Paisaje LunarKurzer Nachtrag zu gestern: Leider ist der Elvis-Wiedergänger nicht mehr aufgetreten, deshalb nun auch kein Video. Stattdessen gab es einen Julio-Iglesias-Imitator in dem Restaurant an der Plaza.
Also wenden wir uns den anderen handelnden Personen zu, ohne die so ein Touristenparadies undenkbar ist: Den Touristen – hier konkret: Den Gästen in unserem Hotel.

Wir hatten bereits einige Tage Zeit für eine eingehende Analyse. Hier ein grober Überblick: Etwa 25 Prozent Rentner, 20 Prozent Schwule, 3 Prozent Alleinreisende, bei denen keine eindeutige sexuelle Orientierung feststellbar ist (vermutlich aber auch homosexuell), 60 Prozent Heteropaare, 10 Prozent Mütter mit Töchtern oder ähnlichen rein weiblichen Tandems, bei denen ein Beziehungshintergrund jedoch ausgeschöossen werden kann, 5 Prozent Familien und 5 Prozent Spießer. Die restlichen 2 Prozent sind entweder schon weg, wenn wir zum Essen kommen oder erscheinen erst später.
Die aufmerksamen Mitleser/innen seien beruhigt: So schlimm überbucht ist das Haus nicht – vielmehr sind hier Mehrfachnennungen im Spiel. Weitere Details zu den lieben Mitreisenden morgen.
Paisaje Lunar – In den lichten Wäldern des Südens
Zunächst zu unserer heutigen Wanderung: Sie führte uns in die lichteren und trockeneren Wälder des Südens der Insel. Zunächst fuhren wir die bewährte TF-21 hinauf in die Caldera. Oberhalb von Vilaflor stellten wir die Kiste ab und wanderten los in Richtung Paisaje Lunar – Mondlandschaft. Damit wird eine besondere Felslandschaft aus Tuff- und Lavagestein bezeichnet, die sich durch die Kräfte der Erosion ständig verändert. Das ist an sich natürlich schon starker Tobak. Ist doch der Mond gerade dadurch gekennzeichnet, dass sich dort fast nüscht verändert. Vermutlich sind sogar die Fußstapfen von Neil Armstrong dort noch zu sehen. Diese Spanier!

Naja. Die Wanderung war sehr schön, auch wenn uns die spärliche Ausschilderung der Wege hier vor einige Probleme stellte. Immerhin trafen wir mitten in der Wildnis ein Paar aus unserem Hotel. Die Beiden bereicherten unsere Tratschthemen mit weiteren Zutaten und überhaupt war es nett.
Paisaje Lunar, die Felsgebilde, waren wie der Mond: mühselig zu erreichen und von der Ferne interessanter als aus der Nähe. Aber der Weg hat sich gelohnt. Wie sagte Kennedy: „Wir machen es nicht, weil es einfach ist – sondern weil es schwer ist!“
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