Webcams in Zielorten des Uni-Schneesport Berlin e.V.
23 August 2013
21 August 2013
Urlaub selbstgebastelt
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| Die alte "Marko Polo" - selbst gebastelt |
Ach, der Sommer! Irgendwie steht ja immer die Planung eines Urlaubs an. Einfach so losfahren ist ja nicht. Dieses Jahr war es besonders schlimm: Birgit wollte nach Afrika, nach Nepal, in die Türkei zum Trekken. Ich wollte eigentlich nicht weit weg aus Europa.
Dann saßen wir irgendwann im Frühsommer bei einer Feier gemeinsam am Tisch mit Leuten, die Afrika-Reisen organisieren. Hörte sich alles wunderbar an. Aber der Kilimanjaro ist ein reines Massenevent und Tansania überhaupt sehr teuer...
In der Türkei, die wunderschöne Berge hat, stritt man sich über zwei Stadtplätze in Istanbul. Das hätten wir auch in Stuttgart haben können - ohne Tote.
Und dann hatte ich auch keinen Bock auf organisierte Wandertouren mit zig Leuten, alle mit ihren Sperenzien.
"Dann such doch selbst was aus!", war Birgits Antwort auf meine Meckereien und den ständigen Weltekel.
Also haben wir uns einen kleinen Europa-Abenteurer-Urlaub selbst gebastelt aus den Bausteinen, die das Internet so zur Verfügung stellt. Und so sieht er aus:
Tag 1: Flug nach Split in Kroatien mit EasyJet und Einchecken in eine Ferienwohnung in der Stadt.
Tage 1-3: Split - Altstadt, Strände erkunden
Tag 4: Wiedersehen mit einer alten Bekannten aus Kindheitstagen: Die ehemalige "Peter Wessel", Norwegen-Fähre der Rederei Larvik-Frederikshavnferjen mit Baujahr 1973, jetzige "Marko Polo" von Jadrolinija, bringt uns über die Adria nach Ancona. Anschließend geht es mit der Bahn nach Rom
Tage 5-7: Rom - Besichtigung kaputter Häuser von toten Menschen.
Tag 8: Besuch in Aquila, der vom Erdbeben 2009 weitgehend zerstörten Stadt in den Abruzzen - Besichtigung kaputter Häuser von meist noch lebenden Menschen.
Tage 8-14: Wanderung durch die Abruzzen, Italiens ältesten Nationalparks mit Braunbären, Wölfen und Wildkatzen, Bergen bis 2300 m- organisiert durch den wunderbaren kleinen Reiseveranstalter "Born & Hennig Wanderreisen", die uns die Unterkünfte organisieren und das Gepäck transportieren.
Tag 15: Transfer nach Ancona und Einchecken auf der "Marko Polo" - Rückfahrt nach Split.
Tag 16: Rückflug nach Berlin mit Germanwings - über Stuttgart, dortiger Besuch beim Aktionsbündnis gegen den Tiefbahnhof.
02 Juli 2013
Terroranschlag am Nanga Parbat
"Killer-Mountain" wird der Nanga Parbat auch genannt - weil dieser Name sich international wohl doch besser vermarkten lässt als die hierzulande oft bemühte Bezeichnung "Schicksalsberg der Deutschen".
Deutsche Staatsbürger waren indes wohl nicht betroffen vom jüngsten Schicksalsschlag, der die Bergsteigergemeinde erschütterte: "Blutbad am Todes-Berg nanga Parbat", und ähnlich lauteten die Schlagzeilen, nachdem am frühen Sonntag, den 23. Juni 2013 elf Menschen in einem Hotel in der Nähe des Basecamps erschossen worden waren.
Über die Nationalität und Anzahl der Opfer gab es indes unterschiedliche Angaben. Deutsche Medien sprachen zunächst meist von neun ermordeten Ukrainern, Chinesen sowie einem einheimischen Bergführer.
Die Webseite planetmountain.com zitierte am 23. Juni huffingtonpost.com mit folgenden Zahlen: 6 Ukrainer, 3 Chinesen und ein Pakistani (Summe: 10).
Später korrigierte sie sich folgendermaßen: zwei Slowaken, drei Ukrainer, drei Chinesen, ein Nepalese und ein Pakistani (Summe: 10). Möglicherweise konnten ungebildete pakistianische Offizielle Ukrainer nicht von Slowaken unterscheiden - und haben sie zusammen mit dem Nepalesen zunächst unter "Ukrainer" geführt.
Die differenziertesten Angaben stammen bisher von der Deutschen Welle: drei Ukrainer, zwei Chinesen, zwei Slowaken, ein US-Amerikaner chinesischer Herkunft, ein Litauer, ein Nepalese und ein Pakistaner (Summe: 11). Der einheimische Bergführer mutierte im Laufe der Berichterstatter zum Koch.
Berichtet wurde in der Folge in deutschen Medien (z.B. Die Welt: "Geschäft völlig zunichte") auch über katastrophale Auswirkungen auf den Tourismus in Pakistan. Allerdings reisten offenbar nicht alle Bergsteiger nach der Terrorattacke vom Nanga Parbat ab: Laut übereinstimmender Angaben von altitudepakistan.blogspot.it und planetmountain.com setzten ein rumänisches Team ihren Aufstieg von der Rupalseite her fort. Auch polnische und argentinische Kletterer lassen sich nicht schrecken. Insgesamt herrscht in der Bergsteigerszene mittlerweile laut altitudepakistan.blogspot.com folgende Risikoeinschätzung vor: Seit dem Anschlag auf das Cricket Team von Sri Lanka in 2009 war dies die erste Attacke auf eine Sportmannschaft in Pakistan. Die meisten Expedtionen finden also wie geplant statt: "Karakoram Climbs Go On".
