03 August 2014

Getting started

Nach einer erholsamen Nacht bei Inge und Jim in Ann Arbor beginnen wir den Sonntag mit einem Spaziergang im Bird-Hills-Nature-Park Mit dabei sind Mona und Loki, die Hunde. Der Park liegt zwischen dem Huron und der Autobahn 14 und ist sehr naturbelassen. Wären die kleinen Wege nicht, könnte man denken, es handele sich um einen Urwald. Dennoch ist es auch hier unumgänglich, die Kacke der Hiunde in kleine Tütchen abzufüllen und mitzunehmen. An der Leine müssen die Tiere sowieso gehen. Das führt regelmäßig zu neckischen Fesselspielen, wenn uns andere Hundebesitzer begegnen und die Tiere sich ungestüm begrüßen. Bald mit kleinen Kackebeuteln bewaffnet stapfen wir durch den wunderschönen Park, der leicht hügelig ist und in dem bei genauerem Hinsehen einige ungewöhnliche Pflanzen wachsen, die wir aus Europa nicht kennen: Poison Ivy zum Beispiel, ein gemeines giftiges Gewächs, das wie Brennessel am Wegesrand oder auch als Schlingpflanze an Bäumen wachsen kann. Es brennt bei Berührung nicht sofort.Das Öl der Pflanze bleibt vielmehr an der Haut haften und entfaltet seine Wirkung erst nach einiger Zeit. Wer einmal sensibilisiert ist, bekommt immer schlimmere Blasen und Pusteln. Schrecklich. Nur regelmäßiges Waschen der Haut und der Kleidung hilft.
Nach dem Spaziergang fahren wir noch etwas in der Stadt herum und kommen an einem künstlich angelegten Wildbach mit kleinen Stromschnellen vorbei. Er ist die Attraktion an diesem Sommernachmittag. Kinder und Familien fahren mit Kanus und schlauchbootähnlichen Gefährten den Wasserlauf  hinunter. Der ansässige Kanuverleih macht ein großes Geschäft.
Abends gibt es noch ein Barbecue bei Inge und Jim. Einige Freunde sind gekommen - ein gemütlicher Ausklang des ersten Tages.

02 August 2014

Flug nach Detroit

So sieht er aus, unser Clipper: Eine Boing 777-200 von United Airlines. Für Gespräche gesorgt hat dieser Flugzeugtyp im letzten halben Jahr aber vor allem dann, wenn er in den Farben von Malaysia Airlines unterwegs war.
Wie früher im Kino: Wir hatten unsere Plätze in der letzen Reihe: 46 E und 46 G (F gibt es nicht).
Die Route führte von Brüssel nach Newark
Nach der Ankunft: Die Skyline von New York ist vom Flughafen aus gut zu sehen
Um 6:55 Uhr starten wir auf unserer Reise nach Detroit in Tegel mit einer Maschine von Brussels Airlines. Der Captain begrüßt uns mit "Ladies and gentlemen, boys and girls". Schlimm: Immer diese Fixierung der Belgier auf die Kinder - selbst schon um diese Uhrzeit, wo der Grußteil der Passagiere (und insbesondere die mitreisenden Kinder) noch sehr müde sind.
Der Zwischenstopp in Brüssel hat immerhin den Vorteil, dass es an Bord des Langstreckenfliegers besseres Essen gibt als gemeinhin in Jets, die in London starten. Amsterdam hingegen kam schon deshalb nicht als Zwischenstation in Frage, weil wir einerseits mit dem gleichen Flugzeugtyp fliegen, einer Boing 777-200, die von dort aus vor einiger Zeit nach Kuala Lumpur gestartet und über der Ukraine abgeschossen worden war. Andererseits startete auch Flug NW 253 hier, der Weihnachten 2009 kurz vor der Landung in Detroit beinahe von dem jungen nigerianischen Terroristen Umar Farouk Abdulmutallab in die Luft gesprengt worden wäre. Wir waren damals nur Stunden zuvor in Detroit gelandet. Etwas Aberglaube muss erlaubt sein.
Nach acht Stunden Flug landen wir pünktlich in Newark, New Jersey. Vom Flughafen aus ist die Skyline von New York sehr gut zu sehen. Der Freedom Tower, der nun One World Trade Center heisst, streckt sich auch vor der Eröffnung schon recht keck in die Höhe und ist so zum neuen Wahrzeichen der Stadt geworden.
Auf dem letzten Abschnitt der Reise zwischen Newark und Detroit, die wir in einer kleinen EMB 170 zurücklegen, werden wir kräftig durchgeschüttelt, sehr zum internen Vergnügen der übergewichtigen Stewardessen, die gnickernd ihren Servicewagen durch den schmalen Gang schieben.
Start in Newark

USA-Kanada-Tour 2014

Ganz so weite und komplizierte Reisen sind meine Sache eigentlich gar nicht. Doch dieses Jahr kommen wir nicht umhin, endlich einmal wieder Birgits Schwester und ihre Familie in Michigan zu besuchen. Das letzte Mal waren wir 2009 dort - im Winter.
2014 ist also ein Besuch im Sommer geplant. Nun ist es jedoch so, dass wir mittlerweile noch einige andere Freunde in Nordamerika haben, die uns immer mal wieder bitten, sie zu besuchen. Es wäre vor ihnen kaum geheim zu halten, dass wir im Land waren, ohne bei ihnen vorbei geschaut zu haben. Also gehen wir offensiv mit der Angelegenheit um und beuschen auch noch Stefanie und Matt in North Carolina und Bruno und Michael in Vancouver. Heute soll es losgehen.