Die Urlaubszeit naht, ein Plan steht und langsam möchte ich meine Flüge buchen. Es soll in etwa zwei Monaten mit zwei Erwachsenen von Berlin nach Split in Kroatien gehen.
Dies sind meine Erfahrung mit Buchungsportalen:
Ich gebe einfach "Flüge" bei Google ein und lande bei fluege.de. Der günstigste Flug soll pro Person 178 Euro kosten. Nahezu Perfekt - nur der Zwischenstopp auf dem Rückflug ist etwas umständlich (3 Stunden Aufenthalt in Stuttgart), aber verkraftbar.
Beim weiteren Durchklicken werden mir "Zusatzleistungen" empfohlen. Ich lasse mich von einer Umbuchungsversicherung überzeugen. Für zwei Personen kostet die 30 Euro. Später erfahre ich, dass sie nur vor Stornogebühren der Fluggesellschaft schützt, nicht aber vor Forderungen des Buchungsportals, die "mindestens 50 Euro" pro Umbuchung betragen. Um mich dagegen abzusichern, soll ich ein weiteres Servicepaket für 10 Euro kaufen. Trotzig klicke ich auf "nein". Eine Warnung in der Alarmfarbe rot klickt auf: "nicht empfohlen!" Ich fühle mich verunsichert, lasse mich aber nicht beirren.
Bei der Zahlung habe ich die Wahl zwischen diversen Kreditkarten und einer Lastschrift. Die Kreditkartenzahlung ist voreingestellt - kostet aber etwa zwölf Euro extra. Die Lastschrift ist entgeltfrei.
Dann bin ich endlich durch und will die Buchung bestätigen. Das Portal röddelt meine Daten durch. Ein dicker Mann grinst mir von der Homepage entgegen. Dann die Ernüchterung: Die Flüge sind ausgebucht!
Mir wird eine Alternative angeboten: Zum nahezu gleichen Preis (sogar etwas billiger, dafür habe ich auf dem ja unveränderten Hinflug nun nicht mehr die Möglichkeit ein Gepäckstück zu buchen) gibt es einen Rückflug mit einer weiteren Stunde Aufenthalt in Stuttgart. Dadurch verlängert sich die Reisedauer auf über sechs Stunden!
Da der Preis trotzdem okay ist und ich meine Daten nun einmal alle schon eingegeben habe, drücke ich auf buchen. Wieder dauert es einige Sekunden. Dann erneut die Meldung: "Leider ausgebucht".
Mir wird erneut eine Alternative angeboten, doch mir reicht es jetzt. Ich verlasse dieses Portal ohne Buchung.
Das nächste Portal, das ich teste heisst billigfluege.de. Auch dort wird mir nur ein Rückflug mit über vier Stunden Zwischenaufenthalt in Stuttgart angeboten. Das muss doch bequemer gehen!
Also versuche ich es direkt bei Germanwings, einer Fluggesellschaft, mit der ich bisher eigentlich immer sehr zufrieden war. Und zu recht: Es gibt verfügbare Flüge zum gewünschten Zeitraum. Allerdings wieder nur mit Zwischenstopp und drei Stunden Aufenthalt in Stuttgart. Der Preis: satte 350 Euro pro Person - das ist mir zu teuer!
Ich wechsele zu Opodo. Die Eingabemaske ist bequem, das Portal strahlt eine gewisse Seriosität aus. Schön. Doch dann gibt es plötzlich Serverprobleme bei der Auswahl eines Fluges. "Mit Bedauern", wird mir mitgeteilt, dass der Service gegenwärtig leider nicht zur Verfügung steht.
Zum Glück gibt es Google. Die Suchmaschine lotst mich auf ein Portal namens swoodoo.com. Es bietet Preisvergleiche zwischen anderen Portalen an. Meine Anfrage beantwortet es mit Links zu drei Anbietern, darunter Opodo. Ich wähle diese Möglichkeit. Wunderbarerweise funktioniert Opodo jetzt. Und ich kann recht bequem ohne nervige Propaganda für "Zusatzleistungen" meine Flüge buchen. Es handelt sich dabei um die gleichen Flüge wie beim ersten fluege.de-Versuch und wie bei Germanwings - mit drei Stunden Aufenthalt in Stuttgart. Allerdings kosten sie inklusive aller Gebühren bei Opodo nur 243 Euro - und sind am Ende auch verfügbar!
