25 Dezember 2012

Unister-Manager über Weihnachten im Knast

Von den drei Unister-Managern, die in der vorletzten Woche wegen des Verdachts der illegalen Geschäftemacherei und Steuerhinterziehung verhaftet wurden, ist über Weihnachten immer noch einer in Haft. Zwei andere wurden gegen eine Kaution frei gelassen.
Eine Zeitungsmeldung über den Vorgang hat mir das "Fest der Liebe" zusätzlich etwas versüßt. Denn mit den umstrittenen Storno-Versicherungen der Firma, die unter anderem die Reiseportale "Ab-in-den-Urlaub.de", "hotelreservierung.de" und "fluege.de" betreibt, haben wir in diesem Jahr unsere eigenen Erfahrungen gemacht:
Birgit hatte im Sommer ein Hotel über "hotelreservierung.de" gebucht. Die Rechnung in Höhe von 440 Euro bezahlte sie vor Ort. Einige Zeit später erreichte sie eine Zahlungsaufforderung der Unister GmbH. Die Storno-Versicherung sei noch zu bezahlen, Kosten: 31 Euro. Birgit hatte keine Versicherung gebucht und teilte dies Unister mit. Die Antwort kam umgehend:

Sehr geehrte Frau... ,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Im Interesse unserer Kunden bieten wir auf  unseren Stornoschutz an, da immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Dieser wird vor Buchung eindeutig ausgewiesen. Mit Abschluss der Buchung haben Sie den Stornoschutz akzeptiert und bestätigt.

Nach § 312b (3) Ziffer 3 und 6 besteht kein Widerrufsrecht. Daher ist ein Rücktritt leider nicht möglich.
Die Kosten für den Stornoschutz belaufen sich in Ihrem Fallauf 31,00EUR.


Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.

Viele Grüße aus Leipzig...


Strittig war also offenbar, ob die Versicherung abgeschlossen wurde oder nicht. Im Internet fanden sich damals (und finden sich noch) massenweise Hinweise auf umstrittene Grundeinstellungen im Portal des Unternehmens. Diese waren so gestaltet, dass bei Buchungen automatisch ein Storno-Schutz dabei war, sofern er nicht mit einem Extra-Klick deaktiviert wurde. Es gibt bereits seit 2011 Gerichtsurteile, die diese Praxis für unzulässig erklärten. Mit Hinweis auf ein entsprechendes Aktenzeichen verweigerte Birgit die Zahlung. Nur kurze Zeit später zog Unister seine Forderung per E-Mail zurück:
Sehr geehrte Frau... ,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihren Stornierungsschutz haben wir Sie storniert und lassen Ihnen eine abgeänderte Rechnung zu kommen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gern an uns wenden.

Viele Grüße aus Leipzig...

Einschlägige Gerichtsurteile:

Aktenzeichen 14 U 551/10 vom 17.08.2010 beim OLG Dresden: Begründung Praxis verstößt gegen die EU-Verordnung und das deutsche Wettbewerbsrecht (§ 4 Nr. 11 UWG).
Beschluss des Bundesgerichtshof, Aktenzeichen: I ZR 168/10 vom 17.08.2011.
Durch Zuwiderhandlung erging ein weiteres Urteil am 30.05.2012, Aktenzeichen 02 HK O 1900/09 durch das Landgericht Leipzig gegen die Unister mit der Verhängung von 75.000 Euro Ordnungsgeld.

Links:

http://www.wbz3.de/de/_pressemitteilungen/?id=215

http://www.wettbewerbszentrale.de/de/branchen/tourismus/pressemitteilungen/_pressemitteilung/?id=227

13 Dezember 2012

Embed Old Code

Videos einbetten mit altem Youtube-Code

Manchmal gibt es folgende Situation: Ich möchte ein Video auf einer Webseite einbetten - zum Beispiel in einen Twoday.net-Blog oder eine typo3-Seite - aber mit dem Embed-Code von Youtube funktioniert es nicht.

