10 August 2014

Flug nach Raleigh-Durham

Wir fliegen wieder mit einem kleinen Jet, der nur vier Sitze pro Reihe hat. Die Maschine steigt in den blauen Himmel von Michigan, erst entlang der Autobahn, die nach Detroit führt. Die Gegend ist stark besiedelt. Große Straßen, Industrie, undefinierbares Mischmasch und dann wieder kleine Neighbourhooods. Unter uns taicht noch einmal die River-Rouge-Fabrik auf.

Dann geht es über den riesigen Eriesee. Wie ein Ozean liegt er unter uns. Auf der anderen Seite des Sees liegt Farmland. Mir fallen viele einzelne windkraftanlagen auf. Anders als bei uns der auch in Kalifornien stehen sie nicht knzentriert in Windparks. Jeder Farmer scheint sich eine einzelne Anlage auf sein Feld gestellt zu haben, was die Anschlusskosten für die Windkraft allerdings in die Höhe treibt. Bei uns in Deutschland fing die Nutzung auch mit vielen kleineren Einzelanlagen an.
Als die Maschine ihre Reiseflughöhe erreicht hat, tauchen unten bewaldete Berge eines Mittelgebirges auf. Es sind kaum Häuser oder Straßen zu sehen. Nur die schnurgeraden Trassen von Stromleitungen durchziehen das Land.Als wir uns der Küste nähern, sind wieder mehr Spuren menschlicher Besiedlung zu erkennen. New York schließlich liegt glitzernd in der Abendsonne da. Die Konturen der Wolkenbkratzer und die Leichteffekte der Glasfassaden sind besonders schön zu sehen.
Wir landen pünktlich in Newark und erreichen ohne Probleme unseren Anschlußflug nach Raleigh-Durham, der nur eine halbe Stunde später startet. Es ist mittlerweile dunkel geworden. New York glitzert, der Vollmnd scheint auf en Hudson, als die kleine Turboprpmaschine (X 400) startet. Das Fahrwerk klickt draußen neben meinem Fenster in der Sitzreihe 17 ein. Dann fliegen wir entlang der Küste, die in dieser Vollmondnacht wunderschön aussieht.
In North Carolina hatten wir Hitze und feuchtwarme Luft erwartet. Stattdessen regnet es. Matt erwartet uns schon und bringt uns nach Chapell Hill, wo es ein herzliches Wiedersehen mit Stefanie und Zorba, dem Hund, gibt.

09 August 2014

Abschied von Michigan

Heute ist unser letzter Tag in Michigan. Wir wollen zum Abschied den Farmers Market Ann Arbor besuchen, bei der über cie Grenzen von Michigan hinaus berühmten Bäckerei Zingermanns ein paar Sandwiches essen und dann nachmittags zum Flughafen nach Detroit fahren.
Wir werden die lieblichen Sommerwiesen Michigans dann verlassen und über Newark dann nach Raleigh-Durham ins derzeit schwülheisse North Carolina zu Stefanie, Matt und Bo fliegen.
Downtown Ann Arbor

05 August 2014

Besuch bei The Henry Ford

Heute tauchen wir tief ein in diec automobile Geschichte Michigans und der USA und besuchen The Henry Ford. So wird das Museum in Dearborn genannt, das nicht nur Autos zeigt, sondern auch Lokomotiven, Eisenbahnwagen, Busse, LKW, Flugzeuge, Kraftwerke - kurz: entscheidende technologische Entwicklungen der Industrialisierung.
Eine Lokomotive, groß wie eine Kathedrale: Vor der Allegheny von 1941 wirke ich wie ein Zwerg
 Neben der Austellung bietet das Museum auch eine Besichtigung eines Ford-Werkes im Rouge-Komplex. Das Rouge Werk erinnert in seiner gefühlten Größe an das VW-Werk in Wolfsburg, auch wenn es mit etwa 500 ha etwas kleiner ist (VW heute: etwa 600 ha) und viel früher, nämlich schon zwischen 1917 und 1928, entstanden ist. Von hier aus wurden die USA motorisiert und das Ford Werk diente einst als Vorbild für Wolfsburg.
Das Werk River-Rouge
 Auch das Museeum ist riesig. Es erinnert mich an eine Mischung aus Schloss Charlottenburg und den Siemenswerken in meiner Heimat. Zahlreiche Portale, Türme, Marmor und gepflegter Rasen wirken hochherrschaftlich. Im Innern tritt die Architektur hingegen zurück, jedenfalls in den Ausstellungshallen, wo die teils riesigen Exponate stehen.
Eines der Eingangsportale des The Henry Ford-Mseums

Die Fabriktour ist  besonders sehenswert. Ein Shuttlebus fährt uns in etwa zehn Minuten zum Werk. Die Besucher/innen werden zunächst durch zwei Kinosäle geschleust, in denen - teils mit aufwendiger Technik - die Geschichte und Gegenwart des Werkes näher gebracht werden. Danach geht es auf eine Aussichtsplattform mit gutem Überblick über die Werksanlagen. ein alter Mann erklärt uns die besondere ökologische Ausrichtung des Werks, mit seinen teilweise begrünten Dächern und Gänsen auf dem Werksgelände. Nun gut, denke ich mir: Wenn sie nicht ganz so große und unsinnige Autos bauen würden, wäre der Umwelt mehr geholfen, doch diese Rechnung macht hier niemand.
Im Besucherzentrum des Ford-Werks
Dort steht auch dieser Mustang
Trotzdem ist der Besuch der Werkhalle, in der die großen Trucks mintiert werden, die hier jeder fährt, der Höhepunkt der Besichtigung. Die Besucher können auf einem Rundweg oberhalb der Produktionsebene einmal um die Halle gehen und beobachten, wie Fenster, Inneneinrichtungen und ähnliches in die Autos eingebaut werden.Fotografieren ist allerdings nicht erlaubt - um die Privatsphäre der Arbeiter/innen zu schützen, erklärt man uns.
Diese beiden Arbeiterinnen hatten nichts gegen ein Foto einzuwenden: Inge und Birgit im Ford-Museum