Morgens regnet es. Die Nacht war unruhig, das Wetter ist schlecht. Vor uns liegt die Rückfahrt nach Zadar, um die 30 Seemeilen. Als wir aus der geschützten Bucht heraus sind, schlagen uns Wind und Wellen genau von vorn entgegen. Wir versuchen es mit Kreuzen, doch die schmalen Inseldurchfahrten sind so kaum zu schaffen. Vor einer Engstelle segeln wir mehrere Schläge, ohne nennenswert voran zu kommen. Plötzlich nähert sich eine andere Jacht unter Motor. Die Frau am Ruder scheint uns nicht zu bemerken. Immer näher kommt sie auf uns zu. Adrian ruft hinüber und bedeutet ihr mit den Armen, dass sie ausweichen soll. Endlich sieht sie die Gefahr und weicht in letzter Sekunde aus...
Auch wir werfen jetzt den Motor an. Zwischen den beiden Inseln lässt der Seegang etwas nach, so dass mal Zeit ist, auf die Toilette zu gehen. Trotzdem wirbelt in der Kabine alles hin und her und Jede/r ist froh, als er oder sie nach dem nötigen Klogang wieder oben ist. Nach der Durchfahrt wird es noch schlimmer: Der Wind erwischt uns jetzt ungeschützt und unsere Route zwingt uns nach Süden. Die Wellen treffen uns nun genau von der Seite. Mit gerefften Segeln kämpfen wir uns voran. Wohl alle kämpfen mit der Seekrankheit. Dennochwage ich mich irgendwann nloch einmal in die Kabine, um etwas Wasser und ein paar Kekse hoch zu holen. Wir haben den ganzen Tag nichts gegessen und getrunken. Daniela braucht mittlerweile nichts mehr. Sie hat sich auf eine Koje gelegt und die Augen geschlossen - das beste Mittel gegen Seekrankheit.Je mehr wir uns Zadar nähern, um so schmaler wird die Passage und um so kleiner werden die Wellen. Unmittelbar vor der Stadt schläft dann sogar der Wind ein, so dass wir noch einmal den Motor starten müssen. Dann kommt endlich die Marina Sukosan, unser Heimathafen, in Sicht.

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