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| Der blaue Planet: Blick bis zum Meer |
Nach anderthalb Stunden ist die Paßstraße zur Forca di Penne erreicht. Drei schon recht betagte Herren überholen uns - bunt bekleidet - mit ihren Rennrädern. Wir unterhalten uns kurz, einer pinkelt beherzt hinter die Leitplanke, von wo aus es einen atemberaubenden Ausblick auf das Sasso-Gebirge, das Tirino-Tal und die Maiella gibt.
Hier haben wohl vorher auch Andere schon die Hosen herunter gelassen. Ich finde ein Smartphone im Gras, das möglicherweise bei einer solchen Aktion verloren wurde. Es ist etwas verdreckt, liegt aber offenbar noch nicht so lange dort. Wir stecken es ein und gehen weiter.
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| Ganz schön viele Höhenmeter und ein knackiger Abstieg |
Die Hundebesitzerin haben wir bisher gar nicht wahrgenommen. Sie ist Deutsche und mit ihrem aus dem Dorf stammenden Mann in dessen Heimat gezogen. Er war vorher über vierzig Jahre in Deutschland, wo sich die beiden kennengelernt und eine Existenz aufgebaut hatten. Nun fangen sie hier erneut an. Etwas einsam sei es hier: "auch nicht ganz das Wahre", sagt uns der Mann. Die Enkel sind alle in Deutschland. Andererseits sei es hier im Sommer wie im Paradies: "Du gehst ein paar Schritte, pflückst hier eine Feige vom Baum, da eine Pflaume, dort die Brombeeren. Bald kommt der Wein..."
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| Reiche Ernte in Pescosansonesco |
Das Dorf war nicht immer so klein, erzählt er uns. In den dreißiger Jahren riss ein Erdrutsch große Teile fort. Die Katastrophe kam nachts - ohne Vorwarnung für die schlafenden Menschen. Auch das Haus seiner Mutter sei teilweise zerstört worden. "Wir haben danach hier unten gewohnt", sagt er und deutet auf eine Ruine. Das Dach fehlt, einzelne Wände sind einestürzt. Dennoch zählt er uns auf, in welchen Zimmern wer gewohnt hat. "Nur die Oma musste etwas weiter da hinten leben - ging nicht mehr". Heute hat er im Nachbardorf ein Haus. Das alte Anwesen der Familie verfällt weiter.
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| Abstieg nach Torre de´ Passeri |





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