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11 November 2012

Über der Queen

Die Queen Mary 2 ist das linke obere Schiff, dessen Bug zum unteren Bildrand zeigt.
Rückreise.Der Kapitän unseres Flugzeugs wählt für den Flug nach Berlin eine Route, die über den Hafen vom Las Palmas auf Gran Canaria führt. Die Reiseflughöhe ist noch nicht erreicht und so ist von oben sehr gut die "Queen Mary 2" erkennbar. Sie ist eines der größten Kreuzfahrtschiffe weltweit und auch von oben unverwechselbar wegen ihrer runden Frontpartie mit dem Wellenbrecher, der Farbgebung und dem klasischen Heck.
Rechts am Kai liegt die "Carnival Breeze" (IMO 9555723), mit über 305 m Länge ebenfalls recht groß. Sie wurde erst im Juni 2012 in Dienst gestellt und hatte zum Zeitpunkt des Fotos (16:31 Uhr) eine geringe Verspätung. Plannmäßig hätte sie um 16:00 Uhr in Richtung St. Johns (Antigua) auslaufen sollen. Vergleichsweise winzig wirkt die "Boudicca" (ehemalige "Royal Viking Sky"), Baujahr 1973, Länge: über 205 m, IMO 7218395.
Wieder am Boden suche ich im Internet die aktuellen Standorte der Schiffe und es besteht kein Zweifel: Zum Zeitpunkt unseres Überflugs befanden sie sich im Hafen von Las Palmas.

Standort und Route der "Queen Mary 2" am 11.11.2012

08 November 2012

Genehmigungen für die Besteigung des Teide

Online gibt es dieses Jahr keine Genehmigung für den Teide - unten auf dem Parkplatz ist es auch schön ;-)

Seit es möglich ist, die Genehmigung für eine Besteigung des Teide-Gipfels online zu beantragen, scheint es schwieriger zu sein, den Gipfel individuell zu erklimmen. Früher gab es das Papier nur im Büro des Nationalparks in Santa Cruz. Dieses musste zumindest ein Gruppenmitglied persönlich aufsuchen, und zwar mindestens drei Tage vor der geplanten Besteigung. Die Prozedur war etwas umständlich, doch wer etwas Wartezeit und Kopien der Ausweise aller Gruppenmitglieder dabei hatte, bekam fast immer eine Genehmigung für einen gewünschten Termin.
Heute kann die Genehmigung online bereits für den nächsten Tag beantragt werden - theoretisch. In der Praxis sind die Termine für Individualreisende aber selbst in der Nebensaison - wie jetzt im November - auf Wochen ausgebucht. Heute, am 8. November gibt es zum Beispiel frühestens für den 25. November freie Kapazitäten in allen gewünschten Zeiträumen. Zwar wäre es möglich, noch Genehmigungen für das ungeliebte Zeitfenster von 15:00 bis 17:00 Uhr am 19., 20. und 23. November zu bekommen. Doch dann heißt es, den Abstieg zu Fuß zu machen, weil keine Seilbahn mehr fährt.
Da die Genehmigung kostenlos ist, liegt die Vermutung nahe, dass viele Touristen das bequeme Verfahren nutzen, den anstrengenden Aufstieg dann aber bei einer schlechten Wetterprognose gar nicht erst beginnen. Andere Bergsteiger/innen können dann deren Plätze nicht einnehmen. Für die "No Shows" gibt es keine Konsequenz, außer dass sie innerhalb von drei Monaten keinen neuen Antrag stellen dürfen.
Für Reiseveranstalter ist dies alles kein Problem. Sie haben ihre Kontingente. Vielleicht war das alte Verfahren aber für individuelle Besteigungen doch besser? Vermutlich wird der nächste Schritt die Einführung einer Gebühr sein. Schade eigentlich, dies ist wohl ein echtes Beispiel dafür, dass durch das Internet nicht alles einfacher wird...

07 November 2012

Wassereinbruch

Zwei Tage teils heftiger Dauerregen bringen die Konstruktion des Hotels "Puerto Palace" in Purto de la Cruz an ihre Grenzen. Heute morgen gab es in der dritten Etage kein Licht im Gang, da Wasser in die Elektroleitungen eingedrungen war. Es tropfte munter aus den Lampen, plopp, plopp, plopp - in die darunter aufgestellten Eimer. Heute abend nun hatte man Handtücher unter die großen Panoramafenster gelegt, da das Wasser durch die Dichtungen drang. Im Salon mussten ebenfalls große Bottiche auf- und Möbel hochgestellt werden. Bis in das Erdgeschoss war das Wasser also im Laufe des Tages gelaufen.

