01 November 2006

Halloween in San Francisco

Schluss mit Strandleben und Abhängen. In San Francisco herrscht wieder das gewohnte Tempo der Großstadt. Wer hier mit Surfboard unter dem Arm und nacktem Oberkörper durch die Straßen läuft - na ja, das kommt nicht so gut.
Obwohl: Heute würde das glatt noch durchgehen. Gestern war Halloween und hier waren fast Alle verkleidet. Lustige Kostümchen, vor allem Hasen waren zu sehen. Aber auch Monster (natürlich), Matrosen, ein Fass (ziemlich voll - soll man sagen noch oder schon?), Piraten, Serviererinnen, Krankenschwestern und Häftlinge im Guantanamo-Look.
Es war eine riesige, etwas schräge Party, denn wir kamen zu spät dazu. Durch die zwei Stunden Zeitverschiebung fühlten wir uns noch frühabendlich, als hier schon die ersten Alkoholopfer nach Hause - oder zu einem späten Imbiss - turnten.
Wir sind dabei, die Regeln der Stadt kennen zu lernen. Angenehm: Am Union Square, ganz in der Nähe unseres Hotels gibt es ein öffentliches drahtloses Netz. Ausserdem spielt hier gerade eine Band und es ist mächtig Party.
Und noch etwas haben wir gelernt: Sage niemals "Frisco", wenn Du San Francisco meinst! Das kommt gar nicht gut. Es gibt eine Handvoll Nester namens Frisco in den USA, mit denen die Bewohnerinnen und Bewohner dieser großartigen Stadt nicht gern in Verbindung gebracht werden wollen. Das ist vollkommen verständlich und es fällt uns nicht schwer, diese Regel zu beherzigen. Schließlich sind wir im Urlaub und haben so viel Zeit übrig für den vollständigen Namen: San Francisco!
Außerdem sind wir selbst leidgeprüft: "Frisco" - das ist in etwa so, als wenn man "Prenzlberg" sagt anstatt Prenzlauer Berg, wie der Bezirk nun einmal heißt. Nur arrogante Wessi-Schnösel auf der Suche nach einer Rendite-versprechenden Eigentumswohnung oder ignorante Westberliner sagen: "Prenzlberg" - schrecklich.
Wir haben ein Tagesticket für die Cables Cars in der Tasche. Nun geht es los.

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