Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Ich bin wieder sicher in Berlin. Und hatte auf der Reise noch einmal die Möglichkeit, sämtliche Dienstleistungen, die im internationalen Flugververkehr in Bezug auf Sicherheit auf dem Markt sind, in Anspruch zu nehmen (mit Ausnahme einer Gepäcksprengung, wofür ich allerdings dankbar bin).Am besten hat mir, ehrlich gesagt, die Abfertigung auf dem Flughafen in San Francisco gefallen. Während in London - und wohl auch in Deutschland - mit schnöden Hinweistafeln gearbeitet wird, die immer größer werden, haben die Amerikaner sich etwas Besonderes einfallen lassen. Dort wird extra ein Sicherheitsbeamter dafür abgestellt, im Stile eines Stand-up Comedians den Fluggästen zu demonstrieren, welche Alltagsgegenstände neuerdings nicht mehr im Handgepäck erlaubt sind. Der Mann ist ein großer Komiker, der gewitzt Wasserflaschen hinter seiner Krawatte verschwinden lässt oder mit Pillendosen jongliert.
Selbst seine Kollegen an den Scannern fühlen sich so gut unterhalten, dass sie Birgits Trombose-Spritzbesteck durchgehen lassen und sich an meiner Müslitüte aus Maui nicht stören (eines der bestkontrollierten Müslis weltweit. Es hat die Abfertigung auf Maui, Big Island, Oahu, San Francisco und London überstanden!).
In der Maschine gibt es dann nachts auch noch einen Sicherheitseklat. Ich bekomme mit, wie die Stewardessen böse mit einem Passagier streiten. Anschließend werden alle Toiletten des Jumbos mehrfach durchsucht. Es bleibt unklar, wonach - und offenbar wird auch nichts gefunden. In London dürfen wir erst nicht aus der Maschine. Polizei kommt an Bord. Ein Passagier wird nach hinten geführt. Der Captain sagt, wir sollen "alles Verdächtige" melden. Erst dann dürfen wir nach vorne aussteigen.
In London geht es dann gleich durch eine erneute Kontrolle. Wer etwas Flüssiges, Alkohol oder Kosmetik im Duty Free Shop erworben hat, schmeisst es hier weg. Der Boden im Abfertigungsgebäude ist übersäht mit Kosmetik, Flaschen, Feuerzeugen. Massenvernichtungswaffen!
Nun hast Du mich also sicher wieder, Du rauhe, graue Stadt Berlin. Mir fällt gleich auf: Hier herrscht doch ein ganz anderer Ton und ein anderes Tempo als im freundlichen Amerika. Heute morgen beim türkischen Bäcker: "Ick hätte jern´nen Käsebagett!"
"Käse haben wir nicht mehr."
"Und wat is ditt da hintn?"
"Das ist - äh, achso, Ziegenkäse."
"Ssiegenkäse is ooch Käse. Nehmick!"
Geht auch so.

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