Heute entdecke ich eine Webcam an der Wiesenbaude. Sie ist auf die Schneekoppe gerichtet und hat folgende Adresse:
http://www.lucnibouda.cz/web-kamera/
Webcams in Zielorten des Uni-Schneesport Berlin e.V.
25 Februar 2011
Von der Spindlerova über die Wiesenbaude zur Bouda Na Plani - oder: Stößel im Hintern

Letzter Tag, letzte Tour: Sie führt uns in das Herz des Riesengebirgs-Nationalparks: Mit dem stündlich verkehrenden Bus fahren wir um 10:30 Uhr zur Spindlerova hinauf und beginnen dort den weiteren Aufstieg mit Skiern. Auf der polnischen Seite wandern wir in Richtung Wiesenbaude, die wir kurz nach 13:00 Uhr erreichen.
Unterwegs machen wir Rast an einem der imposanten Felsen, die an den nördlichen Hängen des Riesengebirges zu finden sind. Der weite Blick geht hinunter in die Ebene. Karpacz, Jelenia Góra und viele der hübschen kleinen polnischen Ortschaften im Riesengebirgs-Vorland sind im Dunst zu sehen.
Spaß im Massagesessel...Dann geht es über die Ebene und bald kommt die Baude in Sicht. Nach dem Essen nutzen Felix und Martin die Vorzüge der auf der Wiesenbaude aufgestellten Massagesessel: Für 20 Kronen kann man sich dort 10 Minuten mechanisch massieren lassen. Als etwas befremdlich empfanden die beiden jedoch den "Stößel", der im Laufe der Massage aus der Sitzfläche rhythmisch nach oben drängte, und zwar ziemlich straight in Richtung Poritze...
Nach diesem Erlebnis gab es wieder richtigen Sport - nämlich einen Spurt hinauf auf den Wiesenberg. Die anschhließende rasante Abfahrt zur Vyrowka ließ alle überflüssigen Gedanken schnell vergessen und spätestens beim Schnaps in der zum wiederholten Male heimgesuchten Nova Klinovka (der Wirt erkannte uns mittlerweile von Weitem und dirigierte uns erfreut in Richtung seiner Hütte) war die Welt wieder, wie sie sein sollte.
Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichten wir schließlich wieder die Bouda Na Plani, Ausgangspunkt unserer Tour.
24 Februar 2011
Schneekoppe!
23 Februar 2011
Tour zur Schneekoppe

