05 Februar 2014

Armin

Pulverschnee: Seit Tagen schneit es in Südtirol. Heute haben wir frei und können so viel fahren, wie wir wollen.
In der Gondel haben wir einen einheimischen Neunjährigen kennengelernt, der Leute sucht, die mit durch den Wald fahren. Da haben wir uns nicht lange bitten lassen...
Armin, so heißt der Junge, kennt die besten Strecken und fährt, als wenn seine Knochen aus Gummi wären...
... Auch Fredy hat seinen Spaß. Snowboard sei im Tiefschnee allerdings anstrengender, meinte Armin. ...

 ... Er ist ein fröhliches Kind, das nach der Schule oft allein skifahren geht. Nur einmal ärgert er sich, als seine Bindung beim Sprung von einem Hausdach aufgeht und er stürzt.
Ansonsten erfahren wir an diesem Nachmittag von ihm einiges über das dörflliche Leben in Meransen: Sein Vater arbeite unten im Tal an dem Skilift, nur 30 m von Zuhause entfernt. "Hmm," meine ich, "da ist es ja schlecht, wenn er mal Blaumachen will. Die Kollegen bekommen es ja sofort mit, wenn er dann zum Beispiel zu Hause den Rasen mäht." (Wobei meine Argumentation streng genommen darunter litt, dass im Winter gemeinhin nicht so oft der Rasen gemäht werden muss). "Nein," meinte Armin, "den Rasen mähe ich bei uns. Mit dem Traktor". Nicht genug damit: Wenn die Klingen stumpf sind, würde er sie mit der Flex wieder schärfen.
Ein richtiger Junge eben.Welchen Stellenwert Mädchen in dem Bergdorg haben, erfuhren wir indirekt, als wir den Neunjährigen fragten, ob er Geschwister habe: "Ja, zwei ältere Brüder - und eine Elfjährige".

1 Kommentar:

limingli hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.