19 Juni 2009

Plau am See

Die langen Mittsommernächte sind eigentlich im Norden am schönsten. Und so passt es ganz gut, dass wir eine Einladung zu Freunden nach Schwerin erhalten haben. Auf dem Weg dahin machen wir für eine Nacht Station in Plau am See.
Was ein lustiger Name! Der weckt ja allein schon manche Assoziationen. Schreit er nicht geradezu nach einem dieser bei Berliner Kids im Sommer so beliebten Festivals? Dahinter verbirgt sich allerdings ein eher beschaulicher Luftkurort mit nettem Kanal, der sich durch die Stadt zieht, putzigen Häuslein - und natürlich dem See. Der Plauer See ist einer der Größeren auf der Mecklenburgischen Seeenplatte - und natürlich ein Paddel- und Segelparadies.
Die Häuslein in der Stadt sind teils hübsch zurechtgeputzt. Teilweise möchten wir die Bewohner jedoch auch herausklingeln und zur Rede stellen, was sie sich eigentlich dabei gedacht haben, die schönen Häuser mit billigen Baumarkttüren, Plastefenstern, Klinkerimitat und Hochglanz-Dachziegeln zu verschandeln. Die Leute haben echt noch nicht begriffen, worin der ästhetische Frevel der Ostzeit bestand - und machen die gleichen Fehler immerfort - jetzt halt mit West-Baumarktprodukten!

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