Das kann daran liegen, dass dieser Einbettungs-Code bei Youtube im Laufe der Zeit verändert wurde und der neue Code sich in manche Webseiten nicht einbetten lässt.
Früher waren die Codes recht lang und begannen folgendermaßen: "Kleiner-Zeichenobject width= ..."
Heute beginnen sie mit: "Kleiner-Zeicheniframe width= ..."

Statt "Kleiner-Zeichen" ist natürlich folgendes Zeichen zu schreiben: "<" (Wenn ich das hier täte, würde jedoch statt des Texts das Video erscheinen).

Youtube bietet die Anzeige des alten Codes als Option nicht mehr an.

Wie lässt sich nun aus dem neuen Code der alte rekonstruieren?

 1) Identitätsmerkmal des Videos (rot und fett) im alten Code finden und kopieren:
"Kleiner-Zeicheniframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/NGuv2vAZAew" frameborder="0" allowfullscreen>
"
2) Dieses Identitätsmerkmal wird dann an zwei Stellen in den alten Code kopiert. Hier gibt es eine gute Erklärung, wie es geht:
http://i1065.photobucket.com/albums/u389/jewelryaddict12/Image22-1.jpg

Da der Text im Link ein Bild ist und nicht kopiert werden kann, hier einige Beispiele für alten Code:
http://www.zefrank.com/bulletin_new/archive/index.php/t-9840-p-7.html



11 November 2012

Über der Queen

Die Queen Mary 2 ist das linke obere Schiff, dessen Bug zum unteren Bildrand zeigt.
Rückreise.Der Kapitän unseres Flugzeugs wählt für den Flug nach Berlin eine Route, die über den Hafen vom Las Palmas auf Gran Canaria führt. Die Reiseflughöhe ist noch nicht erreicht und so ist von oben sehr gut die "Queen Mary 2" erkennbar. Sie ist eines der größten Kreuzfahrtschiffe weltweit und auch von oben unverwechselbar wegen ihrer runden Frontpartie mit dem Wellenbrecher, der Farbgebung und dem klasischen Heck.
Rechts am Kai liegt die "Carnival Breeze" (IMO 9555723), mit über 305 m Länge ebenfalls recht groß. Sie wurde erst im Juni 2012 in Dienst gestellt und hatte zum Zeitpunkt des Fotos (16:31 Uhr) eine geringe Verspätung. Plannmäßig hätte sie um 16:00 Uhr in Richtung St. Johns (Antigua) auslaufen sollen. Vergleichsweise winzig wirkt die "Boudicca" (ehemalige "Royal Viking Sky"), Baujahr 1973, Länge: über 205 m, IMO 7218395.
Wieder am Boden suche ich im Internet die aktuellen Standorte der Schiffe und es besteht kein Zweifel: Zum Zeitpunkt unseres Überflugs befanden sie sich im Hafen von Las Palmas.

Standort und Route der "Queen Mary 2" am 11.11.2012

08 November 2012

Genehmigungen für die Besteigung des Teide

Online gibt es dieses Jahr keine Genehmigung für den Teide - unten auf dem Parkplatz ist es auch schön ;-)