Gestern habe ich nach dem Biathlon noch mit Thomas und Gundula eine Tour zur Schneekoppe gemacht.
Wir kamen erst gegen 11:30 Uhr los. Doch dafür liefen wir fast ohne Pause durch zur Wiesenbaude. Es ist immer wieder ein großer Eindruck, wenn nach dem anstrengenden Anstieg auf den Wiesenberg die kleine Kapelle erreicht ist und sich der Blick auf die riesige Hochebene öffnet: Eine einzige weiße, frostige Wildnis mit diesem riesigen Bau der Wiesenbaude in der Mitte.
Wir sausten dann den Hang hinunter zur Baude. Dort sahen wir in der Ferne, dass, der jeweils zur vollen Stunde verkehrende klapprige Lift von Pec auf die Schneekoppe gerade lief. Dieser ist eine Konstruktion von 1949, und damit der älteste Sessellift, den ich kenne. Da er noch fuhr, wird es nicht später als zwanzig nach eins gewesen sein, als wir die Wiesenbaude erreichten. Aus der Ferne war natürlich nicht zu sehen, wer in den Doppelsesseln saß. Aber Totos Gruppe, insgesamt vier Leute, mussten unter den gewiss nicht zahlreichen Passagieren gewesen sein. Sie waren früh morgens nach Pec aufgebrochen, um von dort mit dem Lift auf den Gipfel zu fahren und anschließend über die Wiesenbaude zurück zu laufen.
In der Wiesenbaude aßen wir in dem großen altmodischen Speisesaal zu Mittag, der früher wegen der Tanzfeste berühmt war, die dort stattfanden. Obwohl das Haus so abgelegen ist, herrscht dort bei gutem Wetter eigentlich immer Betrieb. Neben Langläufern sehe ich dort immer wieder auch Leute mit alpinen Skiern oder Snowboards. Anfangs fragte ich mich, was sie dort wollen - wo es doch weit und breit keine Pisten gibt. Die Lösung des Rätsels: Es sind Snowkiter, die mit ihren bunten Drachen über die karge Ebene fegen. Auch heute waren sie wieder da
Das Essen fiel so reichhaltig aus, dass wir erst gegen 14:30 Uhr wieder aufbruchfertig waren. Kurz zuvor waren auch Totos Leute in der Wiesenbaude angekommen und berichteten, dass der Abstieg gar nicht so anstrengend gewesen sei, wie befürchtet. Normalerweise verwandelt sich der sturmumtoste Weg bei wenig Schnee zu einer gefährlichen Eisbahn. Für den Gipfel der Schneekoppe war es nun aber zu spät. Doch für einen Besuch der Polnischen Baude am Fuße der Gipfelpyramde reichte es.
Eine halbe Stunde später waren wir da. Der Blick nach Polen hinunter war durch dichte Wolken im Tiefland versperrt. So kehrten wir wieder auf gleichem Weg um und erreichten die Bouda Na Plani um 17:00 Uhr.
22 Februar 2011
Telemarken
Biathlon
Heute gab es vor der Baude einen Biathlon: Es gab vier Mannschaften mit je acht Sportlern/innen. Diese hatten die Aufgabe, Runden ums Haus zu laufen und kleine bunte Plastebecher mit Mini-Wasserbomben zu treffen. Natürlich gab es auch Strafrunden und eine würdige Siegerehrung. Alles ganz wie bei den Großen...
21 Februar 2011
1366 Km mit Langlaufskiern an einem Tag

Kaltes, sonniges Wetter in Spindleruv Mlyn. Heute gab es vier Touren:
1. Kleine Tour: Felix und Martin laufen mit sieben Leuten von der Bouda Na Plani über die Nova Klinovka zur Chalupa Na Roczesti (ca 10 Km; Start 10:15 Uhr, Rückkehr 17:00 Uhr)
2. Mittlere Tour: Ich laufe mit sechs Teilnehmern/innen ebenfalls zur Chalupa, dann aber weiter über den Fuchsberg; Mittagspause gegen 12:30 Uhr in der Lysarska Baude; dann weiter hinunter bis zur Lesni Bouda und über die Magistrale (Panorama-Loipe) zurück in Richtung Strazne. Am Abzweig nach Strazne aber bergauf und über die Frisovy und die Nova Klinovka, wo wir Kaffee trinken, zurück zur Bouda Na Plani (ca. 27 Km; Start: 10:00 Uhr, Rückkehr 18:00 Uhr).
3. Mittlere Tour: Toto fährt mit neun Leuten herunter nach Spindleruv Mlyn, nimmt dort um 10:30 Uhr den Bus zur Spindlerova (Ankunft 11:00 Uhr) und läuft zur Wiesenbaude (Mittagspause); von dort weiter über den Wiesenberg, Vyrovka und Chalupa na Roczesti zurück zur Bouda na Plani (ca. 28 Km; Start 9:15 Uhr, Rückkehr 17:00 Uhr).
4. Große Tour: Urusla und Horst fahren mit 21 Leuten herunter nach Spindl, nehmen den Medvedin-Lift und laufen von der Bergstation über die Vrbatova, Müsli-Baude, Elbquelle, Elbbaude, Martinova, Petrova, Spindlerova, Wiesenbaude, Vyrovka zurück zur Baude (42 Km, Start um 9:00 Uhr, Rückkehr gegen 18:30 Uhr)
Zusammen laufen wir also an diesem Tag insgesamt 1366 Kilometer auf Langlauf-Skiern. :-)
20 Februar 2011
Temperatursturz


