der betagte Aufzug als Quelle des Geräuschs. Dabei haben wir noch Glück gehabt: Birgit hatte bei der Buchung als besonderen Wunsch ein ruhiges Zimmer angegeben. So sind wir immerhin in dem Trakt gelandet, der nicht dem Presslufthammerlärm aus einer angrenzenden Gasse ausgesetzt ist. Die Geschichte dazu ist übrigens lustig: In dem Bemühen, das Städtchen für die Touris aufzuhübschen, wollte man eine Reihe von Blumentrögen in die Gasse setzen. Diese sollten auf einer Betonmauer ruhen. Diese ward auch schnell hochgezogen. Leider zu hoch. Als Berliner fühle ich mich beim Anblick an frühere Mauerzeiten erinnert. Seit kolportierten zwei Wochen machen die schnellen Arbeiter nun die Erfahrung, dass Beton leichter gegossen als wieder weggehämmert ist.
Das ist nicht die einzige Baustelle. Die Plaza gegenüber ist ohne Frage schön. Nur bedarf sie der Pflege. Jeden Tag ist eine andere Kolonne da, die mit allerlei motorisiertem Werkzeug – vom Laubbläser bis zur Motorsäge – der Schönheit nachhilft.
An die Plaza grenzt eine Schule. Ich habe den Eindruck, die Kinder haben den ganzen Vormittag über Pause. Kreischend und johlend toben sie durch den Schulhof. Dazu kommt alle Viertelstunde Kirchengeläut. Selbst innen im Gotteshaus herrscht keineswegs heilige Stille: Als wir heute einen Besuch abstatteten, machte sich gerade ein Restaurator mit der Akkubohrmaschine an einem alten Altar zu schaffen. Das alles ist jedoch noch nichts gegen die allabendlich auflebende Konjunktur der Alleinunterhalter, die auf den zahlreichen Schankterassen ihrem Gewerbe nachgehen. Doch davon ein anderes Mal mehr...

05 November 2008

Vergesst Masca!



Massen von Touris werden jeden Tag durch die Schlucht von Masca getrieben, eine als Hoehepunkt der Insel verkaufte Wanderung, die ganze Busladungen ansteuern. Es geht stundenlang bergab, ueber ueble Steine. Zwischendrin erklaeren gelangweilte Guides Gruppen von mehr als zwanzig Leuten seltsame Pflanzen am Wegesrand und der als endgueltiger Hoehepunkt versprochene Strand erweist sich bei Lichte besehen - und erst am Ende der Tour - als unbebadebare Playa, auf die riesige Brecher platschen. Die Kapitaene, die die Touris dann mit ihren kleinen Booten aufnehmen und zurueck in die Zivilisation bringen, haben alle Muehe ihre Kisten ruhig am klapprigen Steg zu halten.
Viel schoener ist es da, sich das Ganze von oben anzuschauen. Dort verlaeuft naemlich ein wunderschoener, nahezu einsamer Wanderweg zu den Fincas de Guerges. Und genau diesen sind wir heute gelaufen: oben in der Frische und nicht in der muffig klammen Schlucht; mit den besten Ausblicken nach La Gomera, La Palma und die ganze (verbaute) Suedkueste entlang.

Mit dem Käfer unterwegs

Heute war jemand vor uns mit einem schönen VW-Käfer unterwegs.

04 November 2008

Gipfelzeit: Freitag, 12:00 Uhr


Jetzt ist es amtlich: Dies ist unser Berg und die Gipfelzeit ist Freitag, 12:00 Uhr.
Soeben haben wir unser Permit fuer den Teide, 3715 m, erhalten.

01 November 2008

Original und Faelschung



In das untere Bild haben sich ein paar Fehler eingeschlichen. Wer erkennt sie zuerst?

Immer mehr touristische Sehenswuerdigkeiten haben den Charakter von Disney-Attraktionen angenommen: Umfangreiche Parkmoeglichkeiten, Souvenirshops, Imbissbuden, Toiletten, Hotels bilden eine komplexe Infrastruktur, ohne die eine touristische Top-Adresse heute nicht denkbar ist. Leider liegen die Sehenswuerdigkeiten nicht immer besonders guenstig: Fuer Pompeji hat die Unesco kuerzlich den Notstand angekuendigt; Inkafestungen sind nur ueber abenteuerliche Strassen erreichbar; und selbst mitten in europaeischen Haupstaedten draeut Ungemach: Wer schon einmal im Louvre war und versucht hat, einen Blick auf die Mona Lisa zu erhaschen, wird diese vor lauter Menschenmassen kaum zu Gesicht bekommen haben.
In Candelaria geht man neue Wege: Weil die schoene Plaza mit den Statuen der Guanchen-Fuersten zwar neben der eindrucksvollen Kirche die Hauptsehenswuerdigkeit, im Sommer aber schattenlos und im Winter zugig ist, hat man das Panorama einfach auf eine nahe gelegene Mauer gemalt: Windgeschuetzt und schattig - und mehrere Souvenishops sind direkt gegenueber. Das ist professionelles Tourismus-Marketing!

31 Oktober 2008

Ein-Kind-Politik

Dieses Schild bedeutet ohne Zweifel: Ein-Kind-Familie
Als Globetrotter und Conaisseur fremder Kulturen bewegt man sich auf internationalem Parkett gewandt und natürlich nicht halb so hinterwäldlerisch wie der gemeine deutsche Pauschaltourist. Sollte es doch einmal mit der Verständigung hapern, belege ich eben einen Sprachkurs, wie er nahezu überall auf der Welt angeboten wird.
Es lohnt sich, mit offenem Blick durch die Welt zu gehen. Hier an unserem Urlaubsziel haben wir mit dieser Methode beispielsweise sofort einen entsprechenden Kurs gefunden: "Panish für Foreigners" stand auf einem Plakat, das unauffällig über der Straße hing. Damit sollte man weiter kommen. Falls immer noch nicht: Dann greift der erfahrene Reisende auf Pictogramme zurück. Selbst die kompliziertesten Sachverhalte lassen sich durch einfache Pictogramme erklären. Die internationale Hotellerie weiß diese geniale Form interkultureller Verständigung zu nutzen. In unserem Hotelfahrstuhl weist beispielsweise ein ganz einfaches Schild darauf hin, dass in Spanien die Ein-Kind-Politik praktiziert wird. Es ist gut, dass man im Aufzug daran erinnert wird, denn sonst könnte es dem Reisenden so ergehen wie Boris Becker, dessen Name vielfach immer noch mit einem Mißgeschick in einer Hotel-Besenkammer verbunden wird.

