
In einem Interview in der heutigen FAZ („Spaß haben - das ist alles, worum es geht“) behauptet Jake Burton, einer der "Väter" des Snowboardens: "Ich glaube, dass Snowboarden die Olympischen Spiele mehr verändert hat als umgekehrt."
Vielleicht ist das wahr und vielleicht hat er selbst einen nicht ganz geringen Anteil daran, dass das so ist: Denn in welcher anderen olympischen Disziplin treten Athleten/innen sonst noch mit Jeans an? Die Hosen, in denen Seth Wescott Gold gewann, waren von Burton. Ein untrügliches Gespür für tiefe Schwingungen der Volksseele hat die Bild-Zeitung. Sie titelte: "1. Jeans-Gold - Cool, cooler, Coolympia". Da muss dann wohl etwas dran sein?
Ein weiteres Zeichen dafür, dass wir es hier mit Kult zu tun haben, ist die Tatsache, dass es die Hose nirgendwo zu kaufen gibt. Zwar liegt die Stoff-Optik bei Snowboard-Bekleidung seit etwa zwei Jahren im Trend. Die Jeans-Optik gibt es in diesem Winter nicht nur bei Burton im normalen Sortiment: etwa die Maidn Denim Pant für ca. 215 Euro (UVP: 390 €). Aber in dieser radikalen Form, abgewetzt und durchlöchert, gab es noch keine Hose!
Hier noch ein paar Links:
http://dezim.wordpress.com (Blogpost mit Bild der Wunderkluft)
"US team´s ski jeans turning heads at Cypress Mountain" (Facebook-Artikel)
"In löchriger Jeans fährt Wescott zum Olympiasieg" - "Welt"-Artikel vom 17.02. (Fast den gleichen Artikel des selben Autors bringt übrigens die ebenfalls vom Springer-Verlag stammende "Berliner Morgenpost" - Oh, welche Vielfalt, toller Qualitätsjournalismus!)
http://gearjunkie.com - Blog

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