27 August 2007

Nicht allein in Mindelheim

Viel los am Mindelheimer Klettersteig

Nützlicher Link: klettersteige-online.de
Nach einer unruhigen Nacht mit Schnarchern und Furzern geht es auf den Mindelheimer Klettersteig. Doch: oh Schreck! Wir sind nicht allein. Der Klettersteig ist frisch saniert, das Wetter gut und in einigen Lokalzeitungen waren jüngst größere Artikel über den Steig erschienen. Folge: Ein Großteil der Leute von der Fiderepass-Hütte macht die Tour.
Von der Terasse aus sind die Ersten schon früh morgens oben am Grat bei der Überschreitung der spektakulären Leiter zu sehen. So spektakulär scheint sie von Nahem nicht zu sein, denn Viele gehen hinüber und gleich wieder zurück - dem Foto wegen!
Auch die zahlreichen Steinböcke sind fest in den Tourismus-Betrieb integriert. Sie posieren aufreizend in nicht mehr als 20 Meter Entfernung von den Fotografen oder fechten Schaukämpfe aus.
Wir starten um Dreiviertel acht (das ist 7:45 Uhr für alle Westdeutschen) und haben Glück: Ein großer Pulk klettert weit vor uns, ein weiterer ist erst in einiger Entfernung hinter uns auszumachen.
In unserer unmittelbaren Nähe sind nur drei sympathische Belgier auszumachen: Zwei Männer, die - typisch belgisch ;-) - ein kleines Kind dabei haben. Der Junge ist acht Jahre alt und es ist sein erster größerer Klettersteig. Der Vater erzählt uns, dass er seit zwei Jahren klettert. Mit den Karabinern geht er routiniert um. Nur bei allzu großen Stufen oder Sprossenabständen muss der Vater oder Großvater helfen.
Fünf Stunden sind für die Tour zur Mindelheimer Hütte angegeben. Nach zwei ausgiebigen Pausen und zahllosen Fotostopps erreichen wir die Mindelheimer Hütte gegen 14:00 Uhr. Kurz danach geht ein Schauer nieder: Glück gehabt! Bei Nässe ist der Klettersteig nicht zu empfehlen.



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