Seit es möglich ist, die Genehmigung für eine Besteigung des Teide-Gipfels online zu beantragen, scheint es schwieriger zu sein, den Gipfel individuell zu erklimmen. Früher gab es das Papier nur im Büro des Nationalparks in Santa Cruz. Dieses musste zumindest ein Gruppenmitglied persönlich aufsuchen, und zwar mindestens drei Tage vor der geplanten Besteigung. Die Prozedur war etwas umständlich, doch wer etwas Wartezeit und Kopien der Ausweise aller Gruppenmitglieder dabei hatte, bekam fast immer eine Genehmigung für einen gewünschten Termin.
Heute kann die Genehmigung online bereits für den nächsten Tag beantragt werden - theoretisch. In der Praxis sind die Termine für Individualreisende aber selbst in der Nebensaison - wie jetzt im November - auf Wochen ausgebucht. Heute, am 8. November gibt es zum Beispiel frühestens für den 25. November freie Kapazitäten in allen gewünschten Zeiträumen. Zwar wäre es möglich, noch Genehmigungen für das ungeliebte Zeitfenster von 15:00 bis 17:00 Uhr am 19., 20. und 23. November zu bekommen. Doch dann heißt es, den Abstieg zu Fuß zu machen, weil keine Seilbahn mehr fährt.
Da die Genehmigung kostenlos ist, liegt die Vermutung nahe, dass viele Touristen das bequeme Verfahren nutzen, den anstrengenden Aufstieg dann aber bei einer schlechten Wetterprognose gar nicht erst beginnen. Andere Bergsteiger/innen können dann deren Plätze nicht einnehmen. Für die "No Shows" gibt es keine Konsequenz, außer dass sie innerhalb von drei Monaten keinen neuen Antrag stellen dürfen.
Für Reiseveranstalter ist dies alles kein Problem. Sie haben ihre Kontingente. Vielleicht war das alte Verfahren aber für individuelle Besteigungen doch besser? Vermutlich wird der nächste Schritt die Einführung einer Gebühr sein. Schade eigentlich, dies ist wohl ein echtes Beispiel dafür, dass durch das Internet nicht alles einfacher wird...

07 November 2012

Wassereinbruch

Zwei Tage teils heftiger Dauerregen bringen die Konstruktion des Hotels "Puerto Palace" in Purto de la Cruz an ihre Grenzen. Heute morgen gab es in der dritten Etage kein Licht im Gang, da Wasser in die Elektroleitungen eingedrungen war. Es tropfte munter aus den Lampen, plopp, plopp, plopp - in die darunter aufgestellten Eimer. Heute abend nun hatte man Handtücher unter die großen Panoramafenster gelegt, da das Wasser durch die Dichtungen drang. Im Salon mussten ebenfalls große Bottiche auf- und Möbel hochgestellt werden. Bis in das Erdgeschoss war das Wasser also im Laufe des Tages gelaufen.

06 November 2012

Independence Day

Aus der Sicht der Besuchten erinnert die Ankunft eines der modernen Mega-Kreuzfahrtschiffe mitunter an Katastrophenfilme wie "Independence Day": Überdimensionierte Maschinen mit Tausenden von Invasoren an Bord nähern sich der Küste und überfluten diese...
Ob die Eigner der "Independence of the Seas" dieses Bild im Kopf hatten, als sie den Namen für das Schiff wählten? Heute war Independence Day in Santa Cruz de Tenerife.

04 November 2012

Kabbelige See

Birgit vor nicht allzu kabbeliger See in Icod el Alto
Es ist immer gut, mit einer promovierten Pädagogin zu verreisen. Man lernt nicht einfach nur fremde Länder kennen, sondern bekommt auch wertvolle Hinweise, wie diese viel besser organisiert werden könnten.
Birgit und ich stiegen heute zu einem Absprungplatz für Paraglider hoch über der Nordküste Teneriffas empor. Der Absprung aus großen Höhen fasziniert die Menschen nicht erst, seitdem Red Bull Flügel verleiht. Nun sind allerdings seit Ikarus auch die Gefahren bekannt, die auf allzu übermütige Piloten warten. Deshalb hat der Bürgermeister von Icod el Alto ein viersprachiges Warnschild an der Absprungstelle auf seinem Gemeindegebiet anbringen lassen. Man solle doch bitteschön die Hochspannungsleitung meiden; von einer Landung auf der Autobahn sei - vermutlich wegen der fehlenden Standspur - abzuraten; auch bei Sturm und "kabbeliger See" solle man lieber nicht springen. "Kabbelige See, was ist das denn für ein deutsch?", zweifelte Birgit sofort an der Sprachkenntnis der örtlichen Autoritäten. Als eher Norddeutscher (oder vorlauter Berliner, je nachdem) fühlte ich mich sofort genötigt, dem Ortsvorsteher beizustehen: "Kabbelige See, na klar, das ist korrektes deutsch. Das ist - äh - sozusagen ein nautisches Fachwort." "Nautisches Fachwort?", grinste Birgit und guckte mich äußerst zweifelnd an, weil sie durchschaut hatte, dass ich jetzt vielleicht etwas dick aufgetragen hatte. "Naja, vielleicht nicht ein nautisches Fachwort, aber Fachwort eben. So sagt man, wenn die See kabbelig ist. Kabbelige See."

