Links mit weiter führenden Informationen:Lawinenunfallbericht Österreich 2004/05
Lawinenunfälle Schweiz 1997-2007
Lawinenereignisse Vorarlberg 2001-2007
"Exposition Süd" - Gedanken zur Südtiroler Lawinenstatistik
Lawinenlagebericht Tirol
Medizinische Aspekte zum Lawinenunfall
Die Pistensaison neigt sich dem Ende, die Saison der Skitouren strebt jedoch gerade im Frühling ihrem Höhepunkt zu.
Für eine zunehmende Zahl von Schneesportfans verschwimmt diese Grenze, denn Skitouren, Tiefschneefahren oder zumindest das Fahren im freien Gelände erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Skiindustrie hat sich auf den Trend eingestellt. Bei Dynastar etwa stellt der Bereich Freeride neben Slopestyle und Competition einen von drei Schwerpunkten im Programm dar. Immer mehr Leute gehen ins Gelände - auch wenn sie die dort lauernden Gefahren nicht immer gut einschätzen können. Mit Sorge beobachteten deshalb viele Beobachter der Szene die zunehmende Anzahl von Lawinenunfällen in den letzten Jahren.
Zu den erfreulichen Entwicklungen dieses Winters gehört, dass dieser Trend - wohl auch aufgrund der Schneearmut - gestoppt werden konnte. In der Schweiz sind bis zum 29. März 2007 13 (+1) Menschen in Lawinen ums Leben gekommen, darunter 7 Variantenfahrer/innen und 6 (+1) Skitourengeher/innen (eine Person wurde noch nicht gefunden und wird daher in Klammern vermerkt). Im Vorjahr waren insgesamt 24 Tote zu beklagen.
In Österreich hat das Kuratorium für Alpine Sicherheit noch keinen abschließenden Lawinenunfallbericht veröffentlicht. Doch auch dort wird das langjährige Mittel wohl unterschritten werden. Insgesamt kamen in den Alpen im Durchschnitt der letzten 30 Jahre (1972-2002) pro Jahr 107 Menschen bei Lawinenunfällen ums Leben. Hierbei starben zwischen 1972 und 1982 durchschnittlich 108 Personen, zwischen 1983 und 1992 113 Menschen und in den Jahren 1993 bis 2002 ging der Durchschnittswert auf 99 Tote zurück.
Vor allem Männer (über 80 Prozent) lassen ihr Leben. Und es sind - entgegen weit verbreiteten Vorurteilen - eher die Älteren als die ganz Jungen. Bei den Unfällen von Variantenfahrer/innen wird ein weiteres Vorurteil widerlegt: Es sind etwa so viele Skifahrer wie Snowboarder - keineswegs sind die Snowboarder stärker betroffen!

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