30 Oktober 2008

Erster Schnee


Auf dem Teide liegt Schnee. Klar: In 3700 m Höhe darf es im Oktober ruhig schneien. Aber auf der Nordseite reicht er bis etwa 2000 m tief hinunter. Die Spanier machen Schneeballschlachten, seifen sich ein oder bauen kleine Schneemänner auf ihren Autodächern: um die Antennen rum, damit die Kullermänner nicht gleich abfallen - gar nicht so doof!

29 Oktober 2008

Wanderschuhe wachsen


Mein Rucksack steht gepackt in der Ecke. Morgen geht es los. Ein Wanderschuh ist schon gewachst. Früher hieß es wohl, man solle die Schuhe einfetten. Dann kam das außer Mode, weil das Fett das Leder weich macht. Das führt erstens dazu, dass der Schuh natürlich die gewünschte Steifigkeit verliert und zweitens die Nähte angegriffen werden, so dass dort Wasser eindringen kann.
Ich wachse also meine Schuhe: Schuh abbürsten oder - bei starker Verschmutztung - vorsichtig mit Wasser abwaschen. Wenn er dann trocken und sauber ist, Wachs mit der Hand auftragen (oder Wachs vorher anwärmen, damit es besser eindringt). Das Wachs langsam einreiben, besonders auch an den Nähten. Trocknen lassen und danach polieren. Der Schuh wird dunkler, aber sieht wie neu aus und das Wasser perlt anschließend wunderbar ab.

16 Oktober 2008

Entgelte des Familienkurses gesenkt

Gute Nachrichten aus Südtirol: Ich habe ein neues Angebot für den Familienkurs bekommen, so dass die Preise für die Fahrt gesenkt werden können:

Kinder zwischen 3 und 7 Jahren: € 335,--;
Kinder zwischen 8 und 15 Jahren: € 485,--;
Jugendliche ab 16 Jahren: € 595,--;
Studierende: wie Jugendliche: € 595,--;
Beschäftigte und Alumni der TU: € 640,--;
Externe: € 680,--.

Diese Preise enthalten in diesem Jahr erstmals bereits den 6-Tages-Skipass!

Die kleinen Kinder zahlen also 10 Euro weniger als in der ursprünglichen Kalkulation. Außerdem wird die Ermäßigung nicht nur bis sechs Jahre sondern auch für die sieben Jährigen gewährt.
Die nächste Preisstufe - ursprünglich Kinder zwischen sieben und zwölf - gilt jetzt für die acht bis 15-Jährigen und beträgt inklusive Skipass 485 Euro.
Auch bei den Jugendlichen und Erwachsenen liegt der jetzige Komplett-Preis etwa 50 Euro unter der bisherigen Summe aus Fahrt plus Skipass-Listenpreis.

Kleiner Wermutstropfen: Wer bereits am Ankunftstag skifahren möchte, muss sich zusätzlich eine Halbtageskarte kaufen, da es das Sonderangebot nur in der 6-Tagesvariante gibt.

10 Oktober 2008

Nachruf für Tom-Tom heute im Tagesspiegel

Der bereits einmal angekündigte Nachruf für meinen Freund und TU-Übungsleiter Tom-Tom ist heute im Tagesspiegel erschienen.
Tom-Tom ist am 31. Mai gestorben.
Vor einiger Zeit hatten wir - Eltern und Freunde - uns mit der Journalistin Elena Senft zusammen gesetzt. Entstanden ist ein sehr schöner Artikel - wie ich finde.

Erinnerungen an Lukla Airport


Anflug auf Lukla mit einem hoffnungsfrohen Piloten von Yeti Air

Die schreckliche Nachricht von dem Flugzeugabsturz mit 18 Toten in Lukla (Nepal) erinnert mich an einen eigenen Anflug auf Lukla vor ein paar Jahren - ebenfalls in einer Twin Otter DHC-6 von Yeti Airlines.
Vor dem Rückflug nach Kathmandu notierte ich damals folgende Beobachtungen über diesen bemerkenswerten Flughafen:
"Der Flughafen von Lukla genügt allen Ansprüchen an ein wichtiges regionales Drehkreuz: Er ist militärisch gut gesichert. Stacheldraht schützt die gesamte Anlage. Die örtliche Bevölkerung scheint diese Einrichtung zu schätzen, bietet sie doch die Möglichkeit, daran auch Wäsche aufzuhängen. Bereits morgens um halb sieben starten die Soldaten in der Kälte auf knapp 3000 m Höhe ihre Patrouillen. Zu dieser unchristlichen Stunde wärmen sie sich an einer brennenden Mülltonne. Innen im Flughafengebäude gibt es um diese Uhrzeit noch keine Elektrizität. Die Uhren stehen auf Dreiviertel Zehn, möglicherweise war das der Zeitpunkt, an dem im besten Fall am Vorabend der Strom abgeschaltet wurde.
Wer von hier abreisen will, betritt als erstes einen Empfangsraum, der klar gegliedert ist; Es hängen Lampen an der Decke - nur leuchten die nicht; Es gibt Wände, Fenster und am Eingang einen freundlichen Offizier, der Jedem "good morning" sagt.
In dem Raum dahinter wird es trotz viel versprechender Ausschilderung unübersichtlicher. Erste Station der Reisenden ist der "Airline Check In". Die Gesellschaften heißen: Buddha Air, Yeti Airlines oder Gurkha Airlines. Später entdecke ich noch Cosmic Airlines. An den Schaltern wird mit viel Radau sämtliches Gepäck, das in ein Flugzeug verladen werden soll, auf eine große Wage gewuchtet. Die erlaubte Zuladung des Fliegers darf in der dünnen Luft hier oben nicht überschritten werden.
Danach folgt der "Baggage Check". Die Taschenkontrolle findet in Anwesenheit der Besitzer/innen und - wie fast alles im Flughafen von Lukla - mangels Elektrizität im Halbdunkeln statt.
Einzig ein unbesetzter und nur aus einem Holztresen bestehender Bankschalter wird vom diffusen Licht einer Glühbirne, die aus einem Nebenraum schimmert, matt angeleuchtet. Woher sie ihre Energie bezieht, ist unklar.
Nach der Personenkontrolle und Untersuchung des Handgepäcks, die Männlein und Weiblein immerhin getrennt über sich ergehen lassen müssen, und deren Wirksamkeit im Wesentlichen davon abhängt, wie ehrlich der geneigte Fluggast die mit strenger Miene zweifach gestellte Frage beantwortet, ob denn nun tatsächlich kein Messer in der Tasche sei, geht es in einen weiteren Raum im Untergeschoss, der nun die letzte Station in Lukla sein wird (es sei denn, man kommt in den besonderen Genuss eines Aufenthalts im VIP-Raum; der blieb uns allerdings verschlossen).
In diesem letzten Warteraum wird dem gewöhnlichen Fluggast die Zeit durch die Angebote eines "Tea Stalls" und eines "Book Stalls" - letzterer ebenfalls unbesetzt - angenehm gestaltet.
Am "Tea Stall" entdecke ich unseren Kellner vom Hotel wieder, der hier offenbar zwischen Frühstück und Mittagessen einer Nebenbeschäftigung nachgeht.
Das Beste am Flughafen von Lukla ist jedoch, dass irgendwann die Luft zu dröhnen beginnt und tatsächlich ein Flugzeug landet. Eine zweite und dritte Twin Otter folgen im Minutentakt. Das gesamte Rollfeld ist plötzlich voll. Hektisch werden die Maschinen entladen, denn das tägliche Zeitfenster, bis die Wolken aus dem Tal aufziehen, ist kurz. Wir steigen ein. Die Maschine rollt los, bevor ich überhaupt angeschnallt bin. Für einen kurzen Augenblick kommt durch das Cockpitfenster die abschüssige Startbahn in mein Blickfeld. Die Maschine rollt immer schneller. Deutlich vor dem Ende der Bahn hebt der kleine Flieger ab. Eine Kurve. Dann kommt der grinsende Steward und verteilt Bonbons. Ein weiterer Tag in der bewegten Geschichte der Luftfahrt hat begonnen..."

