08 Februar 2012

Verreisen mit anderen Menschen

Gretchenfrage: Mit wem würden Sie gerne diese Toilette teilen?

Allein reisen kann mitunter frustrierend sein. Aber reisen mit anderen Menschen ist auch anstrengend. Besonders, wenn es sich um einen Sporturlaub handelt, den Menschen weniger deshalb miteinander verbringen, weil sie besonders gut miteinander harmonieren, sondern allein wegen eines gemeinsamen Interesses.
Birgit ist gerade Gast in einer Yoga-Schule in Indien. Über die Gefahren des Yoga berichtete die Süddeutsche Zeitung am Wochenende im Wissenschaftsteil ("Wenn die Krähe Schmerzen bringt").
Über die Schmerzen aus dem mitmenschlichen Bereich schreibt Birgit. Hier ihr fortlaufender Bericht:

Sonnabend, 4.2.2012:

"...Es gibt anstrengende, aber auch nette Teils und die meisten haben ein Problem. Z.B. die Berliner Schwestern. Die eine scheint Hygienikerin zu sein. Indien ist da natuerlich falsch. Nu ist sie krank. Die beiden Seniorinnen sind offenbar auch verkraetzt miteinander. Eine andere Berlinerin hat eine gescheiterte Ehe, einen chronisch kranken Sohn, einen drogenabhaengigen und ist juengst zwei Mal boes die Treppe runter gefallen. Eine schlimme Psychiaterin ist mit der Welt verkracht.

Heute abend fahr ich noch zu einem Nachtmarkt. Versuche mich insgesamt ein wenig raus zu ziehen, alle wollen mit mir unterwegs sein und mir ihre Lebensgeschichte erzaehlen. Das ist sogar mir zu viel Quatschi - quatschi..."

Sonntag, 5.2.2012:
"...Ich fuehle mich hier wirklich richtig doll normal, die Anderen haben alle einen Knall. Grade komme ich von einem quaelenden Abendessen, also Essen war gut, das Gespraech unsaeglich. Es wurden alle Krankheiten der letzten 10 Jahren aufgezaehlt und was man in Zukunft noch alles bekommen koennte. Es gibt uebrigens auch einen Senior (ehemaliger Schutzmann, 74 Jahre alt, mit beginnender Demenz. Ziemlich mutig da noch so zu verreisen, aber dann vergisst man das sicher immer..."

Montag, 6.2.2012:
"Mir gehn die bekloppten Esoteriker ein wenig auf den Geist, sonst ists aber immer noch schoen..."

Dienstag, 7.2.2012:

"Bin bester Stimmung. Hab grade erfolgreich die durchgeknallten Esos abgehaengt ;-)
Dir wuerde das Meer hier gut gefallen. Ziemlich Wellen, aber auch schoen warm. Man kann ewig drin bleiben."

02 Februar 2012

Blutwasserball


Mein Frühstücksfriede wird heute jäh gestört durch die Mitteilung einer Mutter, dass ihre beiden Töchter heute nicht am Skikurs teilnehmen könnten, weil ihre Füße zerschunden seien. Die Achtjährige sei eines centgroßen Fleischstücks aus einem ihrer Zehen verlustig gegangen. Die größere hätte eine größere Schnittwunde erlitten - und zwar beide beim Spielen im holteleigenen Pool.
War mir bisher gar nicht aufgefallen, dass die Kleine so große Zehen hat. Seltsame Sache. Zumal unsere Übungsleiter/innen der mütterlichen Schilderung hinzuzufügen wussten, dass sich zwei weitere Kinder verletzt hätten. So etwas hattte ich noch nicht gehört. Den Pool benutzen wir seit Jahren - bisher ohne gröbere Zwischenfälle. Unmittelbar nach den blutigen Ereignissen hatten unsere bewährten Übungsleiter/innen Steffi und Benni tauchend den Boden des Pools abgesucht, um eventuelle Scherben zu finden. Doch die Ursache der blutigen Füße blieb im Dunkeln.
Also beschloss ich, der Sache nachzugehen. Heute nachmittag suchte ich den Pool auf. Dort hatten sich Kinder und Jugendliche versammelt und spielten eine Hardcore-Wasserball-Variante. Wahrscheinlich waren die kleinformatigen, etwas spitzkantigen Kacheln schuld an den Verletzungen.
Egal, den Kindern hat´s Spaß gemacht...

01 Februar 2012

Meine Skikinder

Meine Anfängerskkinder sind Emma (5), Kasi (12), sein Bruder Paul (14) und Sarah (8). Ich bin sehr stolz auf sie, denn schon am zweiten Tag springen sie über kleine Schanzen und lassen andere Anfänger/innen weit hinter sich.
Die kleine Emma kann sogar die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Tellerlift in Meransen und dem in Vals erklären: Ersterer fährt gegen den Uhrzeigersinn - im Gegensatz zu seinem Gegenstück in Vals. Außerdem sind die Stützen torförmig, während in Vals schräg gestellte Masten mit nur einem Träger montiert sind.