24 September 2007

Zwei Paar Schuhe sind drei Paar Schuhe

Wie viele Schischuhe braucht der Mensch?
Das alte Sprichwort "Zwei Paar Schuhe sind drei Paar Schuhe" (nicht zu verwechseln mit dem Werbeslogan einer großen Schuhkette: "Zahle zwei, nehme drei") beruht auf der Erkenntnis, dass Schuhe, die nicht ständig getragen werden, sondern immer mal wieder austrocknen können, länger halten als ein Schuh, der jeden Tag benutzt wird.
Auf die Spitze getrieben hatte dieses Prinzip wohl Imelda Marcos, die Frau des philippinischen Diktators. Nach dessen Sturz wurden Tausende Paare bei ihr gefunden...
Es stellt sich also die Frage nach dem richtigen Maß. Zu Beginn der Skisaison musste ich mir von meiner Frau vorhalten lassen, dass ich zu viele Skischuhe hätte. Darin klang die Sorge mit, dass uns der Platz knapp würde, wenn wir einmal in eine kleinere Wohnung umziehen müssten.

Zeit also, für eine Bestandsaufnahme:

Als erstes sind natürlich meine Alpin-Skischuhe zu nennen, die ich für gewöhnlich nutze. Sie sind nichts Besonderes, ein italienisches Modell von Dalbello, und mittlerweile bereits vier oder fünf Jahre alt. Dennoch sind sie sehr bequem - ich würde sie auch im Bett tragen.
Allerdings kann es immer einmal sein, dass selbst die bequemsten Skischuhe nach Jahren nicht mehr passen oder plötzlich kaputt gehen. Damit ich dann nicht ohne da stehe, habe ich meine alten Skischuhe noch aufbewahrt. Es sind ehrwürdige Dachsteins. Etwas abgenutzt schon, aber jede Schramme wurde mit Liebe hineingefahren.
Das Tourengehen ist die Krone des Skifahrens. Ich gebe zu, es sind die vielleicht am wenigsten genutzten Schuhe meiner Sammlung. Allerdings sind die Erlebnisse auf einer Skitour mit die Intensivsten und Schönsten, die der Skisport überhaupt bieten kann. Deshalb darf natürlich ein Paar Tourenschuhe nicht fehlen. Darüber sollte man mit seiner Frau gar nich erst diskutieren.
Da ich der Geschichte des Schneesports sehr verbunden bin, besitze ich selbstverständlich ein Paar historische Skischuhe. Ich habe es von meinem Vater, der damit in den Sechziger Jahren noch Ski gefahren ist: Es sind schöne Lederschuhe mit Schnürung und einer Vibram-Sohle. Sie sind auch als steigeisenfeste Wanderschuhe zu benutzen und passen sogar in moderne Bindungen hinein. Allerdings ist es mir bisher nicht gelungen, einen Laden zu finden, der eine Bindung mit diesem Schuh einstellt...
Nicht zuletzt benötige ich natürlich noch Langlauf-Schuhe. Bei Lichte besehen ist diese Kategorie in meiner Sammlung eher schwach vertreten. Ich besitze nur ein Paar Tourenschuhe.

27 August 2007

Nicht allein in Mindelheim

Viel los am Mindelheimer Klettersteig

Nützlicher Link: klettersteige-online.de
Nach einer unruhigen Nacht mit Schnarchern und Furzern geht es auf den Mindelheimer Klettersteig. Doch: oh Schreck! Wir sind nicht allein. Der Klettersteig ist frisch saniert, das Wetter gut und in einigen Lokalzeitungen waren jüngst größere Artikel über den Steig erschienen. Folge: Ein Großteil der Leute von der Fiderepass-Hütte macht die Tour.
Von der Terasse aus sind die Ersten schon früh morgens oben am Grat bei der Überschreitung der spektakulären Leiter zu sehen. So spektakulär scheint sie von Nahem nicht zu sein, denn Viele gehen hinüber und gleich wieder zurück - dem Foto wegen!
Auch die zahlreichen Steinböcke sind fest in den Tourismus-Betrieb integriert. Sie posieren aufreizend in nicht mehr als 20 Meter Entfernung von den Fotografen oder fechten Schaukämpfe aus.
Wir starten um Dreiviertel acht (das ist 7:45 Uhr für alle Westdeutschen) und haben Glück: Ein großer Pulk klettert weit vor uns, ein weiterer ist erst in einiger Entfernung hinter uns auszumachen.
In unserer unmittelbaren Nähe sind nur drei sympathische Belgier auszumachen: Zwei Männer, die - typisch belgisch ;-) - ein kleines Kind dabei haben. Der Junge ist acht Jahre alt und es ist sein erster größerer Klettersteig. Der Vater erzählt uns, dass er seit zwei Jahren klettert. Mit den Karabinern geht er routiniert um. Nur bei allzu großen Stufen oder Sprossenabständen muss der Vater oder Großvater helfen.
Fünf Stunden sind für die Tour zur Mindelheimer Hütte angegeben. Nach zwei ausgiebigen Pausen und zahllosen Fotostopps erreichen wir die Mindelheimer Hütte gegen 14:00 Uhr. Kurz danach geht ein Schauer nieder: Glück gehabt! Bei Nässe ist der Klettersteig nicht zu empfehlen.



26 August 2007

Fiderepass-Hütte


Es ist Sonntag und es ist endlich schhönes Wetter: Also brechen wir auf ins Allgäu. Von Mittelberg im Kleinwalsertal (streng genommen schon Österreich) steigen wir zur Fiderepasshütte auf:
Schön auf einem Sattel gelegen, die Grenze läuft quer über die Terasse. Die 120 Lager der Hütte sind voll belegt. Wer dort nicht unterkommt, muss mit Notlagern im Keller vorlieb nehmen. In einiger Entfernung zur Hütte sichten wir sogar zwei Zelte.