Unser Streit setzte sich fort und ließ sich vor Ort nicht klären. Gut aber, dass es Wikipedia und den Duden gibt. Dort gibt es folgende Definitionen für dieses schöne alte Wort, das sich - wie wir seither feststellen, auf alle möglichen Lebenslagen anwenden lässt, etwa wenn zwei Personen sich streiten (kabbeln), der Verkehr auf einer vielbefahrenen Kreuzung unübersichtlich (kabbelig) ist oder im Speisesaal alle durcheinander laufen. Hier die Definition von Wikipedia:
Mit kabbeliger See wird ein Oberflächenbereich des Meeres bezeichnet, der durch Wind, Seegang oder Wasserströmungen, die aus verschiedenen Richtungen gegeneinandertreffen, ungleichmäßig bewegt ist. Der Begriff stammt aus der Seemannssprache. Andere Bezeichnungen sind Kabbelung oder Kabbelsee.
Eine kabbelige See ist gekennzeichnet durch ein flaches, aber unruhiges Wellenbild aus kurzen, sich gegenseitig überlagernden Wellen.

Deutschland


 
Wer blockiert den ganzen Tag die Liegen in der ersten Reihe am Pool mit einem Handtuch? Ganz klar, es sind die Deutschen. Schön, dass sich einige jetzt auch offen zu ihrem schlechten Benimm bekennen! Peinlich nur für die anderen Landsleute...

03 November 2012

Krise

Seit Monaten beherrschen Begriffe wie „Eurokrise“, „klamme Südländer“, Krisenländer“ die Schlagzeilen deutscher Medien. Wie verändert diese Berichterstattung unser Bild der „Krisenländer“, wenn wir selbst vor Ort sind? Das Folgende ist ein Selbstversuch.
Birgit und ich besuchen einen Ort, den wir recht gut kennen, zuletzt von einem Aufenthalt im Jahr 2008: Puerto de la Cruz auf Teneriffa, Spanien.

 
  Einer unserer ersten Anlaufpunkte ist ein kleines Café an einem der zentralen Plätze der kleinen Hafenstadt an der Nordküste. Der Laden hat sich nicht sehr verändert: Das Angebot an Torten und Gebäck ist gewohnt reichhaltig, die Zahl der freien Plätze draußen vor dem Café dagegen sehr begrenzt. Drinnen finden wir einen freien Tisch. Dort liegt die Tageszeitung „El Paìs aus.
Die Überschriften verstehen auch Menschen mit geringen Spanisch-Kenntnissen: „61% menos“, „banco malo“, „destrucción de empleo“ sind die Schlagwörter. Das Thema „Krise“ ist also auch hierzulande allgegenwärtig.