Heute morgen ist strahlendes Wetter; kaum Wind, Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und wolkenloser Himmel. Wir laufen von der Bouda Na Plani zunächst in Richtung Chalupa na Rozcesti. Auf halbem Weg hat in dieser Saison eine neue Baude aufgemacht: die Nova Klinovka; genau genommen gab es das Haus schon früher. Doch nun ist es frisch renoviert, liebevoll eingerichtet und bietet eine gute Küche.Doch unser eigentliches Ziel heute ist die Wechselstube unten in Spindleruv Mlyn. Gestern konnten wir wegen der späten Ankunft kein Geld mehr wechseln. Auf dem Weg nach unten wird es plötzlich immer kälter. Im Laufe dieses sonnigen Tages sinkt die Temperatur auf unter -10 Grad. Zum Glück haben wir genügend warme Sachen in unseren Rucksäcken. Aber diese ungewöhnliche Wetterentwicklung zeigt uns wieder einmal, wie unberechenbar das Riesengebirge ist.
19 Februar 2011
Buspanne


Heute auf der Fahrt nach Spindleruv Mlyn: Ich war gerade dabei, durch die Sitzriehen im Bus zu gehen und zu fragen, wer abends Gulasch und wer Omelette möchte, da knallte es fürchterlich und der Bova-Bus geriet auf der Autobahn ins Schlingern - begleitet von Geräuschen, die in etwa mit den Begriffen "Schlawomm, schlawomm, schlawomm" umschrieben werden könnten.
Ein Reifen hatte sich verabschiedet. Wenn so ein 8,5-Bar-Monster explodert, rockt er ordentlich die Kiste. Drei überholende PKW wurden von Trümmern getroffen und scherten anschließend 50 Meter vor uns in die Pannenspur ein. Beschädigt war letztlich keines der Autos. Die Businsassen über dem Radkasten waren jedoch schlagartig wach, denn dort war die Explosion noch stärker zu spüren als im übrigen Bus. Nachdem unsere Fahrer die Trümmer von der Autobahn geräumt und den Schaden inspiziert hatten, ging es mit geringer Geschwindigkeit bis nach Weißenberg, wo der Reifen gewechselt werden konnte. Dort konnten wir auch das gesamte Ausmaß des Schadens betrachten: Der Reifen hatte sogar ein großes Loch in die Trennwand zur Fahrer-Schlafkabine geschlagen. Dreck und Reifentrümmer waren bis in den Innenraum geschleudert worden. Mit zweieinhalbstündiger Verspätung kamen wir - kurz vor Betriebsschluss des Lifts, der uns zur Bouda na Plani heraufbringen sollte - dennoch glücklich in Spindleruv Mlyn an.
18 Februar 2011
Altes Foto
Habe heute ein altes Foto von mir gefunden: Das muss in den achtziger Jahren in Hochgurgl geschossen worden sein. Den Skipass an dem schicken gelben Zipper - damals neben den neuen Atomic-Ski mein ganzer Stolz - habe ich vor kurzem noch in irgendeiner Schublade gesehen. Damit ließe sich das Datum ziemlich genau bestimmen.
Auch das Stirnband und sogar die Skihose existieren noch. Letztere ist seit Teenie-Zeiten immer irgendwie mitgewachsen.
Auch das Stirnband und sogar die Skihose existieren noch. Letztere ist seit Teenie-Zeiten immer irgendwie mitgewachsen.
17 Februar 2011
Langlauf-Freeski
Zur Einstimmung auf die Hochschulsport-Langlauffahrt schickt mir Felix dieses Video, das alle Vorurtuele über Langlauf widerlegt:
Naja, wir haben auch gelegentlich eine Schanze vor unserer Unterkunft gebaut - waren aber meist froh, wenn wir überhaupt irgendwie ohne Sturz drüber gehüpft sind...
Naja, wir haben auch gelegentlich eine Schanze vor unserer Unterkunft gebaut - waren aber meist froh, wenn wir überhaupt irgendwie ohne Sturz drüber gehüpft sind...
16 Februar 2011
Zur Wiesenbaude gerutscht





