10 Januar 2008

„Mobilitätsbüro“

Fahrt nach Vals mit Hindernissen

"Herr Uwe" vom Mobilitätsbüro in Mühlbach ist ein freundlicher Mensch mit hessischem Akzent. Er hat ein schönes Leben, denn er verfügt über feste Bürozeiten, und wenn jemand im Eisacktal einen Skibus für eine Gruppe braucht, kommt er oder sie an "Herrn Uwe" nicht vorbei.
Denn alle, die in Meransen eventuell ansprechbar wären – sei es das Tourismusamt, die Busfahrer, das Skipassbüro oder die Wirtin – erklären sich für nicht zuständig und verweisen kurzerhand auf "Herrn Uwe": "Eine neue Organisation" sei das, sagen die Einheimischen. Eine solche Aussage verspricht meist nichts Gutes – und so ist es auch in diesem Fall.
Der bestellte Bus nach Vals kommt nicht zur angekündigten Zeit. Stattdessen hält ein bereits halb gefüllter Bus, in den zusätzliche 50 Personen kaum hineinpassen wollen. Der Busfahrer grantelt die ganze Zeit auf der kurvenreichen Fahrt. Von einem "Mobilitätsbüro" will er noch nie etwas gehört haben. Aus betrieblicher Sicht wäre es überhaupt sinnvoller, erst mittags zum Skifahren zu gehen, da seien die Busse leer. Er schaukelt sein überladenes Fahrzeug durch die Serpentinen, schimpft auf die Ingenieure, die "mit ihren Computern die Zahl der Stehplätze falsch berechnet" hätten und am Ende kotzt auch noch ein Kind...

Vals immerhin ist schön. Dafür, dass es ein vergleichsweise winziges Skigebiet ist, bietet es zahlreiche Variantenmöglichkeiten, die vor allem Dietmar mit seinem Kurs reichlich ausnutzt.

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