06 März 2012

Ich und die Rillen der Pistenraupe

Dichte Wolken hängen heute über dem Hochzeiger-Skigebiet. Der frisch gefallene Schnee ist wunderschön weich, die Pisten sind perfekt präpariert. Nur sehen können wir leider nichts. Wir schwingen im Nebel; unmöglich, die eigene Geschwindigkeit oder die Neigung des Geländes einzuschätzen. Leichter Schwindel ist bei längerer Fahrt ins Ungewisse die Folge. Nur die spärlich gesteckten Begrenzungsschilder der Pisten geben etwas Orientierung. In dieser feindlichen Umgebung gewinne ich plötzlich im Nahbereich unerwartet neue Freunde: Es sind die Rillen, die die Pistenraupen in den Schnee gezogen haben. An ihnen ist die ungefähre Geschwindigkeit und die Richtung der Piste erkennbar. So lange sie in Längsrichtung verlaufen, ist alles in Ordnung. Am Vormittag bin ich einige Zeit allein unterwegs. Und so bleiben diese Rillen die einzigen Gefährten.

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