09 Oktober 2008

Entgelte des TU-Familien-Skikurses

Der TU-Sport ist kein kommerzieller Veranstalter. Daher wollen wir alle Kosten nur durchreichen - das macht die Berechnung kompliziert.

Insgesamt ist aufgrund gestiegener Energiekosten alles teurer geworden - oder Preise stehen noch gar nicht fest. In Meransen - Ziel des TU-Familienskikurses - sind die Listenpreise der Skipässe für das vergleichsweise kleine Skigebiet recht hoch: 192 Euro für 7 Tage Hauptsaison (Erwachsene).
Für die Gruppe gibt es Rabatte - nur müssen die ausgehandelt werden.
Im Moment läuft alles darauf hinaus, dass mir ein Komplettpaket aus Hotel und Skipass angeboten wird. Voraussetzung: Aus dem vom TU-Sport angebotenen Preis dürfen die Einzelkomponenten nicht mehr hervorgehen. Das wiederum sprengt unsere Preisstruktur. Die bereits ausgeschriebene Fahrt muss neue Preise bekommen!
Dies geschieht allerdings zum Wohle der Teilnehmer/innen, denn der Endpreis - inclusive Skipass - wird geringer.
Im Moment ist folgende Struktur denkbar - mit teilweise noch nicht ganz ausverhandelten Spannen:

- Kinder 3-6 Jahre: 345,-
- Kinder 7-8 Jahre: 435,-
- Kinder 9-12 Jahre: ca. 540,- bis 560,-
- Jugendliche 13-16 Jahre: ca. 570,- bis 590,-
- Schüler/innen, Studierende und Jugendliche ab 17 Jahre: ca. 620,- bis 650,-
- TU-Beschäftigte und Alumni: ca. 660,- bis 690,- Euro
- Externe: ca 700,- bis 730,-

Wie gesagt: Ganz sicher sind weder die Struktur noch die Höhe - wobei die Obergrenzen gelten, denn sie entsprechen ungefähr den Summen der Einzelpreise.

06 Oktober 2008

TU-Skireisen im Winter 2008/09

Termine und Kosten der Ski- und Snowboardfahrten des Hochschulsports der TU Berlin sind jetzt online. Die Anmeldung ist möglich:
Überblick über die Reisen des kommenden Winters
Bereits recht eng ist die Belegung des Familienkurses in den Winterferien. Knapp 40 Anmeldungen und ernsthafte Anfragen gibt es für die planmäßigen 45 Plätze.

03 Oktober 2008

Jede/r trägt den eigenen Ski


Der Familienkurs 2009 geht wieder nach Meransen ins bewährte Hotel "Alpenfrieden".
Das Konzept: Gediegene Unterkunft, damit es auch ein entspannter Urlaub für die Eltern wird: Dafür stehen komfortable Zimmer, das gute Südtiroler Essen, Sauna und Swimming Pool.
Der Ski- und Snowboardkurs wird vorwiegend für die Kinder angeboten. Da wir alle Könnensstufen und Altersgruppen sowie Skifahrer- und Snowboarder/innen optimal betreuen möchten, müssen die Erwachsenen in Bezug auf den Unterricht etwas zurück stehen. Sie sind ohnehin oft froh, wenn sie die Kinder gut betreut wissen und selbst einmal allein fahren können.
Grundsätzlich gilt: Die Übungsleiter/innen übernehmen die Kinder zum Kurs und liefern sie danach auch wieder bei den Eltern ab. Außerhalb dieser Zeiten sind die Eltern für die Aufsicht verantwortlich.

Skireise Spindl 2009

Alles Drehen und Wenden hat nichts genutzt: Die Entgelte für die Langlauf- und Skating-Kurse mussten in diesem Jahr deutlich erhöht werden. Eigentlich wäre die Erhöhung letztes Jahr schon fällig gewesen, denn die Energiepreise - und damit die Kosten für die Busfahrt - waren damals schon kräftig gestiegen.
Dieses Jahr nun erzwingen die wiederum höheren Spritpreise, eine Erhöhung der Übernachtungskosten (die seit Jahren konstant waren), die höheren Lift- und Transportkosten sowie ein kräftig gesunkener Wechselkurs eine Erhöhung um 15 Euro.
Dennoch: Die Bouda na Plani ist eine Perle im Riesengebirge und dank ihrer Lage auf dem Berg hatten wir auch in schneearmen Wintern immer noch gute Bedingungen.
Hier ein paar Bilder von 2008:
Spindleruv Mlyn 2008

24 September 2008

Universiade in Hamburg endgültig geplatzt?

