29 August 2013

Badespaß in Supetar

Den von mir selbst erfundenen Werbespruch kann ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen: "Superstars baden in Supetar®".
Zumindest half er mir, den Namen des Ortes zu merken., für den wir die Fährtickets kauften. Jadrolinija verbindet fast alle kroatischen Inseln. Die Fähren fahren pünktlich, sind bequem und zuverlässig - also ein klarer Fall für den "Like"-Button.
Hafen von Supetar
Heute ist unser letzter Tag in Kroatien und wir wollen ihn am Strand verbringen. Wir räumen unser schönes, wenn auch etwas stickiges Apartment in der Sejnska Ulica, lssen das Gepäck in einer Aufbewahrung und gehen zum Hafen. Die Fähre bringt uns in 50 Minuten von Split nach Supetar.
Lässige Eleganz an Deck kommt immer gut an ;-)

Wenige Fußminuten vom Hafen entfernt beginnt eine schöne Strandanlage - wenngleich mit Kieseln, die Birgit foltern, aber dafür ausgestattet mit Duschen, Massagezelten, Imbissen, Strandrutsche, Wasser-Springburg, Tretbooten und Toiletten. Sehr schön.
Der Kieselstrand von Supetar
Wir nutzen nicht einmal die Hälfte davon, denn das schöne klare Wasser, die Fische, Sonne und ein Schattenplatz in der Nähe einer Dusche sind eigentlich schon genug. Vorwiegend Familien baden hier. Halbwüchsige Jungs pesen mit geliehenen Elektromopeds die schmale Promenade hin und her und wieder hin. Ein Mädel in Begleitung zweier Jungs fragt diese, ob sie rot sei von der Sonne. Die Jungs schauen nicht einmal hin, sagen: nein - und latschen weiter in Richtung Baderutsche. Sympathisch unbekümmert, aber: So werden sie im Leben nicht problemlos weiter kommen mit den Frauen. Lasst Euch das an dieser Stelle gesagt sein, Jungs!
Kleinere Kinder werden noch von ihren Eltern eingecremt, ältere Leute spazieren über den nahe gelegenen Friedhof mit dem Mausoleum derer von Petrinovic.
Die lustigste Beschreibung dieses Baus finde ich bei www.supetar.de:
1914 wurde Toma Rosandic beauftragt, das Mausoleum für die Familie Petrinovic zu gestalten und seither wird sein Name nur noch von Unwissenden mit der Berufsbezeichnung des Künstlers in Verbindung gebracht. Das Bauwerk auf dem Friedhof am Kap Sv. Nikolaus ruft zwischen Belustigung, Abscheu und Unglauben so ziemlich jede Reaktion hervor, die einem besonnenen Gedenken zuwider läuft. In einer beispiellosen Kombinationsfreude hat Rosnadic sämtliche in der Geschichte der Insel vorkommenden Baustile vereint und selbst in den architektonisch sauberen Details mehr Register gezogen als wünschenswert. Besonders kurz vor Sonnenausgang strahlt der Kitsch schon so über die Küste, dass jedem Besucher dieser Anblick mit Sicherheit in Erinnerung bleiben wird. Und auch wenn eine Sehenswürdigkeit wie diese viel Spott über sich ergehen lassen muss zeigt sie doch unumstößlich den Reichtum und die Repräsentanzfreude der einstigen Inselbewohner - und ist somit allemal Kulturgut. 
 Dem ist nichts hinzuzufügen! Die Totenwürde wird während unseres Besuchs allerdings einmal gestört durch eine Gruppe bunt ausgestatteter Mountainbiker, die mit ihren Rädern den breiten Kiesweg des Friedhofs durchpflügen und lustig für ein Foto vor dem Mausoläum posieren. Aber sonst ist es ein schöner Ort, um begraben zu werden, direkt am Meer und mit freundlichen, sauber aufgeräumten Gräbern. Allerdings fällt uns auf, dass die Menschen auf Brac ungewöhnlich früh sterben: Einige Teenager, nicht wenige in ihren Dreißigern und viele zwischen 40 und 50 Jahren.
Formschön und praktisch: Die Fähren von Jadrolinija bringen Touris und Einheimische trockenen Fußes an ihr Ziel. Allerdings sind einige Schiffe älter als die Menschen, die auf dem Friedhof von Supetar liegen.

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