05 August 2014

Besuch bei The Henry Ford

Heute tauchen wir tief ein in diec automobile Geschichte Michigans und der USA und besuchen The Henry Ford. So wird das Museum in Dearborn genannt, das nicht nur Autos zeigt, sondern auch Lokomotiven, Eisenbahnwagen, Busse, LKW, Flugzeuge, Kraftwerke - kurz: entscheidende technologische Entwicklungen der Industrialisierung.
Eine Lokomotive, groß wie eine Kathedrale: Vor der Allegheny von 1941 wirke ich wie ein Zwerg
 Neben der Austellung bietet das Museum auch eine Besichtigung eines Ford-Werkes im Rouge-Komplex. Das Rouge Werk erinnert in seiner gefühlten Größe an das VW-Werk in Wolfsburg, auch wenn es mit etwa 500 ha etwas kleiner ist (VW heute: etwa 600 ha) und viel früher, nämlich schon zwischen 1917 und 1928, entstanden ist. Von hier aus wurden die USA motorisiert und das Ford Werk diente einst als Vorbild für Wolfsburg.
Das Werk River-Rouge
 Auch das Museeum ist riesig. Es erinnert mich an eine Mischung aus Schloss Charlottenburg und den Siemenswerken in meiner Heimat. Zahlreiche Portale, Türme, Marmor und gepflegter Rasen wirken hochherrschaftlich. Im Innern tritt die Architektur hingegen zurück, jedenfalls in den Ausstellungshallen, wo die teils riesigen Exponate stehen.
Eines der Eingangsportale des The Henry Ford-Mseums

Die Fabriktour ist  besonders sehenswert. Ein Shuttlebus fährt uns in etwa zehn Minuten zum Werk. Die Besucher/innen werden zunächst durch zwei Kinosäle geschleust, in denen - teils mit aufwendiger Technik - die Geschichte und Gegenwart des Werkes näher gebracht werden. Danach geht es auf eine Aussichtsplattform mit gutem Überblick über die Werksanlagen. ein alter Mann erklärt uns die besondere ökologische Ausrichtung des Werks, mit seinen teilweise begrünten Dächern und Gänsen auf dem Werksgelände. Nun gut, denke ich mir: Wenn sie nicht ganz so große und unsinnige Autos bauen würden, wäre der Umwelt mehr geholfen, doch diese Rechnung macht hier niemand.
Im Besucherzentrum des Ford-Werks
Dort steht auch dieser Mustang
Trotzdem ist der Besuch der Werkhalle, in der die großen Trucks mintiert werden, die hier jeder fährt, der Höhepunkt der Besichtigung. Die Besucher können auf einem Rundweg oberhalb der Produktionsebene einmal um die Halle gehen und beobachten, wie Fenster, Inneneinrichtungen und ähnliches in die Autos eingebaut werden.Fotografieren ist allerdings nicht erlaubt - um die Privatsphäre der Arbeiter/innen zu schützen, erklärt man uns.
Diese beiden Arbeiterinnen hatten nichts gegen ein Foto einzuwenden: Inge und Birgit im Ford-Museum

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