Krisenfest: Fußball und...
 Auf dem kommunalen Fußballplatz unten am Strand herrscht dagegen Konjunktur wie gewohnt. Zwei Jugendmannschaften treffen heute aufeinander. Es hat sich am Sonnabendvormittag ein kleines interessiertes Publikum eingefunden, das die Aktionen der Jungs und der Schiedsrichter beklatscht oder mit Missfallensbekundungen quittiert. Ein besonders eifriger Fan, der den Schiedsrichter dann und wann lautstark beschimpft und der mit einem Schreibblock ausgestattet ist, in den er Notizen einträgt, verfolgt das Spiel von einem großen Betonblock außerhalb des Stadions. Ob er ein Eintrittsgeld sparen wollte oder auf diese Art gar ein Stadionverbot umgehen musste, bleibt unklar.
Fußball jedenfalls geht immer – auch in der Krise. Gleiches gilt für die katholische Kirche. Für 20 Cent können Gläubige im zentralen Gotteshaus eine elektrisch betriebene Kerze zum Leuchten bringen. Nicht Wenige haben ihr Geld hier bereits investiert.
...Kirche
Unser Weg führt uns an den Strand, wo die See heute rauh ist. Eine Gruppe Jugendlicher ist mit ihren Bodyboards draußen auf der Suche nach der perfekten Welle. Mehrere Surflehrer beaufsichtigen die Kids vom Strand aus.
Auch auf dem Meer ist keine Krise zu sehen
Dann kommt ein alter Mann mit seinem Surfboard die Promenade entlang. Unten am Wasser stellt er das Brett beiseite, macht ein paar Dehnungsübungen und paddelt dann auf seinem Brett in die Dünung. Er steuert eine Position etwas abseits der Kids an, die in der hohen Welle heute einige Schwierigkeiten haben. Ich denke: „Der alte Mann wird es wohl nicht an Kraft, dafür aber an Erfahrung und Geschick mit den Jungen aufnehmen können“. Doch weit gefehlt. An seiner Warteposition kommt kaum eine Welle vorbei. Und wenn, dann sieht er sie viel zu spät und schafft es nicht mehr, in sie hinein zu paddeln: Ohne Instinkt, ohne Geschick, ohne Kraft agiert unser Silversurfer. So sieht also eine Krise aus. Er ist das Gesicht der Krise!
Der Silversurfer dagegen weiß nicht mehr, wie es geht.
Auf dem Rückweg zum Hotel gehe ich mit einem ganz anderen Blick durch die Stadt. Wir kommen an geschlossenen Läden vorbei, ...

sehen stillgelegte Baustellen, ...
 

kaputte Dächer, ...
marode Schwimmbecken, ...

die Ruine eines großen Hotelkomplexes in der Innenstadt.
Der Flohmarkt am Mercado, einem kommunalen Einkaufszentrum, wirkt ärmlich. Drinnen in dem Betonbau bröckeln Putz und Farbe. Es riecht nach Urin. Übergewichtige deutsche Rentner suchen Erholung von ihren Hüft- und anderen Leiden auf den wenigen Sitzgelegenheiten, die es gibt.
Selbst die trutzige Seebefestigungsmauer sieht mittlerweile arg mittgenommen aus. Das Meer hat eine große Bresche in die massive Betonkonstruktion gerissen. Die Quader liegen noch überall herum.
Wahrscheinlich konnte man Derartiges hier auch vor vier Jahren schon sehen. Doch die „Krise“ ist vor allem ein psychologisches Ereignis, das sich auf unsere Wahrnehmung auswirkt.

02 November 2012

Condor - die Lustigfliegen


Condor ist die lustigste Fluggesellschaft Deuschlands. Ihr Werbeslogan lautet: "Wir lieben Fliegen". Auf den Grafiken und in den Werbeclips des Unternehmens summen deshalb lauter kleine Fliegen herum, drehen lustige Pirouetten; Der Flugplan heißt "Fliegenkarte". Und auch an Bord geht es lustig zu: In dem Sicherheitsvideo, das vor jedem Flug gezeigt wird, erklärt nicht einfach nur ein steriler Avatar, wo die Notausgänge sind und wie die Sache mit den Schwimmwesten funktioniert.
Nein, zwischen die virtuellen Passagiere in dem Film hat sich ein voll verstöpselter Elvis gemogelt, der die Kopfhörer abnehmen muss - Merke: elektronische Geräte sind bei Start und Landung auszuschalten! Einige Sitzreihen weiter nimmt Old Shatterhand seinem Blutsbruder Winnetou die Friedenspfeife ab - ein dezenter Hinweis auf das Rauchverbot. Eine Lack- und Latexliebhaberin zeigt, wie im Notfall einem Kind die Sauerstoffmaske anzulegen ist und zum Schluss der Sicherheitsbelehrung grüßt zur Belohnung für die noch vorhandene Aufmerksamkeit milde lächelnd die Queen, die - wie wir seit der Olympia-Eröffnunsfeier wissen, im Notfall wahrscheinlich eher auf einen Fallschirm als auf die Sicherheitsratschläge der Luftfahrtbehörden vertrauen würde.Das Lustigkonzept wurde selbst bei der Gestaltung der kleinen Papiertüten beachtet, die die Passagiere nutzen sollen, wenn der Flug einmal nicht so ruhig verläuft: "Bitte an Bord nicht aufblasen und zum Platzen bringen - weder vor noch nach dem Gebrauch.", steht drauf. Wie viele Passagiere bisher an Bord schon vor Lachen geplatzt sind, ist allerdings nirgends zu erfahren.