Nachdem es bereits im Mai Querelen um die Finanzierung gegeben hatte, berichtet heute das Hamburger Abendblatt, dass die Universiade-Bewerbung der Freien und Hansestadt Hamburg endgültig gescheitert sei.
Falls es keine Finanzzusage des Bundes über 25 Millionen Euro gäbe, ist das Projekt definitiv gescheitert. Wie es heißt, lehnt die CDU-Bundestagsfraktion die Fördermittel ab.

18 September 2008

Morgen im Tagesspiegel

Morgen erscheint der Nachruf für Tom-Tom im Tagesspiegel. Der Artikel von Elena Senft findet sich in der Rubrik "Vorbei - ein dummes Wort".

12 September 2008

Vorbei - ein dummes Wort

Tom-Tom 2007 in Jerzens

Am Dienstag traf ich mich mit Freunden/innen und den Eltern von Tom-Tom. Der Grund: Eine Journalistin vom Tagesspiegel arbeitet an einem Nachruf für die Serie "Vorbei - ein dummes Wort". Wie sie genau auf Tom-Tom aufmerksam geworden ist, weiß ich gar nicht. Vor einiger Zeit hatte ich ihr den Kontakt zu seinen Eltern vermittelt. Jeden Freitag erscheint im Tagesspiegel eine Seite mit Nachrufen von Berliner/innen, die in der letzten Zeit gestorben sind. Die meisten dieser Menschen sind der größeren Öffentlichkeit unbekannt. Dadurch, dass sie in dieser Stadt lebten, gibt es in ihren Biographien aber häufig Bezüge zu Ereignissen, Institutionen oder Personen, die doch bekannt sind.
Die Serie lebt von einem ganz charakteristischen Rhythmus der Erzählung und davon, dass in jeder Folge zwei oder drei Schicksale nebeneinander stehen, die eigentlich keinen Bezug zueinander haben. Meist sind es unterschiedliche Generationen - mit erfüllten oder auch abrupt abbrechenden Leben. Ziemlich oft sind es ganz unterschiedliche Biographien. Dennoch könnten die Menschen Nachbarn gewesen sein. Es sind Skizzen von Schicksalen, kurze Blitzlichter auf das Leben von Menschen, die einem hier auf der Straße begegnet sein könnten.
Es ist nicht einfach, ein ganzes Leben - und sei es auch nur ein relativ kurzes - in wenigen hundert Zeilen zu erzählen. Und so saßen wir lange zusammen. Neben den Eltern erzählten ein ehemaliger WG-Mitbewohner, eine Studienkollegin und eine enge Freundin über gemeinsame Erlebnisse mit Tom-Tom. Ich erfuhr weitere Einzelheiten darüber, wie Tom-Tom seine schwere Krankheit ertrug - Monate voller Schmerzen.
Der Artikel erscheint möglicherweise schon am nächsten Freitag.

19 August 2008

Was machen Skilehrer im Sommer?


Oft werde ich ja nun gefragt, was Skilehrer so im Sommer machen. Klar, denken viele: "Surflehrer halt". Andere haben mal bei Olympia reingeschaut und denken jetzt: "Na, die werden sich für den nächsten Winter fitdopen". Das sind die Kritischeren.
Die Wahrheit sieht - wie so oft - komplizierter aus. Um ihr näher zu kommen, habe ich einmal Skilehrer des TU-Hochschulsports im Sommer besucht. Da ist zum Beispiel P., bei dem ich heute überraschend war. Ich habe ihn nicht zu Hause angetroffen, aber der Besuch war dennoch aufschlussreich: Vor der Wohnungstür standen die fertig gepackten Ski, so dass es eigentlich gleich hätte losgehen können. Allerdings standen auch so manch andere Sachen da, wie zum Beispiel sämtliche Schuhe oder ein paar leere Bierflaschen...
Ich selbst halte es nun so, dass ich mich durchaus im Sommer auch für andere Sportarten interessiere. Vornehmlich Outdoor-Sportarten wie Klettern, Trekken (ist das ´ne Sportart?) oder Paddeln.
Dieser Sommer ist da etwas anders: Da ich derzeit viel mit Spitzensport zu tun habe, verfolge ich die Olympischen Spiele. Und da gibt es einen eigenen Blog - oder zumindest etwas Blogähnliches: Das Olympia-Tagebuch der TU Berlin. Dies ist auch der Grund, warum es in diesem Blog hier in letzter Zeit so wenige Einträge gab. Ich würde mich freuen, wenn ich mit diesem Post etwas Interesse auf die bemerkenswerten Spitzensportler Carsten Schlangen (Mittelstreckenläufer) und Manuel Brehmer (Ruderer) lenken könnte. Schließlich sind es doch auch Outdoor-Sportarten, oder?

12 Juli 2008

Grenzenlos Reisen


Wiedersehen macht Freude: Gestern sah ich am Brandenburger Tor, nahe der bronzenen Frau, die gegen die ehemalige Mauer anschreit, einen Reisebus in den mir bekannten Farben von Grenzenlos-Reisen. Seit Jahren fahren wir mit den grün-blau-gestreiften Bussen in den Skiurlaub.
Hier stand nun ein Grenzenlos-Bus. Allerdings war der Namenszug "GrenzenlosReisen" nicht mehr zu lesen - statt dessen prangte ein Umriss der Ukraine an der Seite.
Da ich grundsätzlich an das Gute im Menschen glaube, nehme ich an, dass unser Busunternehmen das Fahrzeug in die Ukraine verkauft hat und der neue Eigner noch keine neue Lackierung aufgebracht hat. Sollte der Bus hingegen bei Grenzenlos-Reisen als vermisst geführt sein, möge dieser Post als Hinweis für die Suche dienen.
Schön jedenfalls, das Fahrzeug wieder einmal in der Heimat begrüßen zu dürfen!

10 Juli 2008

TU-Skireisen im Winter 2008/09

Die Daten der Skireisen im kommmenden Wintersemester stehen nun fest:

Familienkurs (Ski-alpin und Snowboard):
30.01.-07.02.2009: Meransen, Gitschberg, Hotel mit Sauna, Schwimmbad, in der Nähe des Skigebietes gelegen.