Zur Beruhigung trägt möglicherweise auch die wundersame Identifizierung von 16 "Terroristen" bei. Nachdem zunächst über 30 Personen - offenbar weitgehend willkürlich - festgenommen (und später wieder frei gelassen) worden waren, berichten altitudepakistan.blogspot.it und die pakistanische "Tribune", dass nun 16 Terroristen zweifelsfrei identifiziert worden seien. Einer sei laut Tribune (Ausgabe vom 1. Juli) mittlerweile festgenommen worden. Der Bruder des Verhafteten spreche indes von einem Irrtum, der sich bald aufklären werde. Sprecher der örtlichen Jirgas, die mit den Behörden zusammen arbeiten, kündigten an, dass sich die Verdächtigen demnächst freiwillig stellen würden: "damit deren Unschuld bewiesen werden könne", so heißt es laut "Tribune". Bei den 16 handele es sich um Personen, die in den letzen Jahren in dem Gebiet irgendwie straffällig geworden seien. Wie unsicher die Nachrichtenlage ist, wird jedoch schon an den unterschiedlichen Angaben für das Datum des Anschlags deutlich. Genannt werden der 21. Juni (Tribune), der 22. Juni (Die Welt u.a.) und der 23. Juni (planetmontain u.a.). Kein Wunder, dass die Terroristen viel Zeit hatten, in dem einsamen Gelände unerkannt zu entkommen...
Deutsche Staatsbürger waren indes wohl nicht betroffen vom jüngsten Schicksalsschlag, der die Bergsteigergemeinde erschütterte: "Blutbad am Todes-Berg nanga Parbat", und ähnlich lauteten die Schlagzeilen, nachdem am frühen Sonntag, den 23. Juni 2013 elf Menschen in einem Hotel in der Nähe des Basecamps erschossen worden waren.
Über die Nationalität und Anzahl der Opfer gab es indes unterschiedliche Angaben. Deutsche Medien sprachen zunächst meist von neun ermordeten Ukrainern, Chinesen sowie einem einheimischen Bergführer.
Die Webseite planetmountain.com zitierte am 23. Juni huffingtonpost.com mit folgenden Zahlen: 6 Ukrainer, 3 Chinesen und ein Pakistani (Summe: 10).
Später korrigierte sie sich folgendermaßen: zwei Slowaken, drei Ukrainer, drei Chinesen, ein Nepalese und ein Pakistani (Summe: 10). Möglicherweise konnten ungebildete pakistianische Offizielle Ukrainer nicht von Slowaken unterscheiden - und haben sie zusammen mit dem Nepalesen zunächst unter "Ukrainer" geführt.
Die differenziertesten Angaben stammen bisher von der Deutschen Welle: drei Ukrainer, zwei Chinesen, zwei Slowaken, ein US-Amerikaner chinesischer Herkunft, ein Litauer, ein Nepalese und ein Pakistaner (Summe: 11). Der einheimische Bergführer mutierte im Laufe der Berichterstatter zum Koch.
Berichtet wurde in der Folge in deutschen Medien (z.B. Die Welt: "Geschäft völlig zunichte") auch über katastrophale Auswirkungen auf den Tourismus in Pakistan. Allerdings reisten offenbar nicht alle Bergsteiger nach der Terrorattacke vom Nanga Parbat ab: Laut übereinstimmender Angaben von altitudepakistan.blogspot.it und planetmountain.com setzten ein rumänisches Team ihren Aufstieg von der Rupalseite her fort. Auch polnische und argentinische Kletterer lassen sich nicht schrecken. Insgesamt herrscht in der Bergsteigerszene mittlerweile laut altitudepakistan.blogspot.com folgende Risikoeinschätzung vor: Seit dem Anschlag auf das Cricket Team von Sri Lanka in 2009 war dies die erste Attacke auf eine Sportmannschaft in Pakistan. Die meisten Expedtionen finden also wie geplant statt: "Karakoram Climbs Go On".
Zur Beruhigung trägt möglicherweise auch die wundersame Identifizierung von 16 "Terroristen" bei. Nachdem zunächst über 30 Personen - offenbar weitgehend willkürlich - festgenommen (und später wieder frei gelassen) worden waren, berichten altitudepakistan.blogspot.it und die pakistanische "Tribune", dass nun 16 Terroristen zweifelsfrei identifiziert worden seien. Einer sei laut Tribune (Ausgabe vom 1. Juli) mittlerweile festgenommen worden. Der Bruder des Verhafteten spreche indes von einem Irrtum, der sich bald aufklären werde. Sprecher der örtlichen Jirgas, die mit den Behörden zusammen arbeiten, kündigten an, dass sich die Verdächtigen demnächst freiwillig stellen würden: "damit deren Unschuld bewiesen werden könne", so heißt es laut "Tribune". Bei den 16 handele es sich um Personen, die in den letzen Jahren in dem Gebiet irgendwie straffällig geworden seien. Wie unsicher die Nachrichtenlage ist, wird jedoch schon an den unterschiedlichen Angaben für das Datum des Anschlags deutlich. Genannt werden der 21. Juni (Tribune), der 22. Juni (Die Welt u.a.) und der 23. Juni (planetmontain u.a.). Kein Wunder, dass die Terroristen viel Zeit hatten, in dem einsamen Gelände unerkannt zu entkommen...
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