28 Oktober 2012

Schneefall in Spindleruv Mlyn

Heute schrieb mir unser Wirt Petr von der Bouda na Plani eine E-Mail: es schneit mittlerweile im Riesengebirge und bald kann die Saison also losgehen.
Die Buchungen für die TU-Langlauf- und Skatingkurse haben bereits begonnen. Wer sicher einen Platz haben möchte, sollte sich bis Weihnachten anmelden.
Link zur Buchungsseite des TU-Sports

Aktuelles Wetter in Spindlermühle

14 Oktober 2012

TU-Familienreise 2013 ausgebucht

Die Anmeldungen für die TU-Skireisen der Saison 2012/13 haben begonnen. Die Familienreise in den Berliner Winterferien nach Meransen (Südtirol) ist zwei Wochen nach Buchungsstart schon ausgebucht. Wir werden voraussichtlich wieder 65-70 Personen sein (einschließlich sieben Übungsleiter/innen).
Damit ist das Ende der Fahnenstange dann leider auch erreicht. Zwar gibt es weiterhin - zum Teil recht nachdrückliche - Anfragen, aber wer jetzt noch einen Platz bekommen möchte, muss schon glaubhaft eine massivere Drohkulisse aufbauen können als die jungen Damen auf dem Bild...

29 Juli 2012

Wandern mit Jürgen Trittin

Auf einer Tour am Wendelstein treffen wir Jürgen Trittin. Er ist offenbar mit Jugendlichen der Grünen Ortsgruppe Brannenburg unterwegs zum Gipfel.
Die Stimmung in der Gruppe ist trotz des schlechten Wetters ausgelassen, obwohl die leichten Turnschuhe der Mädchen im Matsch unübersehbar leichte Schwächen zeigen,.

Mutig stürmen sie auch im Abstieg voran. An besonders schwierigen Stellen übernimmt Jürgen entschlossen die Führung.

Für die immer wieder am Wegesrand auftauchenden Fotografen macht die Gruppe allerlei Faxen.

Dann geht es weiter, dem Gipfel entgegen.
An der Trasse der Wendelsteinbahn gibt es Gelegenheit, die Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs zu diskutieren: Seit hundert Jahren fährt diese elektrische Eisenbahn emissionsfrei - angetrieben von umweltfreundlicher Wasserkraft.

70 Prozent der eingesetzten Energie wird bei der Bergabfahrt der Züge wieder ins Netz eingespeist! Deutsche Automobilhersteller können mit ihren Elektroautos da heute noch nicht mithalten.

Dann geht es weiter. Im Hintergrund übt eine Aktivistengruppe von Robin Wood das Erklettern besonders hoher Bahndämme - falls der nächste Castortransport über die Schweiz abgewickelt wird, so heißt es.

Geschafft, der Gipfel ist in Sicht!
;-)

26 Juli 2012

Im Kufsteinerland


Wir haben zwei Tage frei und fahren deshalb in die Berge. Wegen der Kürze der Zeit gar nicht so weit von Berlin aus - gerade einmal bis kurz hinter die österreichische Grenze ins Kufsteinerland oder in die Chiemgauer Alpen - je nachdem.
Erstes Ziel ist die Wandberghütte. Unser Besuch dort ist die Fortsetzung einer Art Familientradition, denn mein Vater fährt seit nahezu fünfzig Jahren im Winter auf diese Hütte, die ein schöner Ausgangspunkt für leichtere Skitouren ist. Lawinengefahr besteht in dem mäßig steilen Gelände kaum und so können sich auch wir Flachländer und Unerfahrene relativ angstfrei ihre ersten Erfahrungen sammeln.
Die Hütte ist komfortabel ausgestattet und auch im Sommer ein schönes Ziel für leichtere Bergwanderungen und Mountainbiketouren.