Langlauf:
14.-21. Februar sowie 21.-28. Februar 2009: Riesengebirge, Spindleruv Mlyn; Bouda Na Plani

Alpin & Snowboard:
6.-14. März 2009: Jerzens, Hochzeiger; Haus Wohlfarter
13.-21. März 2009: Ahrntal, Klausberg, Hotel (mit Sauna, direkt an der Rodelbahn gelegen). Dieser Kurs wird auch speziell für Alumni empfohlen.

Freilich müssen die Fahrten noch vom Leitungsgremium des TU-Sports genehmigt werden. Die Preise stehen auch noch nicht fest, da sie maßgeblich von der Entwicklung der Kosten für Diesel abhängig sind.

06 Juli 2008

Sommergäste

Oftmals frage ich mich, was in den Skihütten wohl im Sommer so los ist. Vor zwei Tagen schickte mir Petr, der Wirt der Bouda Na Plani, nun ein aktuelles Foto: Wer also sein Ferienbett vom letzten Winter hier wieder erkennt, wird im Nachhinein besonders gut geschlafen haben...

20 Juni 2008

Beerdigung von Tom-Tom


Gestern wurde Tom-Tom beerdigt. Es war eine große, ergreifende Feier auf dem ehrwürdigen alten Friedhof an der Bergmannstraße.
Viele seiner Freundinnen und Freunde waren gekommen: Aus der Schule, der Uni, vom TuS Neukölln, vom TU-Hochschulsport und natürlich auch von den Skifahrten. Am meisten rührte mich das Blumengesteck des kleinen Gerrit an: "Meinem Skilehrer Tom-Tom einen letzten Gruß", hatte er auf die Schleife drucken lassen.
Nun ruht Tom-Tom also zwischen schönen alten Bäumen, etwas oberhalb der Grabstätte von Gustav Stresemann.

Du wirst uns sehr fehlen, Tom-Tom!

05 Juni 2008

Tom-Tom ist tot

Heute erreichte uns eine sehr traurige Nachricht während der Teamsitzung des TU-Sports:
Bereits am Sonnabend ist unser Übungsleiter Tom-Tom nach einer sehr schweren Krankheit im Alter von 26 Jahren verstorben. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 19. Juni um 13:00 Uhr in der Kapelle des Friedrichswerderschen Kirchhofs in der Bergmannstraße in Tom-Toms Heimat Kreuzberg statt.

Tom-Tom hat nach seinem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim TU-Sport im Zeitraum 2002/03gemacht. Er war bei dieser Tätigkeit sehr engagiert und hat in viele Bereiche des Hochschulsports hineingeschnuppert. Nach diesem Jahr nahm er ein Studium der Lebensmitteltechnologie an der TU auf und arbeitete nebenbei als Hallenwart in der Sporthalle Franklinstraße. Er war außerdem Basketballer und Übungsleiter im Familiensport.
Ich lernte ihn bereits während seines Freiwilligen Sozialen Jahres bei einer Skireise im Januar 2003 kennen. Die Fahrt war als Belohnung für seine gute Arbeit beim TU-Sport gedacht, denn eigentlich hatte er noch gar keinen Übungsleiter-Schein. Als sehr junger Teamer hat er – mit geliehenen alten Skiern von einem Kollegen – einen tollen Kinderskikurs gemacht. Seither war er jedes Jahr mit dabei – allerdings war es nun öfter so, dass er das beste Material hatte.

Er konnte seine Skikinder begeistern, war sehr sozial eingestellt und organisatorisch geschickt. Er kümmerte sich um Fortbildungen und leistete den Transfer der Inhalte zu den anderen Übungsleiter/innen.

Im November letzten Jahres sprach mich eine Studienkollegin von ihm in der Mensa an und sagte mir, dass Tom-Tom wegen einer „komischen Sache“ im Krankenhaus liege. Schmerzen im Oberschenkel – Verdacht auf Krebs. Der Verdacht erhärtete sich, obwohl kaum jemand die Krebsart genau kannte. Die Analysen mussten in den USA gemacht werden. Es war ein sehr aggressiver Krebs, der schnell streute. Trotzdem war Tom-Tom in den Gesprächen, die ich mit ihm führte, sehr gefasst und optimistisch.

Die Ärzte konnten ihm aber letztlich leider nicht helfen. Am Sonnabend ist er friedlich im Kreis seiner engsten Angehörigen verstorben.

Ich bin sehr traurig.

04 Juni 2008

Schülerinformationstage an der TU Berlin


In den Büroalltag ist heute etwas Abwechslung eingekehrt: Es sind Schülerinformationstage an der TU. Daher mache ich für ein paar Stunden Standbetreuung im Lichthof. Trotz der gegenwärtigen Hitze ist der Andrang recht groß. Das ist das Schöne an den Schüler/innen: sie sind - im Gegensatz zu den Studis höherer Semester - noch so schön unverdorben und neugierig.
Die TU gibt sich alle Mühe, um sich lebendig zu präsentieren. Im Lichthof gibt es ein paar Jungs, die ein ferngesteuertes Mini-Flugzeug fliegen lassen. Das Modell ist recht robust - und so zählt es jedesmal zu den Höhepunkten der Flugshow, wenn das Gerät gegen eine Wand kracht und sich anschließend aus dem Trudeln wieder fängt, um eine neue Runde zu drehen.
Auch ein Luftschiff der "Projektwerkstatt Volumenoptimierte Flugobjekte" ist da - und muss sich den recht engen Luftraum im Lichthof mit dem kleinen Doppeldecker teilen.

29 Mai 2008

Hamburgs Universiade-Bewerbung in Gefahr?

