02 Januar 2010

Whiteside Mountain

Klar, das höchste Gebirge Nordamerikas sind die Rocky Mountains. Aber seit wir hier durch die Smokey Mountains fahren, haben wir nicht unbedingt den Eindruck, dies sei nur ein Mittelgebirge. Zwar sind die abgeflachten Formen der Bergrücken mittelgebirgstypisch. Doch die hier gebräuchlichen Höhenangaben in Fuß lassen leicht vergessen, dass die höchsten Gipfel immerhin über 2000 Meter hoch sind. Auch die Ausdehnung ist beträchtlich: Die Smokey Mountains sind ein Teil der Apalachen, die sich über 2400 Kilometer von der kanadischen Provinz Quebec bis nach Alabama erstrecken. Dabei waren sie früher sogar noch länger: Das Gebirge ist älter als der Atlantik und fand vor dessen Entstehung in den schottischen Grampian Mountains und den nordskandinavischen Bergketten seine Fortsetzung.
Heute gehören die Smokeys nicht zu den touristischen Highlights europäischer USA-Besucher. Dennoch kann man hier wunderbar wandern - und auch klettern. Als wir gestern abend in der Hütte saßen, fiel mir ein Luftbild einer grandiosen Felslandschaft ins Auge. Die Landschaft erinnerte mich an Meteora in Griechenland, wo die berühmten Kloster in und auf die Felsten gebaut sind. Hier waren es ein paar moderne Villen, die nahe an die Kante gebaut waren, was Lee sofort Anlass zum Lästern gab. Ich fragte Matt, wo dieser Berg sei und er antwortete zu meiner Überraschung, dass er mit dem Auto in etwa einer Stunde zu erreichen sei.
Also sind wir heute hier am Whiteside Mountain und genießen die grandiose Aussicht. Der Aufstieg war allerdings beschwerlich, denn der Berg ist nahezu komplett vereist. Am elegantesten bewewgt sich Zorba. Aber er hat ja auch vier Beine.

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