Massen von Touris werden jeden Tag durch die Schlucht von Masca getrieben, eine als Hoehepunkt der Insel verkaufte Wanderung, die ganze Busladungen ansteuern. Es geht stundenlang bergab, ueber ueble Steine. Zwischendrin erklaeren gelangweilte Guides Gruppen von mehr als zwanzig Leuten seltsame Pflanzen am Wegesrand und der als endgueltiger Hoehepunkt versprochene Strand erweist sich bei Lichte besehen - und erst am Ende der Tour - als unbebadebare Playa, auf die riesige Brecher platschen. Die Kapitaene, die die Touris dann mit ihren kleinen Booten aufnehmen und zurueck in die Zivilisation bringen, haben alle Muehe ihre Kisten ruhig am klapprigen Steg zu halten.
Viel schoener ist es da, sich das Ganze von oben anzuschauen. Dort verlaeuft naemlich ein wunderschoener, nahezu einsamer Wanderweg zu den Fincas de Guerges. Und genau diesen sind wir heute gelaufen: oben in der Frische und nicht in der muffig klammen Schlucht; mit den besten Ausblicken nach La Gomera, La Palma und die ganze (verbaute) Suedkueste entlang.

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