Seit Ende letzten Jahres ist es offiziell: Die Freie und Hansestadt Hamburg bewirbt sich um die Universiade 2015. Universiaden sind nach den Olympischen Spielen die größten Multisportveranstaltungen der Welt. Teilnehmen dürfen Studierende aller Länder. Zur letzten Universiade 2007 in Bangkok reisten etwa 10.000 Teilnehmer/innen an.
Hamburgs Bewerbung wurde frenetisch gefeiert. Vor den Wahlen machte sich eine solche Ankündigung, deren Verwirklichung bekanntermaßen mit Kosten verbunden ist, natürlich gut. Kurz vor den Wahlen wurde indes bekannt, dass der veranstaltende Weltverband, die FISU, erhebliche finanzielle Forderungen an die Bewerberstädte stellt.
Bereits im Koalitionsvertrag spielte die Universiade denn auch keine Rolle mehr. Der Hamburger Sportbund (HSB) deutete dies dennoch optimistisch "als Signal, dass der neue Senat die bisherigen Konzepte hierzu weiter verfolgt." (DOSB Presse Nr. 17).
Am 19. Mai war dann in den Medien jedoch plötzlich von "Chaos", "Verwirrung" und "Drohendem Aus" die Rede.
Der Hochschulsportverband adh hielt sich hingegen seltsam bedeckt. Aus der Zentrale in Dieburg drang kein Mucks nach draußen, außer der dringenden Bitte, doch nichts vorschnell zu verbreiten. Stattdessen wurde einen Tag später eine unglaubliche E-Mail im Stile des "Neuen Deutschlands" der letzten DDR-Tage an die Mitgliedshochschulen verschickt:
"Universiade-Bewerbungsgesellschaft erfolgreich konstituiert
Am Montag, den 19. Mai 2008 tagten in Hamburg die Gesellschafter der Universiade-Bewerbung 2015. In der Gesellschafterversammlung hat sich das Bewerbungskomitee UNIVERSIADE HAMBURG 2015 konstituiert. Darüber hinaus wurde unter anderem einvernehmlich das weitere Bewerbungsverfahren besprochen."
Kein Wort von der Krise, über die tags zuvor die Zeitungen berichtet hatten.
Einst war der adh ein diskussionsfreudiger, fortschrittlicher Sportverband. Mittlerweile fühle ich mich in Ost-Zeiten zurück versetzt, in denen zwar die schlechten Nachrichten aus dem West-Fernsehen Allen bekannt waren aber offiziell so getan wurde, als glaube man an die Verlautbarungen der Parteipresse.
Auch die Stadt Hamburg lässt weiterhin alles offen: Zwar wurde die "erfolgreiche" Konstituierung der Bewerbungsgesellschaft in einer Pressemitteilung ebenfalls bejubelt, dennoch heißt es darin nebulös: "Es besteht Einvernehmen, dass unverhältnismäßige Risiken für die Bewerberstadt zu vermeiden sind."

26 Mai 2008

Ljunggqvist warnt vor Doping-Kleinstlabors

Der langjährige Vizepräsident des Internationalen Leichtathletikverbandes (IAAF) und Vorsitzende der medizinischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees, Arne Ljunggqvist warnte auf einer Veranstaltung der Nordischen Botschaften in Berlin vor verfeinerten Dopingmethoden im internationalen Spitzensport.

Die DOSB Presse (Ausgabe 17) berichtete auch über diese Veranstaltung zum Thema Doping:

Weltweit wird im Spitzensport trotz der Fortschritte im Dopingkontrollsystem weiterhin unentdeckbar betrügerisch manipuliert. [...]
"Ich bin doch nicht naiv, dass ich davor die Augen verschließe", sagte der 76 Jahre alte Sportmediziner Ljungqvist. "Sehr viele Top-Athleten wenden ganz gezielt Dopingpräparate an. Das wissenschaftliche Umfeld der kriminellen Dopingszene hat hochentwickelte, raffinierte Programme entwickelt."

Das IOC und die internationalen Fachverbände seien für die Wettkampfkontrollen bei den Olympischen Spielen in Peking "gut vorbereitet", erläuterte Ljungqvist. Vorgese-hen seien 3.770 Urinkontrollen und 735 Blutproben. Dennoch gebe es bei den "un-überschaubaren Dopinganwendungen" geschlossene Kontrollfenster. So vereitelten Maskierungsmittel die Betrugsaufdeckung. Das Wachstumshormon HGH sowie Hämoglobin-, Insulin- und Gendoping seien noch undetektierbar. Ljungqvist: "Weltweit gibt es eine systematische Pro-Dopingforschung in Kleinstlabors, die den internationalen Sport vor große Probleme stellt."

Der Sportmediziner, der als Aktiver 1952 am Hochsprung-Finale der Olympischen Spiele in Helsinki teilgenommen hatte, warnte vor den Risiken des potentiellen Gendo-pings. "Wir wissen, dass Athleten bereit sind, diese gesundheitlichen Risiken einzugehen." Die Anwendungsforschung für medizinisch indizierte Gentherapien sei allerdings über Tierversuche noch nicht hinaus. Ein Testprogramm für das Dopingkontrollsystem habe die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), deren Vizepräsident Ljungqvist seit Januar 2008 ist, bisher nicht entwickeln können: "Wissenschaft funktioniert nun einmal nicht so, dass man ihr vorgeben kann: Bis Freitag ist ein umfassendes Detektierprogramm vorzulegen."

"Das Dopingproblem mit seinen internationalen Vernetzungen kann der Sport nicht al-lein lösen", erklärte Ljungqvist. "Wir brauchen in allen Ländern staatliche Rechtsnormen, die Polizei und Behörden Befugnisse im Kampf gegen diese Kriminalitätsform geben." Daneben seien staatliche Institutionen aufgerufen, die Produktion von Arzneimitteln zu regulieren und zu überwachen. Pharmazeutische Betriebe sollten bei Entwicklung neuer Medikamente zur Heilung von Krankheiten den möglichen Miss-brauchscharakter im Sport offen legen, forderte er.

Ljungqvist war auf Einladung der Nordischen Botschaften nach Berlin gekommen. Bei der Veranstaltung "No Limit – Doping im olympischen Jahr der Ratte" stellte die Berliner Literaturwissenschaftlerin und ehemalige Sprint-Weltrekordlerin Ines Geipel ihr neues Buch "Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft" vor. Die schwedische Botschafterin nahm an dem Forum teil.

Doping in Heidelberg?

In der 17. Ausgabe der DOSB Presse stoße ich auf eine interesante Dokumentation: Öffentliche Ringvorlesung zum Doping in Heidelberg gestartet. Wußte gar nicht, dass in Heidelberg auch gedopt wurde.

19 Mai 2008

Surfer Arthur Wystrychowski gewinnt adh-open

Der TU-Student Arthur Wystrychowski hat die adh-open im Wellenreiten in Seignosse gewonnen. Er ist in der Open Class gestartet und konnte damit seinen Erfolg vom Vorjahr - 2007 wurde er Dritter - noch einmal toppen.
Berichte und Bilder gibt es hier: http://www.wellenreiten-lernen.de/stories/details.php?image_id=343

Da freut sich doch der "Spitzensportbeauftragte" ;-)!