Webcams in Zielorten des Uni-Schneesport Berlin e.V.
20 Juni 2013
21 März 2013
Automatische Sicherheitsbügel
Einige der neueren
Doppelmayr-Sessellifte verfügen über automatische Sicherheitsbügel.
Sie schließen sich, sobald der Sessel die Station verlässt und
öffnen sich auch automatisch, wenn der Sessel die Bergstation
erreicht. Nachteil dieser Bügel ist, dass sie nur sehr kleine
Fußtritte zum Abstellen der Ski haben. Mit einem Snowboard wird es
sehr schwierig. Außerdem lässt sich die Automatik nicht stoppen
oder der Bügel noch einmal kurzzeitig öffnen, falls sich
irgendetwas verklemmt hat.
Das Liftfahren ist durch diese
Innovation also etwas komplizierter geworden. Damit die Leute
trotzdem klarkommen, wurde in Dienten, wo so ein Lift steht, ein
Monitor installiert, auf dem ein Instruktionsvideo läuft. Außerdem
wird bei jedem Einsteigevorgang ein kurzes Tonband mit Anweisungen
abgespielt: „Lehnen Sie sich nach dem Hinsetzen zurück. Bügel
schließt und öffnet sich automatisch, Gute Fahrt!“. Die Liftboys
müssen den Spruch den ganzen Tag lang hören, viele Fahrgäste
kommen mit der neuen Technik trotzdem nicht klar und versuchen, den
Bügel mit der Hand zu schließen.
Diese Neuerung ist ein Beispiel dafür,
dass der Fortschritt nicht immer automatisch bessere Produkte
hervorbringt. Ein einfaches und bewährtes Produkt wurde hier so weit
verändert, dass die Bedienung komplizierter und unkomfortabler
geworden ist – bei einem eher niedrigen Gewinn an Sicherheit.
19 März 2013
Nächtlicher Tiermord
Alle wollen auf die Piste - nur ein Vogel hat es hinter sich...
Über Nacht hat es etwa 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Alle wollen früh auf die Piste - doch ich muss mich vorher mit einem anderen Problem beschäftigen: Eine Frau aus der Reisegruppe musste in der Nacht einen Tiermord
miterleben. Sie ist als Einzige im Nebenhaus untergebracht,
weil sie gern ein Einzelzimmer wollte. Nun gruselt sie sich dort.
Angeblich hat eine Katze oder ein Fuchs einen Vogel auf dem Dach über
ihrem Zimmer ermordet. Der Vogel hatte demnach einen sehr langen
Todeskampf und hat geschrien wie ein kleines Kind, bis er irgendwann
den letzten Röchler ausgestoßen hat.
Das alles passierte wie gesagt genau
über dem Bett der Frau auf dem Dach, weshalb sie nicht mehr in dem
Zimmer übernachten könne. Sie kam weinend zum Frühstück.
Blöderweise ist aber kein anderes
Zimmer im Haupthaus mehr frei. Nun war ihre Idee, dass sie als Fünfte
mit in unser Team-Viererzimmer einzieht. Das haben wir gestern nach
längerer Diskussion innerhalb des Teams abgelehnt. Stattdessen ist
die Frau im Nebenhaus eine Etage tiefer gezogen.
Ach so, nebenbei: Natürlich habe ich
den Tatort des Tiermords inspiziert: Auf dem Dach des zweistöckigen
Gebäudes liegen etwa 70 cm Schnee, die Hälfte davon lockerer
Neuschnee. Selbst ein Leopard wäre bis zum Bauch eingesunken. Wie
eine Katze dort einen Vogel erlegt haben soll, konnte nicht geklärt werden...
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