06 November 2012

Independence Day

Aus der Sicht der Besuchten erinnert die Ankunft eines der modernen Mega-Kreuzfahrtschiffe mitunter an Katastrophenfilme wie "Independence Day": Überdimensionierte Maschinen mit Tausenden von Invasoren an Bord nähern sich der Küste und überfluten diese...
Ob die Eigner der "Independence of the Seas" dieses Bild im Kopf hatten, als sie den Namen für das Schiff wählten? Heute war Independence Day in Santa Cruz de Tenerife.

03 November 2012

Krise

Seit Monaten beherrschen Begriffe wie „Eurokrise“, „klamme Südländer“, Krisenländer“ die Schlagzeilen deutscher Medien. Wie verändert diese Berichterstattung unser Bild der „Krisenländer“, wenn wir selbst vor Ort sind? Das Folgende ist ein Selbstversuch.
Birgit und ich besuchen einen Ort, den wir recht gut kennen, zuletzt von einem Aufenthalt im Jahr 2008: Puerto de la Cruz auf Teneriffa, Spanien.

 
  Einer unserer ersten Anlaufpunkte ist ein kleines Café an einem der zentralen Plätze der kleinen Hafenstadt an der Nordküste. Der Laden hat sich nicht sehr verändert: Das Angebot an Torten und Gebäck ist gewohnt reichhaltig, die Zahl der freien Plätze draußen vor dem Café dagegen sehr begrenzt. Drinnen finden wir einen freien Tisch. Dort liegt die Tageszeitung „El Paìs aus.
Die Überschriften verstehen auch Menschen mit geringen Spanisch-Kenntnissen: „61% menos“, „banco malo“, „destrucción de empleo“ sind die Schlagwörter. Das Thema „Krise“ ist also auch hierzulande allgegenwärtig.

Krisenfest: Fußball und...
 Auf dem kommunalen Fußballplatz unten am Strand herrscht dagegen Konjunktur wie gewohnt. Zwei Jugendmannschaften treffen heute aufeinander. Es hat sich am Sonnabendvormittag ein kleines interessiertes Publikum eingefunden, das die Aktionen der Jungs und der Schiedsrichter beklatscht oder mit Missfallensbekundungen quittiert. Ein besonders eifriger Fan, der den Schiedsrichter dann und wann lautstark beschimpft und der mit einem Schreibblock ausgestattet ist, in den er Notizen einträgt, verfolgt das Spiel von einem großen Betonblock außerhalb des Stadions. Ob er ein Eintrittsgeld sparen wollte oder auf diese Art gar ein Stadionverbot umgehen musste, bleibt unklar.
Fußball jedenfalls geht immer – auch in der Krise. Gleiches gilt für die katholische Kirche. Für 20 Cent können Gläubige im zentralen Gotteshaus eine elektrisch betriebene Kerze zum Leuchten bringen. Nicht Wenige haben ihr Geld hier bereits investiert.
...Kirche
Unser Weg führt uns an den Strand, wo die See heute rauh ist. Eine Gruppe Jugendlicher ist mit ihren Bodyboards draußen auf der Suche nach der perfekten Welle. Mehrere Surflehrer beaufsichtigen die Kids vom Strand aus.
Auch auf dem Meer ist keine Krise zu sehen
Dann kommt ein alter Mann mit seinem Surfboard die Promenade entlang. Unten am Wasser stellt er das Brett beiseite, macht ein paar Dehnungsübungen und paddelt dann auf seinem Brett in die Dünung. Er steuert eine Position etwas abseits der Kids an, die in der hohen Welle heute einige Schwierigkeiten haben. Ich denke: „Der alte Mann wird es wohl nicht an Kraft, dafür aber an Erfahrung und Geschick mit den Jungen aufnehmen können“. Doch weit gefehlt. An seiner Warteposition kommt kaum eine Welle vorbei. Und wenn, dann sieht er sie viel zu spät und schafft es nicht mehr, in sie hinein zu paddeln: Ohne Instinkt, ohne Geschick, ohne Kraft agiert unser Silversurfer. So sieht also eine Krise aus. Er ist das Gesicht der Krise!
Der Silversurfer dagegen weiß nicht mehr, wie es geht.
Auf dem Rückweg zum Hotel gehe ich mit einem ganz anderen Blick durch die Stadt. Wir kommen an geschlossenen Läden vorbei, ...