18 Mai 2008

Turicar


Endlich einmal ein Reiseunternehmen, das außen auf das Produkt drauf schreibt, was innen drin ist: In diesem spanischen Bus, der auf der nächtlichen Straße des 17. Juni abgestellt ist, sitzen also normalerweise Touris.

17 Mai 2008

Danke für die schöne Party!



Eben ist sie denkwürdig zu Ende gegangen, die Schneesportparty im "EB 104".
Vielen Dank allen, die dabei waren!
Es war sehr schön, Euch wieder zu sehen. Und Grüße nach Zürich, wo die Jelly Bears heute zum Sola-Lauf antreten - und deshalb nicht bei der Party dabei sein konnten.
Am Ende mündete die Party in einen Voleyball-Contest. Oder zumindest so ähnlich. War nett mit Euch, Henning, Michael, Sebastian!

05 Mai 2008

Aus für Bosco Gurin und Carí? Skigebietssterben in der Schweiz


Es wird eng für kleinere Skigebiete in mittleren Höhenlagen. Das französische Abondance war bereits 2007 der erste Skiort in den Alpen, der sein Skigebiet (ca. 1000-1700 m ü. M.) komplett schloss. Zu hoch waren die Verluste, zu wenig Schnee gab es in den letzten Jahren.
Nun könnten die Schweizer Stationen Bosco Gurin und Carí folgen: Wie der Informationsdienst "Sport schützt Umwelt" des Deutschen Olympischen Sportbundes im März meldete, hat die Tessiner Kantonsregierung beschlossen, die Skigebiete finanziell nicht mehr zu unterstützen. Bisher flossen insgesamt rund 30 Millionen Franken aus öffentlichen Kassen in die Gebiete, dies sind rund zwei Drittel der Gesamtinvestitionen.
Beide Tessiner Skigebiete sind relativ klein und liegen unterhalb von 2500 m.ü.M..

Carí: 20 Pistenkilometer, 1600-2300 m.ü.M.
Bosco Gurin: 30 Pistenkilometer, 1480-2400 m.ü.M.

Links:
FAZ: Der schmerzvolle Abschied vom Leben mit dem Lift
Wikipedia: Bosco Gurin
Homepage von Abondance

04 Mai 2008

Ein deutsch-österreichisches Verhältnis

"Schneesport & Reisen" ist ja nun der aktuelle Titel dieses Blogs. Früher, bevor die Reisen einen größeren Stellenwert einnahmen, hieß er mal "TU-Schneesport" - was bei Lichte besehen aber auch nicht besser war.
Denn egal, wie man es dreht oder wendet, der Schnee, der Sport und das Reisen haben in diesen Tagen ein Problem: Alle drei Begriffe bewegen sich am Rande der politischen Korrektness:
- Der Schnee, weil er wegen der Klimakatastrophe immer weniger fällt,
- der Sport wegen der Olympischen Spiele in China und
- das Reisen, weil selbst eine Pferdekutsche nicht CO²-neutral ist (zumindest wenn - wie heute üblich - die Pferde industrielles Kraftfutter gefressen haben), was wiederum auf den ersten Punkt - Klimakatastrophe - verweist.
Es ist also nur angemessen, wenn an dieser Stelle ein wenig problematisiert wird. Durch die Sommersportarten gelangt die Idee der Menschenrechte derzeit zu neuer Blüte: Alle blicken wegen der Olympischen Spiele nach China, jede/r fühlt sich als Tibeter/in.
Doch was können die Wintersportarten zu dieser - an sich begrüßenswerten - Entwicklung beitragen? Bei Lichte besehen ist die Lage der Menschenrechte in den klassischen Wintersportnationen nicht unproblematisch. Welcher Österreich-Urlauber kann schon mit Sicherheit behaupten, dass im Keller seiner Unterkunft kein geheimes Inzest-Labor betrieben wird? Auch die Medien, sonst überkritisch, lassen die gewohnte Sensibilität vermissen: Als Anfang des Jahres in Ludwigshafen bei einem Feuer in einem von Türken bewohnten Haus mehrere Menschen zu Tode kamen, wurde der Tatort "Schatten der Angst" abgesetzt, der ebenfalls in Ludwigshafen im türkischen Milieu spielte. Der heutige äußerst morbide Tatort, in dem mit Leichen herumgemacht wird und der in Österreich spielt, geht trotz Amstetten auf Sendung. Bemerkenswert, dass ein deutsch-österreichisches-Verhältnis Derartiges aushält. Aber sollten wir nicht alle etwas kritischer sein?

28 April 2008

Ski- und Snowboardparty 2008 im EB 104

Ich war am Freitag auf dem Plenum des "EB 104" und habe den Raum klar gemacht: Nun steigt sie also, unsere Ski- und Snowboardparty im "EB 104". Alle Teilnehmer/innen und Freunde/innen der TU-Schneesportkurse sind am Freitag, den 16. Mai ab 20:00 Uhr herzlich eingeladen!

Wo?
Wir feiern im studentischen Fachbereichszentrum "EB 104" im Raum EB 226 (Tel.: 314-24423). Das EB-Gebäude ist über das Hauptgebäude erreichbar (Str. d. 17. Juni). Die dortigen Pförtner/innen fragen in der Regel nach einem TU-Ausweis. Unser Fest ist aber angemeldet, so dass sie Dich passieren lassen, wenn Du den Anlass des Besuchs nennst.

Das "EB 104" erreicht man über die große Treppe im Foyer, die an dem Pförtnerhaus vorbei rechts nach oben führt. Oben angekommen geht es geradeaus (großes Treppenhaus links liegen lassen), bis zum Büro des Präsidenten, dort rechts in den langen Gang und den bis zum Ende laufen. Er führt zu einer Brücke, die das Hauptgebäude mit dem EB verbindet. Halbe Treppe rauf und der Beschilderung folgen.

Was mitbringen?
Essen/Trinken:
Schön wäre es, wenn Du einen kleinen Beitrag zum Buffet leisten könntest und/oder - falls gewünscht - Wein mitbringen könntest. Bier, Wasser, Cola und Saft besorge ich. Die Getränke werden zum Selbstkostenpreis abgegeben (bitte herumstehende Kaffeekasse bedienen).

