Als wir uns heute auf unserer Tour der Wiesenbaude nähern, reissen die Wolken gerade auf. Der riesige schwarze Bau taucht aus dem Nebel auf und bildet einen scharfen Kontrast zum blendenden Weiß der Hochebene.
Am Himmel stehen drei Lenkdrachen: Kiteboarder – streng genommen zwei Boarder und ein Kiteskifahrer – fegen über die Ebene. Sie lassen sich vom Wind den Hang am Wiesenberg hinauftragen und fahren dann wieder mit irrsinniger Geschwindigkeit ab.
Kaum habe ich irgendwo ein idealeres Gelände zum Kiteboarden gesehen als auf diesem verschneiten Hochmoor: Wind gibt es hier genug, weit und breit keine größeren Bäume und Menschen sind hier abseits der wenigen Wege auch kaum zu finden.
Die Wiesenbaude ist die älteste, größte und einzige Baude in der Kernzone des Nationalparks Krkonose. Hier wurden schon früher freakige Sachen ausprobiert. Vor einiger Zeit habe ich in der Zeitschrift VESELÝ VÝLET (Ausgabe vom Winter 2007) ein Bild aus den 20er Jahren gesehen, auf dem zu sehen ist, wie ein Skiläufer vom Dach des vierstöckigen Gebäudes springt...

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