27 Februar 2010

Skandal auf der Raststätte Oberlausitz

Eine insgesamt schöne, meist harmonische Reise geht zu Ende. Auf der Rückfahrt gibt es jedoch noch einen Skandal in der Autobahnraststätte Oberlausitz: Auf das Ende der Krokusferien ist dieser Betrieb überhaupt nicht eingestellt. Im Restaurant werden zur Hauptreisezeit nur drei Mitarbeiterinnen aufgeboten und sind dem Ansturm der meist holländischen Gäste nicht gewachsen. Kaffeeautomaten sind außer Betrieb, das Buffet ist geplündert. Dabei stehen draußen nur insgesamt zwei Busse und eine mittelgroße Zahl an Privatautos.
Es gibt aber offenbar kein Personal, das die Vitrinen nachfüllen könnte. Mein Freund Gregor gerät in Rage, als er nicht einmal einen Teebeutel bekommen kann. Zweimal schicken ihn die zunehmend unfreundlichen Mitarbeiterinnen zu unterschiedlichen Tischen, an denen es angeblich noch schwarzen Tee geben soll. Als er dort nichts findet, knallt er der uneinsichtigen Kassiererin zum Beweis den leeren Karton vor die Nase. Diese verlässt daraufhin die einzige offene Kasse, um sich selbst um das Problem zu kümmern.
Ich stehe derweil in der Kassenschlange, an der sich nun nichts mehr bewegt, weil die Kassiererin nach Teebeuteln sucht. Mein Kaffee kühlt langsam ab. Irgendwie habe ich Hunger - aber keine Lust auf eine Riesenbratwurst oder den Quadratfisch für 7,95 Euro. Also frage ich nach dem Rührei, das für knapp fünf Euro angeboten wird. Die Servicekraft schaut mich etwas verächtlich an, so als ob es eine Frechheit wäre, nicht wie die anderen Kunden auch eine Riesenbratwurst zu bestellen. Sie deutet auf ein verdrecktes Bratblech, auf dem sie ein paar Würste beiseite schiebt: "Das wird aber dann ein etwas dunkleres Rührei."
Sie kratzt noch etwas auf dem Blech herum, was die Sache allerdings nicht besser macht. Ich verzichte und sage der Frau, dass ich dann vielleicht lieber ein Baguette nehme. Gregor hat mittlerweile doch noch einen Teebeutel bekommen und kämpft sich damit durch die Menschenmenge zur Kasse durch. Plötzlich steht er hinter mir. Offenbar hat er die Szene mitbekommen und ruft lautstark durchs Restaurant: "Na dann verkaufen sie halt dem nächsten Gast ihr dreckiges Rührei!"

26 Februar 2010

Abreisa

Eine Woche Langlauf-Skating-Kurs gehen zu Ende. Die Bilanz: durchschnittliches Wetter, 3 Paar zerstörte Ski, einige wenige Blessuren (im Wesentlichen Blasen); wunderschöne Touren und gemütliche Abende auf der Bouda Na Plani.

Unfreundliche Bile Labe Baude


Im letzten Jahr gab es einen Blog-Post mit dem Titel "Wanderung zur zunächst unfreundlichen Bile Labe Baude". Ich erinnere mich genau an meinen letzten Besuch dort und den mürrischen Wirt, der erst nach einiger Zeit und gutem Zureden freundlicher wurde.
Heute kehrt eine unserer Gruppen von einer Tour zur Bile Labe Baude zurück und berichtet, dass sich der Service weiter verschlechtert hat: Als unsere Leute in der wunderschön gelegenen Bergbaude einkehren um etwas zu essen und sich aufzuwärmen, herrschen im Gastraum nur 17 Grad. Die Heizkörper sind kalt, so dass es keine Gelegenheit gibt, die vom Schneeregen nassen Sachen zu trocknen.
Auf der Speisekarte, die aus einem einzigen Din A4-Blatt besteht, sind mehrere Gerichte ausgestrichen. Als Tee wird eine Tasse mit halbwarmen Wasser serviert, in das der Gast einen Teebeutel hängen darf.
Angesichts der Umstände beschließt die Gruppe, nur eine kurze Rast zu machen und bestellt Suppe für Alle. Auch die ist lauwarm. Zum Skandal kommt es, als Christian ein Brot zur Suppe bestellen möchte. Es sei Brot in der Suppe, belehrt ihn der Wirt. Er weigert sich, eine Scheibe Brot zu bringen und grummelt stattdessen jedesmal, wenn er wieder an den Tisch kommt: "Brotscheibe, Brotscheibe, pah".
Er wird die letzte Gelegenheit zum Grummeln gehabt haben: Wir werden jedenfalls nicht wiederkehren - Schade um diese an sich sehr schöne Baude!