01 August 2006

Prati-Usciolu: Gratwanderung bei unsicherem Wetter

Wir starten um 7:50 Uhr. Es ist starker Wind (die ganze Nacht hatte er geblasen und es gab einen unglaublich klaren Sternenhimmel). Ich behalte meine wetterfeste Bergjacke zunächst an, denn gestern hatte ich mich etwas erkältet und leide nun an leichten Halsschmerzen.
Die Etappe wird anstrengend. Oben auf dem Grat bläst der Wind von Westen. Er treibt eine dunkle Wolkenschicht heran. Der letzte Aufstieg bis auf 1970 m scheint endlos. Dann geht es auf anstrengendem Pfad zur Hütte hinunter, die wir gegen 14 Uhr erreichen. Es sieht nach Regen aus. Die Hütte ist eine der bestausgestatteten Versorgungsposten auf dem südlichen GR 20. In einem etwas versteckten Nebengebäude (offiziell dürfen die Wirte keinen Verkauf aufziehen) gibt es alles zu kaufen, was ein Wandererherz begehrt.
Die schlimme Gruppe hatten wir trotz ihres Vorsprungs bereits früh überholt. Als wir an der Refuge d´Usciolu eintreffen, sind die peinlichen Quechua-Wurfzelte noch nicht da. So haben wir eine gute Auswahl an Biwakplätzen.
Nachmittags verziehen sich die Wolken wieder und ich bekomme nach Erbswurst und einem kleinen Mittagsschläfchen sogar noch eine einigermaßen warme Dusche ab.

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