sehen stillgelegte Baustellen, ...
 

kaputte Dächer, ...
marode Schwimmbecken, ...

die Ruine eines großen Hotelkomplexes in der Innenstadt.
Der Flohmarkt am Mercado, einem kommunalen Einkaufszentrum, wirkt ärmlich. Drinnen in dem Betonbau bröckeln Putz und Farbe. Es riecht nach Urin. Übergewichtige deutsche Rentner suchen Erholung von ihren Hüft- und anderen Leiden auf den wenigen Sitzgelegenheiten, die es gibt.
Selbst die trutzige Seebefestigungsmauer sieht mittlerweile arg mittgenommen aus. Das Meer hat eine große Bresche in die massive Betonkonstruktion gerissen. Die Quader liegen noch überall herum.
Wahrscheinlich konnte man Derartiges hier auch vor vier Jahren schon sehen. Doch die „Krise“ ist vor allem ein psychologisches Ereignis, das sich auf unsere Wahrnehmung auswirkt.

23 November 2008

10 November 2008

Ab jetzt wieder Winter


Teneriffa mit Teide (links); im Hintergrund ist die typische Silhouette von La Palma mit den beiden Höckern zu sehen

Schluß mit Lustig, vorbei, aus. Nie wieder warme Duschen: Ab jetzt kehrt der Winter in diesem Blog ein. Wir verlassen die warmen Gefilde.

09 November 2008

Bodysurfen in Puerto de la Cruz


Am Wochenende sieht man die "Locals" von Puerto de la Cruz am Strand mit ihren Bodyboards. Einige Surfer gibt es auch darunter, aber die Variante mit dem kurzen Board, auf dem sich liegend oder knieend auch einige stylishe Kunststueckchen vollfuehren lassen, ist eindeutig in der Mehrheit.
In den Herbst- und Wintermonaten gibt es fast immer eine gute Welle. Und obwohl das Wetter in den letzten Tagen deutlich besser und die Wellen niedriger geworden sind, sind die Surfer auch heute draussen. Aber der Strandabschnitt, an dem gesurft wird, hat auch einige Klippen. Je nach Tidenstand ergeben sich andere Verhaeltnisse, die man gut kennen sollte, bevor man sich hier ins Wasser wagt. So bleibt die einheimische Jugend ziemlich unter sich.


Heute abend geht es ein letztes Mals in die Pizzeria Compostelana - und zum Elvis!

08 November 2008

Schlafen im Hotel

So schlecht sind die Betten im Marquesa nicht. Da gaebe es andere Dinge, ueber die ich meckern koennte; Ueber den unfreundlichen Chef zum Beispiel.
Aber die Matratzen leisten auch fuer andere Zwecke als zum Schlafen treue Dienste. Die Bauarbeiter vom Nachbargrundstueck haben zum Beispiel diese schicke Materialrutsche teilweise aus einer Matratze gebaut. Die Konstruktion schuetzt Rutschgut und daempft den Laerm - und traegt somit dazu bei, dass Hotelgaeste ruhiger schlafen. Vorbildlich!

07 November 2008

Aufstieg zum Teide

Teide
Heute waren wir auf dem Teide. Wir sind in der Fruehe um fuenf Uhr - noch im Dunkeln - aufgebrochen. Der Sternenhimmel ueber der Caldera war gigantisch. Logisch, dass hier ganz in der Naehe ein Observatorium steht.
Gegen 6:30 Uhr sind wir an den Montanas Blancas (Km 40 auf der TF-21) in etwa 2500 m gestartet. Auf der Refugio de Altavista in 3260 m Hoehe dann: Natuerlich Baulaerm!
Ansonsten war es ein besonderes Erlebnis - die Sicht auf die Nachbarinseln, der Hoehenunterschied zum Meer, wo wir gestartet waren; die duenne Luft, die Touris in Espadrilles, die mit der Seilbahn hochgefahren sind. Viereinhalb Stunden dauerte der Aufstieg bis zur Seilbahn inklusive Pausen. Runter sind wir dann mit der Bahn gefahren, um die Knie zu schonen. 12,50 Euro kostete die Einzelfahrt.

