07 September 2010

Der Naturpark Telašćica

Der Salzsee Mir

Von Piskera aus fuhren wir in nördlicher Richtung die Küste entlang. Wir hatten recht frischen Wind der Stärke drei und die Wellen direkt von hinten.
Daniela gefiel das Schaulen auf der Adria nicht so sehr... Irgendwann kam endlich der 1876 erbaute Leuchtturm von Sestrica Veli in Sicht, schön auf einer Klippe gelegen und heute voller Menschen. Wir bogen hinter ihm Richtung Nordost in das Labyrinth der Inseln ein.
Unser Ziel war der Naturpark Telašćica mit seinem Salzsee Mir. Als wir dort ankamen. lagen in der Bucht shcon zahlreiche größere Ausflugsschiffe voller Tagesbesucher. An Land wimmelte es von Touristen. Generatoren dröhnten. Wir fanden einen Liegeplatz, das heißt eine Boje, gegenüber dem Restaurant am Hafen. Direkt gegenüber lag eine kleine Motoryacht, auf dren Deck sich mehrere junge Männer räkelten, Deutsche oder Österreicher offenbar. Sie trugen komischerweise alle die gleiche Badehose.
Kaum hatten wir das Boot fest gemacht, kamen zwei Naturpark-Wächter, die uns willkommen hießen und die Liegegebühr kassierten: 60 Kuna (knapp 9 Euro) pro Person. Der Salzsee, die Hauptattraktion dieses Naturparadieses, war schrecklich überlaufen. Zahlreiche Touris badeten in dem trüben Wasser, das angeblich sechs Grad wärmer ist als das Meer. Am Ufer türmten sich kleine Schaumberge...
Wir wanderten am Ufer entlang bis zum gegenüber liegenden Ende. Dort standen zahlreiche Steinmännchen, die den Weg zum nahen Meer wiesen, das hier teilweise auf eine Steilküste trifft. Zwischen den klippen lagen unzählige kaputte Plaste-Sandalen und Schuhe.
Hier gab es ein Wiedersehen mit den Jungs vom Nachbarboot: Zwei hatten sich mit Taucherbrillen ausgestattet ins Meer begeben und begutachteten von der Wasserseite aus ein Riff. Die anderen waren von der Landseite aus auf den Felsen geklettert. Nachlängeren Diskussionen sprang schließlich einer der Jungs von oben ins Wasser. Die anderen folgten, bis auf einen, der fotografierte...
Wir traten den Rückweg an. Mittlerweile hatte sich das Gelände merklich geleert, denn die meisten Ausflugsboote hatten abgelegt. Zuhause in Zadar wartete das All-inclusive-Buffet auf die Touris...
Wir tranken noch einen Kaffee in dem Restaurant und aßen ein schrecklich süßes Eis. Dann paddelten wir zurück zu unserem Boot. Die Jungs vom Nachbarboot waren auch inzwischen zurück und hatten sich mit albernen Helmen ausgestattet, an denen jeweils zwei Bierbüchsen seitlich angebracht waren - na dann: Prost!
Zeit zu fahren. Der Ort war wirklich nicht besonders schön. Zwar dröhnte der Generator abends nicht mehr, aber wir wussten nicht, ob er mit Einbruch der Dunkelheit nocht wieder angeworfen werden würde.
Also verließen wir unsere Boje und tuckerten unter Motor noch eine Bucht weiter, wo wir wunderbar einsam und windgeschützt an einer anderen Boje übernachteten.

Links:
http://www.telascica.hr/

http://www.croatiainfo.net/e_Telascica.html

Wikipedia

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