Einige der neueren
Doppelmayr-Sessellifte verfügen über automatische Sicherheitsbügel.
Sie schließen sich, sobald der Sessel die Station verlässt und
öffnen sich auch automatisch, wenn der Sessel die Bergstation
erreicht. Nachteil dieser Bügel ist, dass sie nur sehr kleine
Fußtritte zum Abstellen der Ski haben. Mit einem Snowboard wird es
sehr schwierig. Außerdem lässt sich die Automatik nicht stoppen
oder der Bügel noch einmal kurzzeitig öffnen, falls sich
irgendetwas verklemmt hat.
Das Liftfahren ist durch diese
Innovation also etwas komplizierter geworden. Damit die Leute
trotzdem klarkommen, wurde in Dienten, wo so ein Lift steht, ein
Monitor installiert, auf dem ein Instruktionsvideo läuft. Außerdem
wird bei jedem Einsteigevorgang ein kurzes Tonband mit Anweisungen
abgespielt: „Lehnen Sie sich nach dem Hinsetzen zurück. Bügel
schließt und öffnet sich automatisch, Gute Fahrt!“. Die Liftboys
müssen den Spruch den ganzen Tag lang hören, viele Fahrgäste
kommen mit der neuen Technik trotzdem nicht klar und versuchen, den
Bügel mit der Hand zu schließen.
Diese Neuerung ist ein Beispiel dafür,
dass der Fortschritt nicht immer automatisch bessere Produkte
hervorbringt. Ein einfaches und bewährtes Produkt wurde hier so weit
verändert, dass die Bedienung komplizierter und unkomfortabler
geworden ist – bei einem eher niedrigen Gewinn an Sicherheit.


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