06 November 2008

Lärm


"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" - Denn deren späterer Abriss ist mit Lärm verbunden!
Der Urlaub ist nach landläufiger Meinung dazu da, einmal richtig auszuspannen. Gestern wunderte sich ein Freund, warum wir in den Ferien unsere Mailboxen abrufen.
Ach, wenn er wüßte! Der Gang ins freundliche Internetcafé ist eigentlich nüscht gegen die anderen Zivilisationskrankheiten, die hier grassieren. Unser Hotel ist im – autofreien – Zentrum eines ehemaligen Fischerdörfchens gelegen. Gut, das Dörfchen ist jetzt eine Stadt; Aber das verwundert nicht, schließlich ist die Fischerei keine romantische Angelegeneheit mehr, sondern eine Industrie; Und seit das Meer so leergefischt ist, dass die modernen Fischer eine halbe Tonne Treibstoff verfahren müssen, um eine Tonne Fisch zu fangen, gibt es eben keine „kleinen Fischerdörfchen“ mehr.
Aber daran liegt es nicht, dass die Idylle getrübt ist. Es ist der Lärm, der allenthalben an den Nerven zehrt. Bereits am ersten Abend im Hotel erregte ein regelmässiges tiefes Stöhnen unsere Aufmerksamkeit. Bei näherer Betrachtung erwies sich der betagte Aufzug als Quelle des Geräuschs. Dabei haben wir noch Glück gehabt: Birgit hatte bei der Buchung als besonderen Wunsch ein ruhiges Zimmer angegeben. So sind wir immerhin in dem Trakt gelandet, der nicht dem Presslufthammerlärm aus einer angrenzenden Gasse ausgesetzt ist. Die Geschichte dazu ist übrigens lustig: In dem Bemühen, das Städtchen für die Touris aufzuhübschen, wollte man eine Reihe von Blumentrögen in die Gasse setzen. Diese sollten auf einer Betonmauer ruhen. Diese ward auch schnell hochgezogen. Leider zu hoch. Als Berliner fühle ich mich beim Anblick an frühere Mauerzeiten erinnert. Seit kolportierten zwei Wochen machen die schnellen Arbeiter nun die Erfahrung, dass Beton leichter gegossen als wieder weggehämmert ist.
Das ist nicht die einzige Baustelle. Die Plaza gegenüber ist ohne Frage schön. Nur bedarf sie der Pflege. Jeden Tag ist eine andere Kolonne da, die mit allerlei motorisiertem Werkzeug – vom Laubbläser bis zur Motorsäge – der Schönheit nachhilft.
An die Plaza grenzt eine Schule. Ich habe den Eindruck, die Kinder haben den ganzen Vormittag über Pause. Kreischend und johlend toben sie durch den Schulhof. Dazu kommt alle Viertelstunde Kirchengeläut. Selbst innen im Gotteshaus herrscht keineswegs heilige Stille: Als wir heute einen Besuch abstatteten, machte sich gerade ein Restaurator mit der Akkubohrmaschine an einem alten Altar zu schaffen. Das alles ist jedoch noch nichts gegen die allabendlich auflebende Konjunktur der Alleinunterhalter, die auf den zahlreichen Schankterassen ihrem Gewerbe nachgehen. Doch davon ein anderes Mal mehr...

05 November 2008

Vergesst Masca!



Massen von Touris werden jeden Tag durch die Schlucht von Masca getrieben, eine als Hoehepunkt der Insel verkaufte Wanderung, die ganze Busladungen ansteuern. Es geht stundenlang bergab, ueber ueble Steine. Zwischendrin erklaeren gelangweilte Guides Gruppen von mehr als zwanzig Leuten seltsame Pflanzen am Wegesrand und der als endgueltiger Hoehepunkt versprochene Strand erweist sich bei Lichte besehen - und erst am Ende der Tour - als unbebadebare Playa, auf die riesige Brecher platschen. Die Kapitaene, die die Touris dann mit ihren kleinen Booten aufnehmen und zurueck in die Zivilisation bringen, haben alle Muehe ihre Kisten ruhig am klapprigen Steg zu halten.
Viel schoener ist es da, sich das Ganze von oben anzuschauen. Dort verlaeuft naemlich ein wunderschoener, nahezu einsamer Wanderweg zu den Fincas de Guerges. Und genau diesen sind wir heute gelaufen: oben in der Frische und nicht in der muffig klammen Schlucht; mit den besten Ausblicken nach La Gomera, La Palma und die ganze (verbaute) Suedkueste entlang.

