Gezwungenermaßen sitze ich nun noch in Berlin, während die von mir organisierte TU-Sport-Gruppe im Riesengebirge ihren Spaß hat. Denn es gibt viel zu tun im Büro.
Doch abends läuft in der Glotze Olympia: Heute Boardercross!
Früher wäre so etwas Verrücktes verboten gewesen. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen pflichtbewusste Liftwärter die ungewaschenen Snowboarder einfach nicht in den Schlepplift gelassen haben...
Und so ganz sind die anarchistischen Zeiten immer noch nicht vorbei: Da schrauben sie kurz vor dem Start immer noch an ihren Bindungen herum und verzögern damit den Start - tja das ist wie auf der Piste: immer muss man auf diese Snowboarder warten. Dann hauen sie sich gegenseitig raus, selbst Mannschaftskameraden beharken sich in der Luft. Ein Ösi hat eine Helmkamera auf (doch es nützt ihm nichts, denn auch er wird rausgekegelt). Kein Tag für die Ösis, die "selbsternannte Wintersportnation", wie der ARD-Kommentator schadenfroh bemerkt, nachdem das Team unseres sympathischen südlichen Nachbarlandes in der "Königsdisziplin", dem Abfahrtslauf der Herren, dramatisch versagt hat.
Schon während des Vorlaufs am Cypress Mountain denke ich, dass die Amis besonders lässig erscheinen wollen, weil sie Jeans tragen. Doch es ist nur ein Jeans-Look. Trotzdem cool.
David Speiser, der einzige deutsche Athlet gelangt bis ins Halbfinale. Dann blättert das Bild der coolen Sportart: Der Reporter enthüllt, dass Speiser einer der wenigen Athleten ist, der nicht für die Polizei oder Bundeswehr arbeite, sondern "aus Spaß am Sport" dabei sei - wie in den früheren Zeiten des Snowboarding.
David Speiser scheidet im Halbfinale aus - Schade!
Webcams in Zielorten des Uni-Schneesport Berlin e.V.
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