Hallo Martin,anbei ein paar Impressionen vom heutigen kursfreien Tag. Nach dem Mittag bin noch mal zur Wiesenbaude gerutscht und habe dabei noch ein paar Fotos für dein Blog geschossen.
In den nächsten Tage soll es wieder Neuschnee geben.
Gestern war Bergfest, sehr gelungen, von Punkt acht bis Punkt zwölf hat die Baude gewackelt, dann folgte ein sehr gesittetes Wiedereinräumen der Bestuhlung.
Peter hat grad noch gefragt ob Du bitte im Bus die Essenswünsche für Samstag abend durchzählen kannst: Es gibt Gulasch mit Knödeln oder als vegetarische Variante Gemüseomelett mit Kartoffeln.
Ansonsten alles gut hier,
solong toto
14 Februar 2011
Neuschnee - aber keine Knete!
Super-Bedingungen in Spindleruv Mlyn: Die Kältewelle der letzten Tage brachte auch einige wenige Zentimeter Neuschnee, so dass die Touren im Riesengebirge jetzt richtig Spaß machen.
Der erste Tag der Langlauf-Fahrt stand - zumindest bei mir, der ich die Sache im Moment noch aus Berlin verfolge - jedoch im Zeichen der Verwirrung um eine "blinde Passagierin": Toto, der Kursleiter im Bus, hatte mir kurz nach der Abfahrt mitgeteilt, dass sie eine Person mehr wären als auf meiner Liste verzeichnet. Das war noch kein Grund zur Panik: Normalerweise nehmen wir auch Last-Minute-Gäste mit. Sie können dann im Bus bar bezahlen. Doch hier stand es anders.
Schnell war geklärt, wer nicht auf der Liste stand. Allerdings behauptete Diejenige zunächst, dass sie die Nachrückerin für eine stornierte Teilnehmerin sei. Später änderte sich die Version: sie hätte sich normal angemeldet. Toto konnte es natürlich von unterwegs nicht überprüfen. Als ich sie dann aus Berlin anrief und ihr mitteilte, dass weder sie noch die Storniererin in der EDV zu finden seien - also auch keine von beiden bezahlt hätte - sagte sie mir, sie hätte sich "auch gewundert, dass es keine Bestätigung für die Buchung gab und das Geld nicht abgebucht wurde". Naja, schön. Bargeld hat sie natürlich keins dabei. So kann sie den Betrag wohl erst nach der Fahrt bezahlen. Hoffentlich.
Der erste Tag der Langlauf-Fahrt stand - zumindest bei mir, der ich die Sache im Moment noch aus Berlin verfolge - jedoch im Zeichen der Verwirrung um eine "blinde Passagierin": Toto, der Kursleiter im Bus, hatte mir kurz nach der Abfahrt mitgeteilt, dass sie eine Person mehr wären als auf meiner Liste verzeichnet. Das war noch kein Grund zur Panik: Normalerweise nehmen wir auch Last-Minute-Gäste mit. Sie können dann im Bus bar bezahlen. Doch hier stand es anders.
Schnell war geklärt, wer nicht auf der Liste stand. Allerdings behauptete Diejenige zunächst, dass sie die Nachrückerin für eine stornierte Teilnehmerin sei. Später änderte sich die Version: sie hätte sich normal angemeldet. Toto konnte es natürlich von unterwegs nicht überprüfen. Als ich sie dann aus Berlin anrief und ihr mitteilte, dass weder sie noch die Storniererin in der EDV zu finden seien - also auch keine von beiden bezahlt hätte - sagte sie mir, sie hätte sich "auch gewundert, dass es keine Bestätigung für die Buchung gab und das Geld nicht abgebucht wurde". Naja, schön. Bargeld hat sie natürlich keins dabei. So kann sie den Betrag wohl erst nach der Fahrt bezahlen. Hoffentlich.
12 Februar 2011
Langlaufen im Riesengebirge
Heute früh begann die erste von zwei Reisen des TU-Sports nach Spindleruv Mlyn im Riesengebirge. Die erste Gruppe besteht aus 29 Personen. Für die Fahrt in der nächsten Woche gibt es insgesamt 50 Betten - und derzeit nur noch einen freien Platz. Hier ein paar Bilder aus den letzten Jahren:




















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