Mit dem Käfer unterwegs

Heute war jemand vor uns mit einem schönen VW-Käfer unterwegs.

04 November 2008

Gipfelzeit: Freitag, 12:00 Uhr


Jetzt ist es amtlich: Dies ist unser Berg und die Gipfelzeit ist Freitag, 12:00 Uhr.
Soeben haben wir unser Permit fuer den Teide, 3715 m, erhalten.

01 November 2008

Original und Faelschung



In das untere Bild haben sich ein paar Fehler eingeschlichen. Wer erkennt sie zuerst?

Immer mehr touristische Sehenswuerdigkeiten haben den Charakter von Disney-Attraktionen angenommen: Umfangreiche Parkmoeglichkeiten, Souvenirshops, Imbissbuden, Toiletten, Hotels bilden eine komplexe Infrastruktur, ohne die eine touristische Top-Adresse heute nicht denkbar ist. Leider liegen die Sehenswuerdigkeiten nicht immer besonders guenstig: Fuer Pompeji hat die Unesco kuerzlich den Notstand angekuendigt; Inkafestungen sind nur ueber abenteuerliche Strassen erreichbar; und selbst mitten in europaeischen Haupstaedten draeut Ungemach: Wer schon einmal im Louvre war und versucht hat, einen Blick auf die Mona Lisa zu erhaschen, wird diese vor lauter Menschenmassen kaum zu Gesicht bekommen haben.
In Candelaria geht man neue Wege: Weil die schoene Plaza mit den Statuen der Guanchen-Fuersten zwar neben der eindrucksvollen Kirche die Hauptsehenswuerdigkeit, im Sommer aber schattenlos und im Winter zugig ist, hat man das Panorama einfach auf eine nahe gelegene Mauer gemalt: Windgeschuetzt und schattig - und mehrere Souvenishops sind direkt gegenueber. Das ist professionelles Tourismus-Marketing!

31 Oktober 2008

Ein-Kind-Politik

Dieses Schild bedeutet ohne Zweifel: Ein-Kind-Familie
Als Globetrotter und Conaisseur fremder Kulturen bewegt man sich auf internationalem Parkett gewandt und natürlich nicht halb so hinterwäldlerisch wie der gemeine deutsche Pauschaltourist. Sollte es doch einmal mit der Verständigung hapern, belege ich eben einen Sprachkurs, wie er nahezu überall auf der Welt angeboten wird.
Es lohnt sich, mit offenem Blick durch die Welt zu gehen. Hier an unserem Urlaubsziel haben wir mit dieser Methode beispielsweise sofort einen entsprechenden Kurs gefunden: "Panish für Foreigners" stand auf einem Plakat, das unauffällig über der Straße hing. Damit sollte man weiter kommen. Falls immer noch nicht: Dann greift der erfahrene Reisende auf Pictogramme zurück. Selbst die kompliziertesten Sachverhalte lassen sich durch einfache Pictogramme erklären. Die internationale Hotellerie weiß diese geniale Form interkultureller Verständigung zu nutzen. In unserem Hotelfahrstuhl weist beispielsweise ein ganz einfaches Schild darauf hin, dass in Spanien die Ein-Kind-Politik praktiziert wird. Es ist gut, dass man im Aufzug daran erinnert wird, denn sonst könnte es dem Reisenden so ergehen wie Boris Becker, dessen Name vielfach immer noch mit einem Mißgeschick in einer Hotel-Besenkammer verbunden wird.

30 Oktober 2008

Erster Schnee


Auf dem Teide liegt Schnee. Klar: In 3700 m Höhe darf es im Oktober ruhig schneien. Aber auf der Nordseite reicht er bis etwa 2000 m tief hinunter. Die Spanier machen Schneeballschlachten, seifen sich ein oder bauen kleine Schneemänner auf ihren Autodächern: um die Antennen rum, damit die Kullermänner nicht gleich abfallen - gar nicht so doof!