12 September 2008

Vorbei - ein dummes Wort

Tom-Tom 2007 in Jerzens

Am Dienstag traf ich mich mit Freunden/innen und den Eltern von Tom-Tom. Der Grund: Eine Journalistin vom Tagesspiegel arbeitet an einem Nachruf für die Serie "Vorbei - ein dummes Wort". Wie sie genau auf Tom-Tom aufmerksam geworden ist, weiß ich gar nicht. Vor einiger Zeit hatte ich ihr den Kontakt zu seinen Eltern vermittelt. Jeden Freitag erscheint im Tagesspiegel eine Seite mit Nachrufen von Berliner/innen, die in der letzten Zeit gestorben sind. Die meisten dieser Menschen sind der größeren Öffentlichkeit unbekannt. Dadurch, dass sie in dieser Stadt lebten, gibt es in ihren Biographien aber häufig Bezüge zu Ereignissen, Institutionen oder Personen, die doch bekannt sind.
Die Serie lebt von einem ganz charakteristischen Rhythmus der Erzählung und davon, dass in jeder Folge zwei oder drei Schicksale nebeneinander stehen, die eigentlich keinen Bezug zueinander haben. Meist sind es unterschiedliche Generationen - mit erfüllten oder auch abrupt abbrechenden Leben. Ziemlich oft sind es ganz unterschiedliche Biographien. Dennoch könnten die Menschen Nachbarn gewesen sein. Es sind Skizzen von Schicksalen, kurze Blitzlichter auf das Leben von Menschen, die einem hier auf der Straße begegnet sein könnten.
Es ist nicht einfach, ein ganzes Leben - und sei es auch nur ein relativ kurzes - in wenigen hundert Zeilen zu erzählen. Und so saßen wir lange zusammen. Neben den Eltern erzählten ein ehemaliger WG-Mitbewohner, eine Studienkollegin und eine enge Freundin über gemeinsame Erlebnisse mit Tom-Tom. Ich erfuhr weitere Einzelheiten darüber, wie Tom-Tom seine schwere Krankheit ertrug - Monate voller Schmerzen.
Der Artikel erscheint möglicherweise schon am nächsten Freitag.

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