05 März 2012

„Schön chillen bei Baude“


Über Nacht haben die angekündigten Niederschläge eingesetzt. In Ritzenried regnet es heute morgen. Doch mit jeder Spitzkehre, die sich der Skibus hinaufquält zum Hochzeiger, sinkt die Temperatur und oben im Skigebiet, auf 1500 m Höhe, schneit es.
Ich bin mit einer Gruppe von sechs Studierenden der TU Berlin unterwegs. Angehende Ingenieure, ein Veganer, ein Clubgänger, zwei mit gelben Skihosen, keine Frau. Die erste Abfahrt durch den noch ungespurten Neuschnee ist ein Traum. Leider ist die Sicht nicht so gut, denn es schneit immer noch. Doch mit jedem Schwung stürzen wir uns ins Ungewisse und werden weich abgefedert durch den Pulverschnee.
Nach einigen Abfahrten macht sich die Müdigkeit bei einigen Leuten aus der Gruppe bemerkbar und unweigerlich wird der Wunsch geäußert, bald mal eine Pause zu machen. Berliner Ingenieurstudenten brauchen dafür nicht viele Worte. Der Hauptpromotor der Idee wiederholt einfach immer wieder: „Schön chillen bei Baude“. Und setzt sich irgendwann damit durch.

04 März 2012

Snowboard-Helm rettet Tag

Die gestern noch aufgeweichten Pisten im Pitztal sind über Nacht hart gefroren. Kai ist ein flotter Fahrer. Beides verträgt sich heute nicht gut. Auf einer seiner ersten Abfahrten des Tages knallt der Snowboarder mit dem Hinterkopf hart auf die Piste. Er spürt den Schlag. Ihm ist etwas schlecht. Außerdem hat er sich noch leicht an der Nase verletzt.
Der Helm allerdings ist kaputt. Er ist glatt auseinander gebrochen und verformt. Hätte Kai ihn nicht getragen, wäre er schwer verletzt worden. So setzt er nur einige Stunden aus, um sicher zu gehen, dass er nicht doch eine leichte Gehirnerschütterung hat. Helm kaputt, aber Tag gerettet.

02 März 2012

Guter Journalismus...

Snowboardkurs am Hochzeiger

Guter Journalismus, das sage ich immer wieder, zeichnet sich dadurch aus, dass Geschichten zu Ende erzählt werden – auch wenn sie längst niemanden mehr interessieren.
Nun bekam ich gestern folgende SMS: „Martin, verfolge m.I. SpindelBlog, endet mit?Wärmeeinbruch? Hoffe ihr seid nicht weggeschwommen, o.warst Du nur 1 Woche? Ahoi Steffen, HU-Alumni“
Es ist ja nun so: Einerseits war ich tatsächlich nur eine Woche im Riesengebirge. Andererseits endete diese Woche mit Ereignissen, die eigentlich nur im passwortgeschützten „TU-Schneesport-Secrets“- Bereich veröffentlichungsfähig sind...
Also was tun? Am besten die Klappe halten, dachte ich mir. Und hoffen, dass es niemand merkt. Steffen ist mir leider dahinter gekommen und deshalb nur so viel: Es gab zwei Tage nahezu ununterbrochenen Regen. So etwas habe ich in dieser Jahreszeit und dieser Höhe noch nicht erlebt. Dann fing sich das Wetter und die zweite Gruppe hatte zumindest einen ganz guten Start.
Mittlerweile bin ich im Pitztal angekommen. Der erste Tag war etwas chaotisch, weil wir nach der Nachtfahrt erst am Abend unsere Zimmer beziehen konnten. Dafür hatten wir einen schönen sonnigen, wenn auch etwas warmen Skitag. Die Ski- und Snowboardkurse starteten und am Abend unterhielt uns Teilnehmer Florian mit interessanten Tips, wie Frauen in der U-Bahn angemacht werden können. Aber das ist vielleicht wieder eher etwas für den Secrets-Blog...
... und somit muss ich leider wieder mit schlechtem Journalismus enden.