02 Februar 2012

Blutwasserball


Mein Frühstücksfriede wird heute jäh gestört durch die Mitteilung einer Mutter, dass ihre beiden Töchter heute nicht am Skikurs teilnehmen könnten, weil ihre Füße zerschunden seien. Die Achtjährige sei eines centgroßen Fleischstücks aus einem ihrer Zehen verlustig gegangen. Die größere hätte eine größere Schnittwunde erlitten - und zwar beide beim Spielen im holteleigenen Pool.
War mir bisher gar nicht aufgefallen, dass die Kleine so große Zehen hat. Seltsame Sache. Zumal unsere Übungsleiter/innen der mütterlichen Schilderung hinzuzufügen wussten, dass sich zwei weitere Kinder verletzt hätten. So etwas hattte ich noch nicht gehört. Den Pool benutzen wir seit Jahren - bisher ohne gröbere Zwischenfälle. Unmittelbar nach den blutigen Ereignissen hatten unsere bewährten Übungsleiter/innen Steffi und Benni tauchend den Boden des Pools abgesucht, um eventuelle Scherben zu finden. Doch die Ursache der blutigen Füße blieb im Dunkeln.
Also beschloss ich, der Sache nachzugehen. Heute nachmittag suchte ich den Pool auf. Dort hatten sich Kinder und Jugendliche versammelt und spielten eine Hardcore-Wasserball-Variante. Wahrscheinlich waren die kleinformatigen, etwas spitzkantigen Kacheln schuld an den Verletzungen.
Egal, den Kindern hat´s Spaß gemacht...

01 Februar 2012

Meine Skikinder

Meine Anfängerskkinder sind Emma (5), Kasi (12), sein Bruder Paul (14) und Sarah (8). Ich bin sehr stolz auf sie, denn schon am zweiten Tag springen sie über kleine Schanzen und lassen andere Anfänger/innen weit hinter sich.
Die kleine Emma kann sogar die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Tellerlift in Meransen und dem in Vals erklären: Ersterer fährt gegen den Uhrzeigersinn - im Gegensatz zu seinem Gegenstück in Vals. Außerdem sind die Stützen torförmig, während in Vals schräg gestellte Masten mit nur einem Träger montiert sind.

30 Januar 2012

Schaumparty

Was passiert, wenn 66 Akademiker/innen von einer Technischen Universität einmal vornehm in den Winterurlaub fahren möchten? Hotel mit Wellness und so?
Gediegene Langeweile geniessen und sich leiblichen Freuden hingeben? Lange geht so etwas nicht gut. Denn die Wellness-Oase ist auf ihre Art letztlich nichts anderes als ein leicht entarteter Chemiebaukasten. Oder kann mit geringem Vorstellungsvermögen leicht als solcher interpretiert werden...
Was passiert also, wenn man etwas Shampoo in den Whirlpool gibt? Das Zeug schäumt normalerweise angenehm am Kopf - so viel ist einmal klar. Doch in großtechnischem Maßstab scheint der Effekt bisher noch nicht hinreichend erforscht zu sein. Zu unrecht. Denn die Wirkung im Sprudelbecken ist erstaunlich. Das zunächst recht friedliche Wässerchen entwickelt schon, kurz nachdem die Düsen auf Höchstleistung heraufgefahren werden, ein beeindruckendes Eigenleben. Zunächst zeigen sich im Nahbbereich der Unruhequellen leichte Schaumblasen, die sich dann jedoch recht selbstbewusst ausbreiten, bis sie im Endstadium eine Höhe von gut einem Meter erreichen und keck über den Pool hinauswandern...
Vor einer Wiederholung des Versuchs zu Hause wird natürlich an dieser Stelle pflichtschuldigst abgeraten!
Morgen berichte ich darüber, was passiert, wenn man Wasserball spielt in einem 1,20 m tiefen Pool, in dem Scherben liegen...