Bilder:
Falls Du über schöne Urlaubsbilder verfügst, kannst Du diese auf einem USB-Stick mitbringen. Jede/r darf nur zehn Bilder zeigen. Allerdings dürfen Kontingente getauscht werden (Das wird jetzt bei uns so gehandhabt wie bei den CO²-Kontingenten - Entwicklungsländer können ihre Kontingente an Klimaschweine verkaufen, eine tolle Idee und irgendwie ziemlich öko, wie ich finde!).

Musik:
Der Raum ist für robuste Parties ausgelegt und verfügt über leistungsfähige Sound- und Beleuchtungsssysteme. Für die Musik müssen wir freilich selber sorgen. Deshalb wäre es schön, wenn sich jemand findet, die oder der für Musik sorgt und/oder ein wenig DJ spielt.

Da die Sache durch die verschiedenen Kurse ohnehin einen relativ offenen Charakter hat, dürfen gerne auch Freundinnen und Freunde mitgebracht werden, die gar nicht mit dabei waren (sie können ja so tun, als ob)!

27 April 2008

Auswirkungen einer Skiparty

Mehr als 15 Monate nach einer sinnenfrohen - aber leider schrecklich entgleisten - Skiparty reicher Russen im französischen Luxus-Resort Courchevel hinterlässt das Ereignis immer noch neue Spuren.
Die Hauptfigur der damaligen Ereignisse, der Gold- und Nickelbaron Michail Prochorow, ist jetzt zum Verkauf von Teilen seines Imperiums gezwungen worden, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Wochenend-Ausgabe.

Am 10. Januar 2007 stürmten 50 Polizisten die Party einer geschlossenen Gesellschaft im Hotel Byblos in Courchevel, berichtete Times-Online damals. 26 Personen, darunter Michail Prochorow sowie einige junge Russinnen, wurden wegen Vorwürfen festgenommen, die in Zusammenhang mit Prostitution standen: Junge Russinnen sollen für die exclusiven Parties der Superreichen nach Frankreich gebracht und für ihre charmante Gesellschaft mit teurer Kleidung und Geschenken belohnt worden sein. Prochorow wurde 2007 vom Forbes-Magazin in der Liste der reichsten Männer der Erde an 89. Stelle geführt und galt mit einem geschätzten Vermögen von 6,4 Milliarden Dollar (2006) beziehungsweise 13,5 Milliarden Dollar (2007) als der 8-reichste Mann Russlands.
Eine westliche Journalistin, die einmal an einer ähnlichen Feier teilnehmen durfte, berichtete der Washington Post, dass die 30 Gäste, darunter 12 junge hübsche Russinnen, "Wodka und sehr teuren Chateau Petrus, Jahrgang 1972, durcheinander tranken - teilweise aus dem gleichen Glas" (wobei sicherlich keine Wodkagläser gemeint waren).
Prochorow wies den Vorwurf der Prostitution zurück und beschwerte sich über den "lustfeindlichen Westen": "Die Schönheit unserer Frauen, die sich sexy und modisch zu kleiden wissen, gibt niemandem das Recht, sie Prostituierte zu nennen."
Die Vorwürfe ließen sich wohl auch nicht erhärten. Alle Festgenommenen wurden anschließend wieder frei gelassen. Einige russische Medien gaben sich empört. "Russiatoday" berichtete am 21. Januar 2007, dass reiche Russen einen Boykott des französischen Ski-Ortes in Erwägung zögen. Dennoch sah sich Jewgey Primakow, der Präsident der Russischen Industrie- und Handelskammer genötigt, das Benehmen seiner neureichen Landsleute zu kritisieren: "Ohne Zweifel trägt dies nicht zu einem positiven Image der russischen Geschäftswelt bei. Kein ausländischer Geschäftsmann würde sich jemals so verhalten wie unsere Nouveau-Riches."
Der Vorfall hatte auch in Russland Nachwirkungen: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll Prochorows damaliger Geschäftspartner Wladimir Potanin vom Kreml gedrängt worden sein, sich von seinem Partner zu trennen. Seither läuft die Entflechtung des gemeinsamen Imperiums. Nutzniesser der Vorgänge ist derzeit Oleg Deripaska, Hauptaktionär des Aluminiumgiganten UC Rusal. Deripaska, 40 Jahre, hat sein Vermögen in den 90er Jahren in dem als äußerst aggressiv geltenden russischen Aluminium-Geschäft gemacht. Er wird jetzt eine Sperrminorität am weltgrößten Bunt- und Edelmetallkonzern Norilsk Nikel kaufen, an dem Prochorow bisher 28 Prozent der Aktion hielt. Deripaska ist damit einen Schritt weiter zu seinem Ziel, einen der weltweit größten Bergbaukonzerne zu schaffen.

24 April 2008

So kann´s gehen

Wenn eine Seilbahnkabine bei einer Notbremsung gegen eine Stütze knallt - so wie in Sölden 1988 - dann bleibt kein Auge trocken (zum Glück war dies nur ein Versuch von Ingenieuren der ETH Zürich, die sich anschließend brav beim Eigentümer für die "zur Verfügungstellung der Anlage" bedankten).

was kostet röntgen als privatpatient

Es ist schon ernüchternd. Kaum ist die Saison zu Ende, stürzen die Zugriffszahlen auf den Blog in den Keller. Schaue ich in den Sitemeter, sehe ich so lustige Google-Anfragen wie "was kostet röntgen als privatpatient"? Klar, die Anfrage kommt aus dem Schwabenland. Was koschtets? Mer gäben nix! Die typischen Aussagen, noch bevor man sich näher gekommen ist.
Wer immer mit dieser Google-Anfrage auf diesen Blog gestoßen ist: ich wünsche gute Besserung - in jeder Hinsicht!

21 April 2008

Seilbahn-Crashs

Sestriere, 22.03.2008

"Eigentlich wundert es mich, dass hier nicht auch öfter mal Leute rausfallen," meinte unlängst ein Liftnachbar zu mir. Klar: Überall passieren Unfälle. Und wieso sollten gerade Sessellifte da eine Ausnahme machen?
Zwar sind Seilbahnen sehr sichere Verkehrsmittel, doch der Eindruck, dass gar nichts passiert, ist auch falsch.
So gab es auch in der vergangenen Saison wieder einige schwere Unfälle mit Verletzten und mehreren Toten, siehe: www.seilbahntechnik.net